
Förderverein der Altheimer Grundschule ermöglicht 9.200-Euro-Kauf
Der Förderverein der Altheimer Regenbogenschule gilt als einer der besonders rührigen seiner Art. Die Unterstützung der Theater-AG und des Musikunterrichts an der Grundschule im Münsterer Ortsteil und der Kauf von Büchern für die Schulbibliothek sind Beispiele für sein Engagement. Voriges Jahr hatte der Förderverein zudem mit der Premiere seines Sponsorenlaufs derart großen Erfolg, dass die Schule vom Erlös ein 9.200 Euro teures Spielgerät bestellen konnte. Vor wenigen Tagen ist es in Betrieb gegangen. „Es läuft ganz gut bei uns“, freut sich Schulleiterin Natascha Heiß. Ein größerer Wunsch bleibt dennoch.
„Wir haben keine Mensa“, sagt Heiß. Und das, obwohl die meisten der derzeit 109 Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen vor Ort und nicht zuhause verzehren. Die Mahlzeit nehmen sie in vier Schichten ein, Jahrgang für Jahrgang. „Die Ausgabe ist im Flur“, schildert die Schulleiterin die momentanen Gegebenheiten. „Gegessen wird in einem Klassenraum.“ In allen vier Jahrgangsstufen bildet die Regenbogenschule momentan zwei Klassen, acht in Summe. Bei acht Klassenräumen im Hauptgebäude und einem, der zum Speiseraum umfunktioniert ist, fehlt zunächst ein Raum. Ersatz schafft deshalb ein Container. Auch die Räume für die Betreuung außerhalb der Unterrichtszeit, die derzeit 78 Kinder in Anspruch nehmen, sind gesondert in mobilen Bauten auf dem Schulhof untergebracht.
Eine „echte“ Mensa zu schaffen, wäre dann auch für den Altheimer Förderverein eine Nummer zu groß und ist letztlich Sache des Landkreises. „Ansonsten sind wir aber für größere Anschaffungen auf den Förderverein angewiesen“, schildert Heiß dessen wichtige Rolle. Das neue Spielgerät im Hof hätte sich die Grundschule aus ihrem normalen Budget nicht leisten können. Der Förderverein hatte für seinen Sponsorenlauf 2025 dann auch explizit die Anschaffung eines Klettergerüsts als Ziel ausgerufen. Dank individueller Gönner, die sich die rennenden Kids selbst suchten, und Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft erlöste die Veranstaltung rund 10.000 Euro.
Damit hatten die Schüler fast schon die Qual der Wahl. Denn in die Gestaltung eines möglichst multifunktionalen Spielgeräts waren sie direkt eingebunden. „Die Sache wurde auch im Schülerparlament besprochen“, berichtet Stefanie Pluto, 1. Vorsitzende des Fördervereins. „Dort wurden drei Modelle zur Auswahl gestellt.“ Zuvor hatte man mehrere Hersteller recherchiert, die die Möglichkeit bieten, Spielgeräte selbst zu konfigurieren. Nicht nur das wöchentlich tagende Schülerparlament, dem pro Klasse zwei Kinder (insgesamt also 16 Erst- bis Viertklässler) angehören, befasste sich mit der Anschaffung. Jeder Schüler durfte letztlich seine Stimme für eins der drei Modelle abgeben.
Mehr als 70 von ihnen wählten den nun aufgebauten Sieger. Das Gerät besteht aus einer Hangelleiter, einer Kletterwand, zwei Rutschstangen sowie Plattformen zum Hochklettern. Ein paar hundert Euro sind vom Sponsorenlauf sogar noch übrig; vom Restgeld soll zunächst noch eine Plakette angebracht werden, auf der die größten Sponsoren genannt werden sollen. Eventuell folgen für den Schulhof noch ein Balancierbalken und ein Schachtisch. Der Denksport wird an der Altheimer Regenbogenschule auch in der Betreuung gespielt. Der Sponsorenlauf soll sich nach der starken Premiere etablieren, allerdings nicht jährlich, sondern alle zwei Jahre im Wechsel mit der Projektwoche.
(Text: jedö)

