Ein Frankfurter Original wird 25: Das GrünGürtel-Tier feiert Geburtstag

Robert Gernhardt am 1. Mai 2006 bei der Einweihung des GrünGürtel-Tiers. (Foto: Stefan Cop)

Großes Jubiläumsfest am 10. Mai am Alten Flugplatz

Es ist eine Mischung aus „Wutz, Molch und Star“, längst Kultfigur und aus dem Frankfurter GrünGürtel nicht mehr wegzudenken: Das GrünGürtel-Tier wird 25 Jahre alt. Gefeiert wird das mit einem großen Familienfest am Sonntag, 10. Mai, von 11 bis 17 Uhr am Alten Flugplatz.


Bereits im Vorfeld treffen sich Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Illustrator und Autor Philip Waechter und Martin Sonntag, Leiter des Caricatura Museums, bei einem Ortstermin direkt beim GrünGürtel-Tier aus Bronze an der Robert-Gernhardt-Brücke am Alten Flugplatz. Gemeinsam blicken sie auf die Geschichte des ungewöhnlichen Maskottchens zurück und erinnern an seinen Erfinder Robert Gernhardt. „Wir sind ihm so dankbar, dass er dem GrünGürtel mit seiner Zeichnung ein so prägendes und bis heute lebendiges Symbol geschenkt hat. Ein Tier, das zwar zoologisch nicht korrekt ist, aber als Fabelwesen den GrünGürtel belebt und wunderbar zu Frankfurt passt,“ sagt Zapf-Rodríguez.

Vom Einfall zur Identifikationsfigur

Entstanden ist das GrünGürtel-Tier im Jahr 2001, als Robert Gernhardt statt einer angefragten Rede zum zehnjährigen Bestehen des Frankfurter GrünGürtels die Zeichnung eines Tieres sendete, das er als Mischung aus „Wutz, Molch und Star“ beschrieb und dessen Lebensraum er in den drei großen Landschaftsräumen des GrünGürtels verortete. Daraus wurde eine Erfolgsgeschichte: Es begegnet Besucherinnen und Besuchern als Skulptur, Wegweiser und in zahlreichen Bildungsangeboten.

Gernhardt gehörte zu einer Gruppe aus Zeichnern und Schriftstellern, die aus der Satirezeitschrift „pardon“ hervorging und sich „Neue Frankfurter Schule“ nannte. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, gefällt diese Verbindung zum GrünGürtel: „Ich freue mich sehr, dass mit der Komischen Kunst im GrünGürtel die Neue Frankfurter Schule auch im öffentlichen Raum sichtbar wird. Im GrünGürtel-Tier und in den anderen Objekten der Komischen Kunst treffen sich Kultur und Natur mit einem Lachen. Schöner geht es nicht.“

Seit dem Tod Gernhardts im Jahr 2006 führt Philip Waechter die Figur weiter und entwickelt sie stetig neu. Mittlerweile gibt es weit über 30 GrünGürtel-Tier-Motive, mal als Wegweiser für einen der Themenwanderwege, wie das Obst jonglierende Tier am Sossenheimer Obstpfad oder das Tier mit einer Wasserrakete für die Lernstation Alter Flugplatz im Bildungsraum GrünGürtel. Für Kinder gibt es sogar einen GrünGürtel-Tier-Sammelpass mit passenden Klebebildchen. „Die Anforderungen an die Figur haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert. Es ist eine schöne Aufgabe, dem GrünGürtel-Tier immer wieder neues Leben einzuhauchen und es in unterschiedlichen Situationen darzustellen“, sagt Waechter.

Für Martin Sonntag ist das Tier weit mehr als ein Maskottchen: „Das GrünGürtel-Tier war der Ausgangspunkt für das Projekt ‚Komische Kunst im GrünGürtel‘. Es zeigt, wie aus einer einzelnen Zeichnung ein künstlerisches Konzept für den öffentlichen Raum entstehen kann.“

Auch Thomas Hartmanshenn, Abteilungsleiter Umweltvorsorge im Umweltamt und Leiter der Projektgruppe GrünGürtel, betont die besondere Rolle der Figur: „Das GrünGürtel-Tier symbolisiert, was den GrünGürtel ausmacht: Arten- und Biotopschutz, Naherholung und Umweltbildung. Das alles vermittelt es charmant, einprägsam und mit einem Augenzwinkern – eben ein echtes Frankfurter Original.“

Ein Fest für alle Sinne

Am Sonntag, 10. Mai, wird der Alte Flugplatz zur Bühne für das GrünGürtel-Tier. Rund 30 Initiativen laden mit Mitmach- und Experimentierstationen, Kreativangeboten und Informationsständen zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen ein. Kinder können an verschiedenen Stationen Stempel sammeln und an einer Verlosung teilnehmen. Ein besonderes Highlight: Gemeinsam mit Philip Waechter entsteht ein großes Wimmelbild rund um das GrünGürtel-Tier.

Und auch das beliebte Stofftier darf nicht fehlen: Es wird im Jubiläumsjahr zum Sonderpreis von 45 Euro angeboten, der Erlös fließt in das Bildungsprogramm des GrünGürtels. Zusätzlich gibt es die Chance, beim Glücksrad ein GrünGürtel-Tier zu gewinnen. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Anreise

Die Feier findet am Alten Flugplatz, Am Burghof 55, statt. Eine Anfahrt ist mit der U-Bahnlinie U2 oder U9 bis „Kalbach“ möglich, dann folgt für zehn Minuten ein ausgeschilderter Fußweg bis zum Alten Flugplatz. Alternativ kann auch die Buslinie 27 bis „Nordpark/Alter Flugplatz“ genutzt werden, es folgen zwölf Minuten und insgesamt etwa 900 Meter Fußweg mit Überquerung der Homburger Landstraße bis zum Alten Flugplatz.

Vor Ort sind keine Parkmöglichkeiten vorhanden. Es wird darum gebeten, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder bei Anreise mit dem Auto andere Parkmöglichkeiten zu nutzen, etwa die kostenlose Park-and-Ride Anlage Kalbach an der Haltestelle „Kalbach“ .

Barrierefreiheit

Der Zugang für Menschen mit Rollstuhl ist möglich. Fragen können vorab per E-Mail an info.gruenguertel@stadt-frankfurt.de gerichtet werden.

(Text: PM Stadt Frankfurt)