500 Schülerinnen und Schüler mit selbstgebauten Solarflitzern auf dem Römerberg
Hochkonzentrierte Pilotinnen und Piloten ließen ihre Automodelle über die Rennbahnen surren und im Türkis des Rennbeckens steuerten die Solarboote auf die Ziellinie zu: Stromlinienförmige Rennflitzer, schwimmende Mülltonnen und stolze Dinosaurier sind am Dienstag, 2. Juni, in den Wettstreit um das schnellste Modell-Fahrzeug oder die kreativste Bauweise angetreten. Auf dem Frankfurter Römerberg drehte sich alles um die Antriebe der Zukunft. Zum 17. Mal sind unter dem Motto „Sonne bewegt!“ engagierte Schülerinnen und Schüler mit ihren selbst konstruierten Solar-Fahrzeugen gegeneinander angetreten. Rund 500 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt und Umgebung haben sich dafür im Unterricht mit den Möglichkeiten solarer Antriebstechnik beschäftigt und Ideen für die Mobilität von morgen entwickelt.
Fünf Grundschulen und 13 weiterführende Schulen aus Frankfurt sowie das Robo-Studio als außerschulischer Bildungsanbieter sind in diesem Jahr mit insgesamt 500 Schülerinnen und Schüler beim Solarrennen dabei gewesen – die jüngeren mit selbstgebauten Solarbooten, die älteren mit solarbetriebenen Autos. In beiden Kategorien wurden besondere Konstruktionen prämiert.
Über 60 Boote haben waren in der Solar-Regatta zu sehen und 215 Solarautos sind auf den eigens errichteten Rennbahnen an den Start gegangen. Am Reparaturtisch wurde in Windeseile geklebt und gelötet, um beschädigte Fahrzeuge wieder startklar zu machen. Hier waren Teamwork und Problemlösefähigkeit gefragt. Um Ressourcen zu sparen und nicht benötigte Bauteile weiter zu verwenden, gab es dieses Jahr erstmalig eine Tauschbörse.
In den Rennpausen experimentierten die Schülerinnen und Schüler an den zahlreichen Mitmachstationen des Energiepunkts Frankfurt, der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und von Umweltlernen in Frankfurt. Sie hatten zudem Gelegenheit, bei der Wahl des Publikums-Preises ihre Stimme für das tollste Fahrzeug im Wettbewerb abzugeben.
Nach lautstarkem Anfeuern bei den Finalausscheidungen wurden die schnellsten und kreativsten Fahrzeuge prämiert. Kaya Klein vom Verein Umweltlernen in Frankfurt, Lara-Maria Mohr vom Klimareferat und Daniel Zipf von der VGF überreichten die Urkunden an die strahlenden Siegerinnen und Sieger der einzelnen Wettbewerbskategorien. Die schnellsten Pilotinnen und Piloten haben zudem Qualifizierungstickets für die Deutsche Meisterschaft „SolarMobil Deutschland“ erhalten, die im September in Dortmund stattfindet.
„Das Solarrennen ist mehr als ein Wettbewerb – die Veranstaltung lädt die teilnehmenden Schulen dazu ein, sich im Unterricht intensiv und kreativ mit den Zukunftsthemen Erneuerbare Energien und der Energiewende auseinandersetzen“, erklärte Monika Krocke, Geschäftsführerin von Umweltlernen in Frankfurt.
Ihre Kollegin Rebekka Hartmann, die das Solarrennen bei Umweltlernen organisiert hat, ergänzte: „Die Schüler:innen erleben auch ihre eigene Handlungsfähigkeit und die Freude daran, gemeinsam aktiv zu werden. Das Bundesrennen im Herbst gibt dabei einen zusätzlichen Anreiz, die Konstruktionen weiter zu optimieren. Und die jungen Tüftler:innen tauschen bereits jetzt ihre Ideen aus. Wir unterstützen sie dabei und drücken natürlich die Daumen für einen Frankfurter Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft.“
Die Veranstaltung fand im Kontext des Energiesparprogramms für Frankfurter Schulen des Stadtschulamtes statt und wurde von der VGF und dem Klimareferat der Stadt Frankfurt ermöglicht. Organisiert wurde das Solarrennen von Umweltlernen in Frankfurt.
Eine Liste mit Gewinnerinnen und Gewinnern in den unterschiedlichen Kategorien steht in der vollständigen Pressemitteilung als PDF-Dokument zum Download bereit.
(Text: PM Umweltlernen in Frankfurt)


