Offenbach: Stadtservice-Mitarbeitende kämpfen gegen die Hitze

(Symbolfoto: J_Blueberry auf Pixabay)

Es sind Temperaturen zum Asphalterweichen: Bis zu 40 Grad stehen in Offenbach an. Und während alle, denen es möglich ist, einen Gang runterschalten, luftige Kleidung tragen und Schatten, abgedunkelte Räume und die Nähe von Klimageräten suchen, sind die operativen Mitarbeitenden des Stadtservices der Stadtwerke Offenbach weiter draußen unterwegs: Sie ziehen miefende und schwere Mülltonnen in der prallen Sonne zum Müllwagen, kehren aufgeheizten Asphalt und Gehwege, reparieren kaputte Infrastruktur ohne rettenden Schatten und leeren in der Mittagshitze Papierkörbe. Bei ihren heißen Jobs müssen sie zudem Schutzkleidung wie Warnwesten und Hosen mit langen Beinen tragen – ein Gedanke, bei dem sich viele Poren automatisch öffnen. Doch diese Kleidung dient nicht nur der besseren Sichtbarkeit, sie schützt auch vor Sonnenbrand.


Es gibt aber auch Erleichterung: Wasser wird vom Stadtservice selbstverständlich unbegrenzt zur Verfügung gestellt, ebenso Sonnenschutzcreme, und es wird von allen Vorgesetzten nochmals darauf hingewiesen, von beidem Gebrauch zu machen. Außerdem werden Kappen mit Nackenschutz bereitgestellt. Zusätzlich bekommen alle, die draußen arbeiten müssen, spezielle Hitzeschutztücher. Diese werden angefeuchtet in den Nacken gelegt und kühlen dann für längere Zeit.

„Es ist ein ungeheurer Kraftakt für die Angestellten bei der Müllabfuhr, der Straßenreinigung, der Straßenunterhaltung und im Grünwesen, die auch bei diesen ungewöhnlichen Hochsommertemperaturen weiter ihrer regulären Arbeit nachgehen müssen“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Umso schöner ist es zu hören, dass es viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die immer mal ein paar freundliche Worte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und diese Leistung auch anerkennen.“

Der Stadtservice passt wo immer möglich während der Hitzewelle zudem die Arbeitszeiten an: „Wir können aber den Dienstbeginn nicht unbegrenzt nach vorne verlegen“, sagt Heiko Linne, Betriebsleiter der ESO Stadtservice GmbH. „Zum einen haben wir unter unseren Kolleginnen und Kollegen viele Eltern, die die eingespielten Betreuungszeiten für ihre Kinder nicht einfach verändern können. Und zum anderen ist unsere Arbeit oftmals mit Lärm verbunden. Wir können beispielsweise nicht um fünf Uhr morgens die Mülltonnen leeren, während die Bürgerinnen und Bürger bei weit geöffneten Fenstern noch versuchen zu schlafen.“

(Text: PM Stadtwerke Offenbach)