Ferienfreizeiten in Rödermark: Über 300 Kinder feiern ein großes Jubiläum

211 Kinder machten bei der Stadtranderholung in Waldacker (Bild links) mit. Am Freitag ging es für die Gruppen auf Zeitreise. Die Bulaufreizeit (Bild rechts) endete am Samstag mit einem Abschlussfest, bei dem es unter anderem verschiedene Spielangebote gab. (Fotos: PS)

Die Klassiker haben einmal mehr geliefert: Sowohl bei der Stadtranderholung in Waldacker als auch bei der Bulaufreizeit herrschte eine Woche lang beste Stimmung. Über 300 Kinder hatten in der ersten Ferienwoche ihren Spaß. Die beiden Freizeiten von St. Nazarius und St. Gallus standen ganz im Zeichen des 50-Jahre-Jubiläums, das in Waldacker und auf der Bulau gefeiert wurde.


211 Sechs- bis Dreizehnjährige machten bei der Stadtranderholung mit. Das waren 40 Kinder mehr als im vergangenen Jahr. Hinzu kamen 64 Betreuer und ein zwölfköpfiges Küchenteam. Leiter Colin Falk freute sich, dass es pünktlich zum Start der Stadtranderholung mit der Hitze vorbei war. Während den Helfern beim Aufbau am Wochenende noch die extremen Temperaturen zu schaffen machten, hatten die Kinder während der Freizeit deutlich angenehmeres Wetter. „Der Aufbau war schon anspruchsvoll bei weit über 30 Grad, ab Montag war es dann aber vom Wetter her perfekt“, sagte Marcel Kopp vom Verwaltungsrat der Gemeinde.

Das 50-jährige Jubiläum war während der Woche natürlich immer wieder Thema. Es gab jeweils ein Tagesmotto, das in den vergangenen 50 Jahren schon einmal Thema war: Karneval, Märchen, Kreuzfahrt oder Zeitreise. An jedem Tag hat einer der früher Verantwortlichen die Leitung, vom heutigen Bürgermeister Jörg Rotter über Steffen Reichert, Max von der Heyde, André Pradel und Mika Wohlrab bis hin zu Luis Rebmann. „Das ist schon eine coole Truppe“, sagte Rebmann, der 2017 bis 2019 die Stadtranderholung geleitet hatte und für einen Tag gerne in diese Rolle zurückkehrte.

Bei der Andacht am Samstag und der anschließenden Abschlussparty mit mehreren hunderten Besuchern dankte Diakon Eberhard Utz allen Mitwirkenden. Die Organisatoren der Stadtranderholung hatten unter anderem alle eingeladen, die in den vergangenen 50 Jahren im Betreuerteam mitmachten. Im vergangenen halben Jahrhundert haben rund 6.500 Kinder an der Stadtranderholung teilgenommen. Beschwerden von einzelnen Anwohnern blieben auch in diesem Jahr nicht aus. „Wir haben aber einen breiten Zuspruch“, freute sich Marcel Kopp. Die Stadtranderholung hat im Jubiläumsjahr über 8000 Euro an Spenden erhalten, Hauptspender war der TC Waldacker. Das Geld fließt unter anderem auch in Dankeschön-Veranstaltungen für die Teamer. „Wir müssen die Gruppe ja auch das Jahr über zusammenhalten“, berichtete Kopp.

Bürgermeister Jörg Rotter überreichte sowohl in Waldacker als auch auf der Bulau Schecks im Wert von jeweils 1.000 Euro. Geld, überbracht als Zeichen der Anerkennung im Namen der kommunalen Verwaltung sowie der Sparkasse Darmstadt und Dieburg. Die Freizeit sei in all den Jahren über die Generationen hinweg getragen worden, sagte Jörg Rotter am Samstag beim Abschluss der Bulaufreizeit. Die Kinder würden sich ihre Gruppenleiter zum Vorbild nehmen und dann teilweise später selbst als ehrenamtliche Helfer zur Freizeit zurückkehren. Die Arbeit sei wichtig und sehr wertvoll, lobte der Bürgermeister. Rund 5300 Kinder haben in den 50 Jahren Bulaufreizeit mitgemacht.

103 Sieben- bis Vierzehnjährige und 32 engagierte Menschen im Betreuerstab waren auf der Bulau in diesem Jahr mit dabei. Pfarrer Klaus Gaebler dankte bei den Abschlussfeierlichkeiten am Samstag mit einem Segen dem Helferteam, allen voran der Lagerleitung mit Larissa Weiser, Janina Hartmann, Liviana Klappich und Christian Klappich. Lautstarker Gesang der Kinder, eine Tanzvorführung und Livemusik mit Jonas Fisch rundeten den Abschluss einer ereignisreichen Woche ab. Beim Finale wurden auch wieder die Gruppen ausgezeichnet. In die Bewertung flossen unter anderem der Lagerbau im Wald, das Bulauquiz und die Stadtrallye ein. Die Teilnehmer der Freizeit unternahmen auch wieder einen Ausflug zur Lochmühle.

Mit der Stadtranderholung und der Bulaufreizeit ist der Rödermärker Feriensommer auf Touren gekommen. Nun folgen zahlreiche Termine und Aktivitäten unter Federführung der Stadtverwaltung und einer Handvoll örtlicher Vereine. Auch das Jugendzentrum am Motzenbruch in Ober-Roden klinkt sich ein. Dort ist die Kern-Zielgruppe der 10- bis 17-Jährigen bei freiem Eintritt an jedem Werktag von 11 bis 18 Uhr willkommen. Es gibt ein abwechslungsreiches Programm, das die Youngster basisdemokratisch mitbestimmen und -gestalten. Ein Ausflug in den Europapark im badischen Rust am 6. August und eine „Lange Zockernacht“ zum Ausklang der Ferien am 7. August runden das Spektrum ab. Wer sich näher informieren möchte, greift zum Telefon (06074 911-656) oder schreibt eine E-Mail an die zuständigen Planer: ferienanmeldungen@roedermark.de.

(Text: PS)