Ob im Naturschutz, der Umweltbildung oder der Energieeinsparung: Im Hochtaunuskreis wird Klimaschutz großgeschrieben. Das zeigt auch die jährliche Verleihung des Klimaschutzpreises. Bereits zum fünften Mal wird 2026 das vielfältige Engagement von Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern oder Organisationen in Sachen Klimaschutz ausgezeichnet.
Noch bis zum 15. September sind Vorschläge und Bewerbungen möglich – und das recht unkompliziert. Auf maximal vier DIN-A4 Seiten sollte das Engagement beschrieben sein und begründet werden, wieso das Projekt mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet werden sollte. Um Details zu verdeutlichen, können zusätzlich zum Text gerne Fotos oder Skizzen beigefügt werden. Auch Videoeinsendungen sind willkommen.
Für den Wettbewerb zugelassen sind alle Aktivitäten, Leistungen oder Projekte, die den Klimaschutz im Hochtaunuskreis fördern, die selbst zum Klimaschutz beitragen oder die für das Thema Klimaschutz sensibilisieren. Voraussetzung ist lediglich, dass der Wohnsitz, Arbeitsort oder Geschäftssitz der Initiative im Hochtaunuskreis liegt und das eingereichte Projekt, die Leistung oder Aktivität (auch) zwischen dem 1. Juni 2025 und dem 30. Mai 2026 stattgefunden hat. Denn selbstverständlich sind auch Projekte zugelassen, die schon länger im Taunus verwurzelt sind und in den vergangenen 12 Monaten weiter mit Leben gefüllt wurden. Verbunden mit der Anerkennung der jeweiligen Leistung für den Klimaschutz im Hochtaunuskreis ist auch eine Geldprämie für die drei Plätze. Diese beträgt 5.000, 2.000, beziehungsweise 1.000 Euro.
Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr wirbt für die Teilnahme: „Es gibt im Hochtaunuskreis mehrere Dutzend tolle Initiativen, die mit ihrem Engagement auf vielfältige Weise ganz konkret zum Klimaschutz beitragen. Meine Bitte an die Menschen hinter den Projekten ist: Machen Sie Ihre wertvolle Arbeit durch eine Bewerbung um den Klimaschutzpreis noch bekannter. Zeigen Sie mit einer Bewerbung Gesicht, animieren Sie Menschen zum mit- und nachmachen.“
Auch Bewerbungen, die in den vergangenen Jahren bei der Kür der Sieger nicht zum Zug gekommen sind, können erneut ins Rennen geschickt werden. Thorsten Schorr betont: „Die Auswahl der Sieger ist für die Jury jedes Jahr äußerst schwierig und niemals eine Entscheidung gegen ein bestimmtes Projekt.“
Die Richtlinien zum Klimaschutzpreis finden sich unter https://www.hochtaunuskreis.de/Nachhaltigkeit-Klimaschutz/Klimaschutzpreis/. Bewerbungen können per E-Mail an klimaschutzpreis@hochtaunuskreis.de oder postalisch übersendet werden. Die Anschrift lautet: Hochtaunuskreis – Der Kreisausschuss, Stabsstelle Mobilität, Klimaschutz, nachhaltige Kreisentwicklung und Umweltbildung, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg.
Die Vorjahressieger
Im vergangenen Jahr konnten drei bemerkenswerte Projekte für ihren Einsatz von der fachkundigen Jury – bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen der Verwaltung, Politik und des Naturschutzbeirats – ausgezeichnet werden. Die Interessensgemeinschaft (IG) Nachhaltigkeit der Sozialen Stadt Steinbach landete auf dem ersten Platz. Die IG setzt sich für vielfältige Klimaschutzprojekte in Steinbach ein. Mit dem Preisgeld sollen die Pläne nun direkt in die Tat umgesetzt werden: Der Selbstbau eines Fahrradanhängers zum Transport von Lasten, ein Balkonkraftwerk auf dem Stadtteilbüro mit Leistungsanzeige und die Anschaffung von Geräten zur Pflege der Streuobstwiese am Nicolaiweg in Steinbach.
Den zweiten Platz und damit 2.000 Euro gewann die Kooperation zwischen der Initiative Herzenswald Schmitten und der Accadis-Bildungseinrichtung, die sich zusammen für die Aufforstung des Waldes rund um Schmitten einsetzen, der unter Hitze- und Trockenstress leidet und auch durch Borkenkäferbefall massive Schäden erlitten hat. Ihren Teil des Preisgeldes hat der Herzenswald Schmitten für den Schutz von jungen Bäumen verwendet und hierfür ein Mittel erworben, welches das Wild durch Geruch und Geschmack effektiv von den Neuanpflanzungen fernhält. Zudem wurden kindgerechte Spaten und Schaufeln angeschafft, damit auch die kleinen Helfer tatkräftig bei der Aufforstung unterstützen können.
Für ihr Engagement in der Umweltbildung wurde zudem der Verein Schulacker Wehrheim ausgezeichnet, der Schülerinnen und Schülern aus Wehrheim landwirtschaftliche Kenntnisse besonders praxisnah auf dem zur Verfügung gestellten Schulacker vermittelt.
(Text: PM Hochtaunuskreis)

