Apfelweinfest im Freilichtmuseum Hessenpark

Die Museumsgäste erwartet eine geschmackliche Reise durch die Vielfalt hessischer Apfelweinkultur – vom klassischen Schoppen bis hin zu hochwertigen Schaumweinen. (Foto: Jennifer Furchheim)

Wenn in Hessen die Apfelbäume blühen und die Tage wieder länger werden, ist es Zeit für ein Getränk, das hier mehr ist als nur Genussmittel: Apfelwein gehört zur regionalen Identität wie Handkäs‘ mit Musik und Mundart. Diese lebendige Tradition steht im Mittelpunkt des Apfelweinfests am Sonntag, 10. Mai, im Freilichtmuseum Hessenpark.


Im Fruchtspeicher kommen erfahrene Kelterer, innovative Manufakturen sowie ausgewählte Profis zusammen, um ihre Interpretation des „Stöffchens“ zu präsentieren. Die Museumsgäste erwartet eine geschmackliche Reise durch die Vielfalt hessischer Apfelweinkultur – vom klassischen Schoppen bis hin zu hochwertigen Schaumweinen. Probieren ist ausdrücklich erwünscht, denn hier zeigt sich, wie traditionsreich und gleichzeitig wandelbar Apfelwein sein kann. Ein Höhepunkt ist die Apfelwein-Prämierung, bei der die besten Erzeugnisse ausgezeichnet werden. Für musikalische Begleitung sorgt die Band „Captain Bembel“.

Auch ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich

In der historischen Kelterei wird anschaulich erklärt, wie aus Äpfeln Apfelwein entsteht. Die Ausstellung führt durch alle Arbeitsschritte – von der Reinigung über das Pressen bis zur Gärung und Abfüllung – und zeigt eindrucksvoll historische Maschinen, darunter alte Keltern, Apfelmühlen und eine Pasteurisierungsanlage aus Bad Homburg und der „Polfram“-Flaschenreiniger aus den 1950er-Jahren. Das Apfelweinfest findet in Kooperation mit der Familienkelterei Possmann statt.

Kulinarisch spiegelt sich die Region ebenfalls wider: Spezialitäten wie Apfelbratwurst, Grüne Soße und kreative Hessen-Tapas laden zum Genießen ein. Dazu gibt es Kaffee, Kuchen und eine Auswahl regionaler Produkte rund um den Apfelwein.

Das Museumsgelände wird an diesem Tag zusätzlich zur lebendigen Erlebniswelt

Zahlreiche Werkstätten und historische Gebäude sind geöffnet, darunter die Drechslerwerkstatt, die Schreinerei, die Windmühle, der Friseursalon Spielmann und das Haus der Foto- und Filmgeschichte. Zudem führt der Korbflechter sein Handwerk vor. Bei der Führung „Vom Motiv zum Bild“ durch das Museumsgelände gibt es praxisnahe Tipps für eindrucksvolle Aufnahmen – ganz gleich ob mit Smartphone oder Spiegelreflexkamera. Start ist um 10 Uhr, Treffpunkt an der Museumskasse.

Kinder können sich bei Mitmachaktionen wie „Tonbecher töpfern“ im Sägewerk oder „Äpfel und Bienen filzen“ im Haus aus Ewersbach kreativ austoben.

In der Hofanlage rund um das Wohnhaus aus Nieder-Gemünden wird der Alltag um 1910 zudem als Living-History-Format erlebbar: Der Jungbauer Heinrich Böckel schlüpft in seine historische Rolle und zeigt anschaulich das Leben jener Zeit. Dabei hat er alle Hände voll zu tun.

Anreise: Die Anfahrt gestaltet sich unkompliziert: Der Bad Homburger Kulturbus (Linie 5) fährt an Wochenenden und Feiertagen stündlich vom Bahnhof über die Saalburg zum Hessenpark. Zusätzlich verbindet die Buslinie 63 die Bahnhöfe Wehrheim und Neu-Anspach mit dem Museum.

(Text: PM Freilichtmuseum Hessenpark)