
Trotz wechselhaften Wetters mit dunklen Wolken, kräftigen Schauern und sogar kurzen Hagelschlägen ließ sich der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Hausen sein traditionelles Vatertagsfest nicht verderben. Während vielerorts Veranstaltungen wegen der ungünstigen Wettervorhersagen abgesagt wurden, entschieden sich die Verantwortlichen in Hausen kurzfristig zum Umdenken – mit Unterstützung der Stadt Obertshausen. Denn das Bürgerhaus Hausen konnte kurzerhand mitgenutzt werden, sodass große Teile des Festes wettergeschützt stattfinden konnten.
„Wir haben gemeinsam mit der Stadt kurzfristig reagiert und zumindest die Essensflächen nach drinnen verlegt. Auch die Band spielt diesmal im Trockenen“, erklärte eine Sprecherin des Vereins. Für die musikalische Unterhaltung sorgte erneut die „Ellen West Band“, die bereits im vergangenen Jahr aufgetreten war. Trotz des Wetters zeigte sich die Feuerwehr erfreut über den Zuspruch der Besucher. „Das ist ja nicht selbstverständlich. Wer liegt bei so einem Wetter nicht lieber zuhause auf der Couch?“, meinte sie schmunzelnd.
Im Außenbereich des Bürgerhauses blieben die Fahrzeugausstellung, der Getränke- und Essensstand sowie verschiedene Angebote für Kinder aufgebaut. Als sich nach dem Mittag zunehmend die Sonne zeigte, verlagerte sich das Festgeschehen immer mehr nach draußen. Zusätzliche Bänke und Stehtische wurden aufgestellt und viele Gäste nutzten die trockenen Phasen für einen längeren Aufenthalt im Freien. Begonnen hatte der Tag traditionell mit einem Gottesdienst und der Fahrzeugsegnung. Wegen des Wetters fand der Gottesdienst diesmal allerdings nicht als Open-Air-Veranstaltung statt, sondern in der Kirche St. Pius. „Normalerweise geht der Gottesdienst direkt ins Fest über. Diesmal hat die Diözese entschieden, wegen des Wetters in die Kirche auszuweichen“, war die Erklärung.
Die anschließende Fahrzeugsegnung fand dann im kleineren Kreis am Bürgerhaus statt. Gesegnet wurden dabei die Einsatzfahrzeuge der Wehr. „Das ist bei uns Tradition. Wir hoffen damit natürlich auch, dass unsere Einsatzkräfte immer gesund von ihren Einsätzen zurückkommen“. Neue Fahrzeuge standen diesmal nicht im Mittelpunkt. Die im vergangenen Jahr angeschaffte Drehleiter war bereits separat eingeweiht worden.
Auch für Kinder wurde trotz der schwierigen Wetterlage einiges geboten. Kurzfristig mussten jedoch einige Angebote angepasst werden. Wegen starker Windböen blieb die Hüpfburg zunächst außer Betrieb. „Sicherheit geht natürlich vor. Wir wollen nicht, dass die Hüpfburg am Ende noch durch die Gegend fliegt“, erklärte die Feuerwehr. Stattdessen organisierte die Jugendfeuerwehr spontan ein sogenanntes Schlauchkegeln im Innenbereich. Dabei versuchten die Kinder mit ausgerollten Feuerwehrschläuchen aufgestellte Flaschen umzuwerfen. Zusätzlich konnten Kinder Holzpuzzle bemalen oder sich kleine Anhänger gravieren lassen. Später am Nachmittag ergänzten Kinderschminken, ein Ballonkünstler und das beliebte Zielspritzen mit Feuerwehrschläuchen das Programm.
Damit das Fest reibungslos organisiert werden konnte, waren rund 30 bis 40 Helfer pro Schicht im Einsatz. Insgesamt unterstützten etwa 50 bis 60 Ehrenamtliche die Veranstaltung. Hilfe kam dabei auch von anderen Vereinen aus Obertshausen. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der TGS und der Babbscher“, betonte die Feuerwehr. Gerade wegen des langen Wochenendes sei es nicht einfach gewesen, genügend Helfer zu finden. Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit der Vereine untereinander.
Gegen Abend klang das Fest langsam aus. Trotz des wechselhaften Wetters zog die Feuerwehr am Ende eine positive Bilanz – auch weil viele Besucher dem traditionellen Vatertagsfest die Treue hielten.
(Text: ah)
