Mehr Reinigung, weniger Graffiti und Kontrolle von Werbeanlagen in Offenbach

Kaum gereinigt, schon mit Blumenketten geschmückt. Der Offenbach Schriftzug erstrahlt in frischem Glanz. (Foto: Stadt Offenbach)

Task Force geht typischen Ärgernissen in der Innenstadt nach

Eine lebendige und vielfältige Innenstadt zu erhalten – daran arbeitet die Stadt Offenbach mit den Projekten des Zukunftskonzepts Innenstadt, zu denen etwa der Umbau des früheren Kaufhof-Gebäudes zur neuen Station Mitte oder mehr Grün in der Fußgängerzone gehört. Richtig attraktiv ist der öffentliche Raum jedoch erst, wenn er auch aufgeräumt und sauber ist: Zu den Herausforderungen zählen daher auch die vielen kleineren Missstände, die immer wieder im öffentlichen Raum auftauchen und beseitigt werden müssen. Um schneller reagieren zu können und dauerhaft den Blick auch auf kleine Verbesserungen zu lenken, ist seit gut zwei Jahren die „Task Force Innenstadt“ im Einsatz. Sie umfasst Verantwortliche des Ordnungsamtes, des City Managements, des Stadtservices, des Amtes für Planen und Bauen sowie die städtische Bauaufsicht und die Stabsstelle Sauberes Offenbach. Denn für manche Herausforderungen sind mehrere städtische Stellen zuständig. Um hier klar und schnell zu reagieren, hilft es die Fälle gemeinsam zu besprechen. Dafür kommen die Zuständigen monatlich zusammen.


„Es geht der Task Force um die vielen kleineren Dinge, die wir möglichst schnell abstellen oder verbessern möchten“, sagt Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. „Das betrifft zum Beispiel die Auslagen vor den Geschäften, die Nutzung der Papierkörbe, das Reparieren loser Gehwegplatten, das Beseitigen von Schmierereien oder das unerlaubte Einfahren in die Fußgängerzone – Herausforderungen also, die alle großen Städte haben“, so Weiß. „Ein Patentrezept dagegen gibt es nicht: Zweifellos muss regelmäßig kontrolliert werden. Doch Ordnungsamt und Stadtpolizei können nicht überall gleichzeitig sein. Deswegen haben wir mit der Task Force eine Struktur geschaffen, in der die Verantwortlichen von Stadtverwaltung und Stadtwerke regelmäßig zusammenkommen, um koordiniert und gezielt Missstände zu beseitigen.“

Im Zuge dieser gemeinsamen Arbeit hat der Stadtservice in den vergangenen Monaten bereits auf wiederholt überquellende private Mülltonnen reagiert und die Leerungen in der Fußgängerzone optimiert. Die Reinigungsintervalle auf dem Marktplatz und auf dem neuen „Pocket-Park“ an der Herrnstraße / Ecke Stadthof wurden neu abgestimmt, das Gehwegpflaster vor dem Sheraton-Hotel repariert und die beliebten roten Stühle auf dem Aliceplatz gereinigt und teilweise ersetzt. Zu großem Unmut hatte in der Vergangenheit die Verschmutzung der Treppen-Abgänge zu den Tiefgaragen geführt: Die Treppe zur Rathaus-Tiefgarage wird mittlerweile alle zwei Wochen tiefengereinigt und auch für die Reinigung der Abgänge zur Tiefgarage unter dem Hugenottenplatz hat die Stadt nun die Genehmigung des Eigentümers, der den Reinigungsaufforderungen nicht im gewünschten Maße nachgekommen war. Die Reinigung soll vorerst monatlich erfolgen, währenddessen prüft der Eigentümer eine Zugangsbeschränkung für die Treppenabgänge.

Ein weiteres Ärgernis war und sind die immer wieder auftauchenden Schmierereien an Hauswänden und Stadtmöbeln: So hat der Stadtservice in den zurückliegenden Monaten beispielsweise die Pflanzkübel auf dem Hugenottenplatz mit Hochdruckreiniger gereinigt, der Kiosk am Aliceplatz wurde neu gestrichen und in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und Mietern wurden die Graffiti an den Schaufenstern des KOMM-Centers, im Bereich der Douglas-Drogerie und des ehemaligen Postgebäudes gegenüber dem KOMM wiederholt entfernt. „Das ist manchmal eine Sisyphus-Arbeit“, merkt der für den Stadtservice zuständige Stadtkämmerer Martin Wilhelm an: „Kaum ist etwas entfernt, tauchen wieder neue Tags und Schmierereien auf – ein echtes Ärgernis auch für die Hauseigentümer. Deshalb bleiben auch wir hier am Ball und entfernen diese Schmierereien immer wieder aufs Neue, um es auch für die Sprayer möglichst unattraktiv zu machen.“

Für das Verteilerhaus auf der Wilhelmsplatz-Südseite laufen derzeit Gespräche zwischen der EVO und der Stadt. Der OFC ist bereit, eine neue Gestaltung anlässlich seines 125. Jubiläums zu übernehmen. In der Sache einer so nicht genehmigten Werbeanlage eines Geschäftes in der Frankfurter Straße laufen die Gespräche mit dem Eigentümer – die Leuchtreklame muss bis auf weiteres ausgeschaltet bleiben. Im Zuge der Kontrolle nicht genehmigter Werbeanlagen laufen zudem mehrere weitere rechtliche Anhörungen, in einigen Fällen ist der Rückbau beziehungsweise ein satzungskonformer Umbau erfolgt. In Vorbereitung ist außerdem die geplante Reparatur loser Pflastersteine vor der Tiefgarage am Rathaus sowie der Ersatz fehlender Papierkörbe am Platz der Deutschen Einheit und am City Tower. Ebenfalls in Planung sind Kontrollen der Sondernutzungsflächen für die Außengastronomie. Die Problematik der unzulässigen Einfahrt in die Fußgängerzone mit dem Auto soll mittelfristig beseitigt werden – durch den für nächstes Jahr geplanten Einbau versenkbarer Poller.

Zu den weiteren Maßnahmen der Task Force in der Vergangenheit zählen die Beleuchtung der Tiefgaragen-Zufahrt des Kaufhauses M.Schneider, die Vereinbarung mit der Deutschen Telekom zum sukzessiven Abbau der Telefonsäulen in der Innenstadt, die Prüfung von Maßnahmen zur Verbesserung verunreinigter Bereiche an der Ecke Herrnstraße/Geleitsstraße, der Austausch und das Ersetzen von Papierkörben, die Anpassung von Reinigungsintervallen von Gehwegen und Radabstellbereichen, der Neuanstrich von Verteilerkästen und die Kontrolle, ob Warenverkaufsständer ordnungsgemäß aufgestellt wurden.

Bürgerinnen und Bürger können den Offenbacher Mängelmelder über die Offenbach App nutzen oder auf der Seite der Stadt unter www.offenbach.de/maengelmelder.

(Text: PM Stadt Offenbach)