Stadtrat Michael Kolmer ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, private Bäume ebenso wie Stadtbäume regelmäßig zu bewässern
Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit leiden Stadtbäume, darunter besonders Jungbäume und sehr alte Exemplare, und private Gärten unter fehlenden Niederschlägen. Grünflächen- und Umweltdezernent Michael Kolmer richtet daher den Blick auch auf die Bäume in privaten Gärten: „Auch diese leisten einen wichtigen Beitrag für ein gutes Stadtklima. Sollte es den Bürgerinnen und Bürgern möglich sein, möchte ich sie bitten, diese Bäume ausreichend zu bewässern. Der Rasen erholt sich nach trockenen Phasen schnell. Er ist unser dankbarer Begleiter. Bei den Bäumen hingegen sind Trockenheitsschäden nicht einfach rückgängig zu machen.“
Falls darüber hinaus Kapazitäten und die Bereitschaft bestehen, freut sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt über Unterstützung bei der Bewässerung von Stadtbäumen in der jeweiligen Nachbarschaft. Ideal zur Bewässerung sind etwa 100 Liter Wasser pro Baum in der Woche, doch auch jede andere Menge hilft in der aktuellen Stresssituation.
Die Stadt versorgt jährlich rund 1.400 Jungbäume regelmäßig mit Wasser. Je nach Witterung und Bedarf werden zusätzlich Altbäume und Bäume an besonders schwierigen Standorten bewässert. Das Grünflächenamt hat dazu ein Messnetz mit fünfzig Sensoren über das Stadtgebiet ausgerollt, welche die Bodenfeuchte messen. Dies ermöglicht die zielgenaue und standort- sowie bodenangepasste Bewässerung. So werden pro Saison je nach Witterung 8 bis 16 sogenannte „Wassergänge“ gefahren. In diesem Jahr ist davon auszugehen, dass am oberen Limit bewässert werden muss.
Wichtig zu wissen ist, dass nur sauberes, unbelastetes Wasser (Trink- oder Regenwasser) verwendet wird; Pool- oder verunreinigtes Brauchwasser ist nicht geeignet. Zugleich ist es wichtig und richtig sparsam und verantwortungsvoll mit Wasser umzugehen.
„Jeder Liter, der sinnvoll eingesetzt wird, schont letztlich die Ressourcen und hilft, die grüne Lunge der Stadt und damit das Klima zu erhalten. Ein abgestorbener Baum bedeutet nicht nur einen Verlust für das Stadtgrün, sondern verursacht auch hohe Kosten für Ersatzpflanzungen,“ so Kolmer.
(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)


