38. Mainuferfest Offenbach: Wenn die Stadt zur Flaniermeile wird

Mainuferfest-Impression aus dem Innenhof des Büsingpalais. (Foto: Stadt Offenbach/Katja Lenz)

Rund 100 Vereine gestalten das Fest der Vereine

Am Samstag, 20. Juni und Sonntag, 21. Juni feiern die Offenbacherinnen und Offenbacher ihr liebstes Fest: Beim Mainuferfest verwandelt sich das Kulturkarree rund um das historische Büsingpalais 2026 schon zum 38. Mal wieder in eine bunte Festmeile und wird zum Treffpunkt für alle. Die gelebte Vielfalt der Stadt, in der Menschen aus über 150 Nationen und Kulturen miteinander leben, lässt sich nirgends besser erleben als an diesem Wochenende: Es duftet nach Zuckerwatte, Souvlaki, Samosas oder Gözleme – der Tisch in der weltoffenen Stadt ist reich gedeckt. Neben Kulinarik ist für Unterhaltung und Kurzweil bestens gesorgt. Das Fest beginnt am Samstag um 14 Uhr und endet wie gewohnt um 1 Uhr, Ausschank- und Verkaufsende an den Ständen ist um 0.30 Uhr. Am Sonntag kann von 10 bis 18 Uhr weitergefeiert werden, Ausschank- und Verkaufsende ist dann um 17.30 Uhr.


Fast 100 Vereine gestalten das Fest und informieren über sich und ihre ganzjährige ehrenamtliche Arbeit. Von A wie AIDS-Hilfe bis zum Verein zur Förderung der Fußballabteilung Rosenhöhe 1996 e.V. von Buddhismus über Handarbeit, Schach bis Sport lässt sich so vielleicht sogar ein neues Hobby in netter Gesellschaft entdecken. „Wir sind dankbar und stolz auf unsere Vereinslandschaft. Mit viel Leidenschaft wird dort viel bewegt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und freut sich, dass manche der Offenbacher Vereine schon seit über 30 Jahren beim Mainuferfest dabei sind. „Vereine arbeiten im Ehrenamt und alle Engagierten wissen, dass das auch heißt, persönliche Interessen hintenanzustellen und viel Freizeit für andere Menschen aufzubringen. Ob mit Sport- und Bewegungsangeboten, Singkreisen, beim gemeinsamen Musizieren, das Engagement für Umwelt-, Menschenrechts- und soziale Themen, Traditionspflege und Bildung – unsere Stadtgesellschaft wäre um einiges ärmer, gäbe es diese Vereinslandschaft nicht. Das Fest ist daher beides: eine Anerkennung und Dankeschön für die ganzjährige Arbeit und eine Einladung an alle Besucherinnen und Besucher, sich begeistern und vielleicht sogar anstecken zu lassen, selbst aktiv zu werden.“

89 Vereine haben sich für das von der Offenbacher Stadtmarketinggesellschaft organisierte Fest angemeldet. Neben Präsentation und Information steht das Kennenlernen im Vordergrund, im Gespräch am Stand oder beim Zusammenrücken auf der Bierbank und natürlich die Kulinarik: So gibt es neben der klassischen Bratwurst, wie sie beispielsweise am Stand der ASB-Jugend in der Herrnstraße auf dem Rost schmort, ein paar Meter weiter griechische Souvlaki, portugiesischen Pulpo und Vinho Verde, türkische Baklava, italienische Dolci, kroatische Cevapcici und viele weitere Köstlichkeiten aus den 160 in Offenbach lebenden Nationen. Dazu kommen Mitmach- und Kennenlernangebote, mit denen die Vereine auf dem Festgelände auf der Mainstraße zwischen Herrnstraße und Kirchgasse für sich und ihre Arbeit werben.

Aber auch Stadt und Stadtwerke nutzen die Gelegenheit und informieren über aktuelle Projekte: So stellen Wirtschaftsförderung und Stadtbibliothek am Samstag das Leuchtturmprojekt der Station Mitte als Teil des Zukunftskonzepts Innenstadt vor. Die Stadtbibliothek ist zudem mit Jugend hackt und Robotik vertreten. Am Sonntag laden die Stadtwerke zu Gesprächen über Stadtgrün und zum aktiv werden ein. Ob mit oder ohne grünen Daumen, erfahren Bürgerinnen und Bürger dann, wie sie sich bei der Pflege und Gestaltung von Grünflächen einbringen können.

Bunt, jazzig und kreativ: Die Kulturmeile in der Herrnstraße

Auf der Kulturmeile in der Herrnstraße präsentieren sich die Abteilung Singen und Projekte wie die Initiative Hauptbahnhof, der Verein Soziale Plastik mit dem Waggon am Mainufer, der Digital Retro Park, die Internationale Philipp-Mainländer-Gesellschaft, die Rhein-Main-Vokalisten e.V., der Heinrich-Heine-Club, die Geschichtswerkstatt, der Theaterclub Elmar, das Ensemble Theateratelier Bleichstraße 14 H, das Stadtmagazin „Mut&Liebe“ und die Jugendkunstschule. Mit einem Stand vertreten ist auch das Forum Kultur, dort informieren das Amt für Kulturmanagement, das Haus der Stadtgeschichte, das Klingspor Museum, die Stadtbibliothek, SCAPE° und das Deutsche Ledermuseum gemeinsam über Veranstaltungen sowie das kunst-, kultur- und musikvermittelnde Programm der Stadt Offenbach. Darüber hinaus werden kostenfreie Workshops für Kinder und Erwachsene angeboten.

Unbedingt Teil der Kulturmeile ist der Jazz e.V., der sich wie gewohnt mit einem ausgewählten Programm auf der Bühne im Lilipark präsentiert: Am Samstag eröffnet das Florian Enwerem Quartett um 14.30 Uhr das Programm mit bekannten Titeln von Chick Corea, Pat Metheny, Casiopea und anderen. Ab 17 Uhr präsentiert Jazz e.V. Now die Haus- und Sessionband Sonic Air Band, um 20 Uhr geht es mit Backroots – 45 Jahre Bluesrock vom Feinsten weiter.

Am Sonntag, 21. Juni, um 12 Uhr ist mit der Big Band Erzhausen eine Band zu Gast, die mit ihrem Repertoire nicht nur Jazzfreunde glücklich macht. Ab 14.15 Uhr dann Frank Spannaus am Piano, begleitet von seinen musikalischen Weggefährten Sven Claussen und Uli Claussen sowie Kai Honetschläger mit Klassikern und aktuellen Kompositionen. Stirfried à la carte servieren S.T.I.R ab 16.15 Uhr mit Funky Latin Jazz.

Vereinspräsentationen und Livemusik im Innenhof des Büsingpalais

Herzstück des Festes ist die Bühne im Innenhof des Büsingpalais, die von den Vereinen an beiden Tagen mit lebendigen Einblicken in deren Arbeit bespielt wird. Eröffnet wird das Programm am Samstag, 20. Juni, um 14 Uhr von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, anschließend lädt die Griechische Gemeinde mit Volkstänzen in die Ägäis. Weil Distanzen in Offenbach keine sind, stellt sich danach der Kurdische Frauenverein Sara mit einigen traditionellen Tänzen vor. Ausgezeichnet, mit dem Kulturpreis der Stadt nämlich, geht es um 14.50 Uhr mit einem Showtanz der Offenbacher Stadtgarde weiter, der 1982 gegründete Tanzsportverein ist für Formationen wie Icebreakers mit ihrer markanten Guggemusik oder die Glamour Girls bekannt. Anschließend übernimmt das Asamblu de Datini si Folclor Busuiocul mit Musik und Tanz, ihnen schließt sich die Kindertanzgruppe des serbischen Kulturzentrums an. Mit einer orientalischen Show und einer HipHop-Einlage gibt die Locomotion gGmbH Einblick in ihr breites Angebot, um 16 Uhr lädt „In Bewegung“ zum Zumba-Tanz. Mit Live-Musik des Vereins für Sozialkultur und Bildung Mosaik e.V. endet das Bühnenprogramm gegen 17 Uhr für eine Umbaupause.

Punkt 19 Uhr heißt es dann „Are you ready to party?“ und wer würde bei Buzzing Basement die Frage mit Nein beantworten? Mit Klassikern aus Rock, Pop, Soul und Funk der letzten vier Jahrzehnte von Chaka Khan, Mothers Finest, Daft Punk, Tina Turner, Moloko und vielen anderen mehr bringen die vier Musiker und zwei Sängerinnen den Innenhof zum Kochen und Mitsingen.

Besinnlich startet das Bühnenprogramm am Sonntagmorgen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, gestaltet vom Arbeitskreis Christlicher Kirchen Offenbach. Ab 13 Uhr geht es dann richtig los, mit Gesängen der Wildbachschule, der Frei-religiösen Gemeinde und dem ukrainischen Chor Witannja. Spätestens beim Auftritt der BigBand der Musikschule Offenbach um 13.45 Uhr sind dann auch die letzten wach. Sie spielen Klassiker und Evergreens, bis sie um 14.45 Uhr vom serbischen Kulturzentrum abgelöst werden. Was ein Haken ist, weiß jeder, aber wie man ihm am geschicktesten ausweicht und dem Gegner einen Punch versetzt, zeigt der Box-Club Nordend bei seiner kurzen Vorführung um 15 Uhr. Dass die griechische Kultur mehr als Sirtaki kennt, zeigt die Vorführung der Griechischen Gemeinde mit ihrer Auswahl an Volkstänzen. Singen ist ein wunderbares Hobby, erst recht, wenn es in Gemeinschaft ausgeübt wird: es verursacht keine Kosten, erfordert kein Instrument und setzt Glückshormone frei. Das beweist Abteilung Singen e.V. ab 15.35 Uhr. Ihnen folgen die Tänzerinnen und Tänzer des portugiesischen Vereins Rancho Folclorico „Santa Marta“, anschließend geht es mit dem Griechischen Elternverein nochmal kurz zurück auf die Peleponnes. Und nochmal eine extra Portion Glückshormone fließen, wenn die Rhein-Main-Vokalisten ihre Lieder anstimmen. Der 2000 gegründete Chor beherrscht ein großes Repertoire geistlicher wie weltlicher Literatur aus allen Epochen und Stilrichtungen. Bevor die Stadtgarde um 17.05 Uhr mit Guggemusik das Programm beschließt, präsentiert sich die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde e.V. mit Tanz und Volksmusik.

Durch das Programm führt an beiden Tagen wieder Simon Isser.

Das Festgelände ist mit dem Fahrrad, Bus und Bahn einfach zu erreichen. Eine Anreise mit dem Auto ist selbstverständlich ebenfalls möglich, Parkplätze stehen in den umliegenden Parkhäusern in der Innenstadt zur Verfügung.

Samstag, 20. Juni, von 14 bis 1 Uhr (Ausschank- und Verkaufsende um 0.30 Uhr) und Sonntag, 21. Juni von 10 bis 18 Uhr (Ausschank- und Verkaufsende um 17.30 Uhr).

Weitere Infos unter www.offenbach.de/mainuferfest.

(Text: PM Stadt Offenbach)