
Rund um die Station Mitte in Offenbach, in der künftig die Stadtbibliothek mit größerem Angebot sowie Gewerbe im ehemaligen Kaufhof-Gebäude zu finden sind, wird es akustisch wieder ruhiger. Das Vordach, das in den vergangenen Wochen entfernt wurde, ist fertig abgebrochen. Jetzt konzentrieren sich die weiteren Arbeiten an der Ecke Frankfurter Straße/Herrnstraße für den Umbau des Gebäudes auf das Innere. Von außen werden die Bürgerinnen und Bürger davon – außer dem Baustellenverkehr, der auf der Route der früheren Kaufhof-Anlieferung verläuft – wenig mitbekommen.
Zu sehen ist dann wieder die Aufarbeitung der historischen Sandsteinfassade. „Jetzt, da die Aluplatten entfernt sind, können Passantinnen und Passanten sehr deutlich die drei unterschiedlichen Gebäudeteile erkennen, mit denen das Warenhaus in den vergangenen mehr als 100 Jahren gewachsen ist“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Die Sandsteinfassade war nur auf einem Teil davon aufgebracht. In dem heute freigelegten Ausmaß soll sie nun erhalten und sichtbar bleiben.“
Dazu wird der Sandstein bereits untersucht, so wird unter anderem ein 3D-Aufmass mit allen Beschädigungen erstellt. Außerdem wird die renommierte Expertin Dr. Annette Ritter-Höll, die auch bereits das Gutachten über den Zustand und die Qualität des verwendeten Sandsteins verfasste, nach Offenbach kommen. Sie wurde von der Station Mitte GmbH, eine Tochter der Stadtwerke Offenbach, die den Umbau beauftragt und die Station Mitte später betreiben wird, eingeladen.
Sie soll sich die Beschädigungen anschauen, die die Stahlträger hinterlassen haben, als in den 1960er Jahren die Alu-Fassade des Kaufhofs angebracht wurde. Anschließend wird sie empfehlen, wie damit umgegangen werden soll. Ziel ist es, den historischen Fassadenteil behutsam wiederherzustellen und ihn dauerhaft in das neue Erscheinungsbild der Station Mitte einzubinden.
(Text: PM Stadtwerke Offenbach)

