LaDaDi seit sechs Monaten ohne neuen ASP-Fall

Symbolbild Wildschwein (Foto: Tho-Ge auf Pixabay)

Bejagung bleibt entscheidend

Seit einem halben Jahr wurde im Landkreis Darmstadt-Dieburg kein neuer positiver Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) festgestellt. Der zuletzt bestätigte ASP-Fund im Kreisgebiet datiert vom 26. Oktober 2025 in der Nähe von Groß-Bieberau. Nach Angaben des Landes Hessen gilt der Landkreis Darmstadt-Dieburg damit weiterhin als ASP-frei.


„Wir haben gemeinsam viel erreicht, aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Nur weil viele Menschen schon länger nichts mehr von der Afrikanischen Schweinepest gehört haben, ist die Gefahr noch nicht vorbei. Die Seuche ist in der Region weiterhin präsent. Ein einziger neuer positiver Fund würde uns bei der Rückkehr zur Normalität wieder deutlich zurückwerfen“, betont Vize-Landrat Lutz Köhler. „Deshalb bleiben die konsequente Bejagung, funktionierende Zäune und geschlossene Tore so wichtig.“

Eine vollständige Entwarnung gibt es weiterhin nicht. In der Region wurden zuletzt Anfang April neue Fälle festgestellt. So wurde am 7. April 2026 in Lampertheim (Kreis Bergstraße) ein toter Frischling positiv auf ASP beprobt.

Eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen

Für Darmstadt-Dieburg bleibt deshalb entscheidend, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Ziel ist weiterhin, die Voraussetzungen für eine Rückstufung der Sperrzonen durch die Europäische Union zu erfüllen. Dafür müssen die sogenannten „Weißen Zonen“ frei von Schwarzwild bleiben. Auch im übrigen Kreisgebiet ist eine weitere deutliche Reduzierung des Schwarzwildbestandes erforderlich. Die vorhandenen Schutzmaßnahmen bleiben deshalb wichtig: Zäune müssen intakt bleiben, Tore weiterhin konsequent geschlossen werden.

Der Landkreis ruft deshalb erneut zur verstärkten Bejagung auf. Seit Beginn der Maßnahme wurden bereits 2.268 Wildschweine im Rahmen der ASP-Bekämpfung erlegt (Stand: 24.04.2026). Für jedes ordnungsgemäß abgegebene Stück Schwarzwild wird weiterhin eine Schussprämie von 200 Euro gezahlt.

Auch für schweinehaltende Betriebe gelten weiterhin besondere Vorgaben. Jede Verbringung von Hausschweinen muss beim Veterinäramt beantragt werden. Zudem sind erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. „Auch die Zusammenarbeit mit unseren Landwirtinnen und Landwirten funktioniert sehr gut. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir Schritt für Schritt aus dieser schwierigen Lage herauskommen“, so Köhler.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den Städten und Gemeinden im Landkreis. Sie unterstützen die ASP-Bekämpfung seit Monaten, unter anderem durch ihre Bergeteams, die gefundene Kadaver professionell sichern und bergen. Diese Arbeit ist ein wichtiger Baustein, um mögliche Fälle schnell zu erkennen und die weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg sieht sich auf einem guten Weg. Damit dieser Weg weiter Richtung Normalität führt, bleiben Bejagung, Biosicherheit, geschlossene Tore und konsequente Seuchenprävention auch in den kommenden Wochen entscheidend.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)