Eppertshäuser Parlament beschließt höhere Zuschüsse für Kindertagespflege

m „Haus Valentin“ betreuen zwei Kindertagespflege-Personen bis zu zehn Kinder im Krippenalter. Dies bezuschusst die Gemeinde ab August ebenso stärker wie das Betreuungsangebot einer weiteren „Tagesmutter“ in heimischen Räumen. (Foto: jedö)

Die Kindertagespflege-Personen in Eppertshausen erhalten ab August mehr Geld von der Gemeinde. Dies hat das Ortsparlament in seiner ersten „Arbeitssitzung“ der neuen Wahlperiode beschlossen. Über die Höhe der künftigen Zuschüsse gab es in der Gemeindevertretung vor der Entscheidung jedoch einige Verwirrung – obwohl es nur um drei Zahlen ging.


Zunächst als Überblick: Neben der Betreuung von Kindern unter drei Jahren in den Krippen der beiden Kitas Sonnenschein und St. Sebastian kümmern sich in Eppertshausen derzeit auch drei „Tagesmütter“ (wie die Kindertagespflege-Personen im Volksmund heißen) um U3-Kids. Zum einen Claudia Schroth, die die klassische Betreuungsart in heimischen Räumen anbietet; zum anderen Mihriban Incedalkesen und Kim Fletcher, die ihre beiden Gruppen (eine Gruppe darf in der Kindertagespflege maximal fünf Kinder haben) im „Haus Valentin“ am südlichen Ortsrand betreuen.

In der ehemaligen Gaststätte handelt es sich um ein eher seltenes Konstrukt: Die Gemeinde Eppertshausen hat die zur Betreuung von zwei Gruppen umgebaute Immobilie gemietet und überweist dem Eigentümer dafür monatlich 1.500 Euro Kaltmiete. Incedalkesen und Fletcher dürfen das Objekt fast kostenlos für ihre Arbeit nutzen, tragen dort lediglich die Nebenkosten – was sie freilich auch zuhause tun müssten. Bei Vollbelegung mit zehn Kindern unterstützt die Gemeinde im Haus Valentin das Betreuungsangebot monatlich also allein durch die Miete mit 150 Euro pro Kind.

Dazu kommen künftig weitere 100 Euro pro (Eppertshäuser) Kind und Monat. Bislang gab es für die Betreuung im Haus Valentin keinen Extrazuschuss, um den Incedalkesen und Fletcher vor wenigen Monaten aber gebeten hatten. Beide wohnen nicht im Ort und tragen unter anderem gestiegene Spritkosten. Auch aus Sorge, sie könnten ihr Angebot im Haus Valentin aus wirtschaftlichen Gründen einstellen, beschloss die Gemeindevertretung einstimmig das Extra-Geld.

Für Schroth wiederum – und alle potenziellen künftigen Pflegepersonen mit heimischen Räumen – beschloss das Parlament einen künftigen Zuschuss von 200 Euro pro Kind und Monat. In der Sitzungsvorlage war von 150 Euro die Rede gewesen, auch im Ausschuss fielen offenbar unterschiedliche Zahlen. In der Sache – und letztlich auch in der Summe – waren sich CDU, SPD und FDP aber einig. Die neue Regelung befristeten sie zunächst bis Ende 2027.

(Text: jedö)