Ein Fest für Vielfalt und Teilhabe
Am Samstag, 9. Mai, verwandelt sich die Fußgängerzone von 13 bis 17 Uhr in ein lebendiges Straßenfest. Rund um den Aliceplatz dreht sich am „Aktionstag Inklusion“ alles um Teilhabe und Vielfalt. Ziel ist es, das Bewusstsein für Inklusion zu stärken und Akzeptanz für Menschen mit Behinderungen in der gesamten Stadtgesellschaft zu fördern. Gerade in Zeiten nationaler und internationaler Krisen, in denen politische Prioritäten sich verschieben und soziale Leistungen unter Druck geraten können, setzt der Aktionstag ein klares Zeichen: #MenschenrechteSindNichtVerhandelbar.
Sozialdezernent Martin Wilhelm, Schirmherr der Veranstaltung, eröffnet um 13 Uhr auf einer Bühne im Stadthof den diesjährigen Offenbacher Aktionstag Inklusion.
Sozialdezernent Martin Wilhelm ist der Aktionstag sehr wichtig: „Solange Gleichberechtigung und echte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen nicht selbstverständlich sind, setzen wir uns energisch weiter dafür ein. Heute tauschen wir uns aus, lernen voneinander und tragen das Thema Inklusion mitten in unsere Gesellschaft. Gemeinsam zeigen wir: Offenbach ist eine Stadt für alle – heute und jeden Tag.“
Die Veranstaltung wird organisiert von Der Paritätische Hessen Regionalstelle Offenbach, der Behindertenhilfe Offenbach, dem Inklusionsbeirat sowie dem Kommunalen Beauftragten der Stadt Offenbach für die Belange von Menschen mit Behinderungen.
Deutschland hat sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention und nationalen Gesetzen eindeutig dazu verpflichtet, allen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Dennoch gefährden angekündigte Kürzungen im Sozialbereich und veränderte kommunale Rahmenbedingungen bereits erreichte Fortschritte.
Seit Jahrzehnten unterstützt die Aktion Mensch Aktivisten und Aktivistinnen dabei, rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ihre Forderungen nach mehr Teilhabe, Barrierefreiheit und Gleichberechtigung öffentlich sichtbar zu machen. Für viele Menschen mit Beeinträchtigungen gehören strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung weiterhin zum Alltag. Teilhabe darf jedoch nicht zur Disposition stehen – sie ist ein Menschenrecht und Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie eine starke Demokratie.
Der Aktionstag macht diese Haltung sichtbar und erlebbar. Musikbands und Redebeiträge verbinden Unterhaltung mit klaren Botschaften und schaffen emotionale Zugänge zu zentralen Inklusionsthemen. Rund 25 Träger und Selbstvertretungsorganisationen beteiligen sich mit Informations- und Beteiligungsständen. Mitmachparcours ermöglichen Erfahrbarkeit und neue Einblicke auf Barrieren im Alltag. Fachstellen informieren über Rechte, Unterstützungsmöglichkeiten und konkrete Hilfen.
Zugleich stärkt die Veranstaltung die Vernetzung der beteiligten Organisationen. Austausch, Kooperation und gemeinsame Aktionen fördern nachhaltige Strukturen für eine inklusive Stadt.
„Ich lade alle Offenbacherinnen und Offenbacher ein, am 9. Mai in die Innenstadt zu kommen und am Aktionstag Inklusion teilzunehmen. Wenn die Offenbacher Fußgängerzone für einen Tag zur Bühne der Vielfalt wird, geht es um mehr als ein Fest: Es geht um Haltung, Sichtbarkeit und Verantwortung. Denn #MenschenrechteSindNichtVerhandelbar – auch und gerade in herausfordernden Zeiten“, betont Wilhelm abschließend.
(Text: PM Stadt Offenbach)

