Erste „Stille Stunde“ im Offenbacher Telekom-Shop eröffnet

Im Bild (v.l.): Robert-Piotr Becker Parkitny (Leiter des Telekom-Shops Offenbach), Sozialdezernent Martin Wilhelm, Alexandra Parsons (Paritätischer Offenbach), Rainer Marx (Vorsitzender Inklusionsbeirat Offenbach), Dr. Rainer Eckert (Arbeit u. Autismus Rhein-Main). (Foto: privat)

Mehr Ruhe, weniger Reize und ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion im Alltag: Sozialdezernent Martin Wilhelm hat am vergangenen Dienstag  gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Telekom die erste „Stille Stunde“ in einem Offenbacher Telekom-Shop eröffnet. Das Angebot findet künftig jeden Dienstag von 13.30 bis 14.30 Uhr im Telekom-Shop in der Frankfurter Straße 13 statt.


Während der „Stillen Stunde“ werden Beleuchtung, Musik und weitere Reize im Shop bewusst reduziert. Damit soll insbesondere Menschen mit Autismus, ADHS, psychischen Erkrankungen, chronischen Schmerzen oder Long-Covid ein angenehmeres Einkaufserlebnis ermöglicht werden.

„Die ‚Stille Stunde‘ ist weit mehr als eine organisatorische Maßnahme. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Inklusion im Alltag beginnt. Also genau dort, wo Menschen leben, einkaufen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten“, betonte Sozialdezernent Martin Wilhelm bei der Eröffnung.

Wilhelm dankte der Telekom und dem Team des Shops für ihr Engagement: „Sie zeigen, dass gesellschaftliche Verantwortung ganz konkret umgesetzt werden kann: pragmatisch, unkompliziert und mit großer Wirkung für viele Menschen.“

„Mit der Einführung der ‚Stillen Stunde‘ möchten wir dazu beitragen, unseren Shop für noch mehr Menschen zugänglich und angenehm zu gestalten. Kleine Veränderungen können im Alltag einen großen Unterschied machen. Deshalb freuen wir uns, gemeinsam mit der Stadt Offenbach und allen Beteiligten dieses wichtige Zeichen für mehr Inklusion zu setzen“, erklärt Robert Piotr Becker-Parkitny, Leiter des Telekom-Shops.

Ein besonderer Dank galt außerdem Rainer Marx, Vorsitzender des Inklusionsbeirates für Menschen mit Behinderung in Offenbach, der sich seit langem mit großem Einsatz für die Einführung der „Stillen Stunde“ engagiert und die Umsetzung in Offenbach maßgeblich begleitet hat. „Wir sind froh, dass es nun auch in Offenbach in einem Geschäft eine „Stille Stunde“ gibt und hoffen, dass weitere folgen werden. Es sind hierzu nur kleine Veränderungen erforderlich, deren Aufwand im Geschäftsbetrieb nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Die Menschen mit den entsprechenden gesundheitlichen Problemen werden ein reizarmes Einkaufen zu schätzen wissen und dankbar dafür sein!“

Die Stadt Offenbach setzt sich seit vielen Jahren für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe ein. Mit der Einführung der „Stillen Stunde“ wird ein weiterer Baustein für eine inklusivere Stadtgesellschaft geschaffen.

Unternehmen, Geschäfte oder Einrichtungen, die sich ebenfalls an der „Stillen Stunde“ beteiligen möchten, können sich an das Dezernatsbüro wenden: per E-Mail an dezernatiii@offenbach.de oder telefonisch unter 069/8065 3200.

(Text: PM Stadt Offenbach)