Magistrat Frankfurt beschließt kommunale Wärmeplanung

(Symbolfoto: Thomas Breher auf Pixabay)

Stadtverordnetenversammlung soll Anfang Oktober über strategischen Rahmen für die Wärmeversorgung entscheiden

Fernwärme, Wärmepumpe oder andere klimafreundliche Lösungen: Welche Wärmeversorgung künftig in welchem Quartier sinnvoll ist, zeigt die kommunale Wärmeplanung der Stadt Frankfurt. Sie schafft Orientierung für die langfristige Entwicklung der Wärmeversorgung und bildet die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Der Magistrat hat die vom Dezernat für Klima, Umwelt und Frauen vorgelegte Planung jetzt beschlossen. Die abschließende Entscheidung über die Planung trifft die Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich am Donnerstag, 1. Oktober.


„Ich freue mich, dass wir die fachliche Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung erfolgreich abschließen konnten und der Magistrat den Weg für die politische Beratung freigemacht hat. Viele Bürger:innen und Unternehmen brauchen verlässliche Orientierung für ihre Investitionsentscheidungen. Genau das bietet die kommunale Wärmeplanung. Sie zeigt, welche Lösungen in den einzelnen Stadtteilen langfristig sinnvoll sind. Damit schaffen wir den strategischen Rahmen für eine klimaneutrale, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung in Frankfurt“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Die Wärmeplanung beschreibt die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete und enthält einen Maßnahmenkatalog für die schrittweise Transformation der Wärmeversorgung in Frankfurt. Dazu gehören unter anderem die energetische Sanierung von Gebäuden, der Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme, die Vorbereitung weiterer klimafreundlicher Wärmenetze, der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen sowie die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen.

Unabhängig von der Wärmeplanung werden bereits viele der dort beschriebenen Maßnahmen umgesetzt oder vorbereitet. Dazu zählen der Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme, die Vorbereitung weiterer klimafreundlicher Wärmenetze sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Wärmequellen. Da sich technische Möglichkeiten, Energieangebote und Rahmenbedingungen weiterentwickeln, wird die Wärmeplanung regelmäßig überprüft und mindestens alle fünf Jahre fortgeschrieben.

Grundlage der kommunalen Wärmeplanung sind umfangreiche Analysen des Wärmebedarfs, des Gebäudebestands und der verfügbaren klimafreundlichen Energiequellen. Erarbeitet wurde sie von den beauftragten Fachbüros e-think energy research, Mainova, Fraunhofer IFAM und dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES). Im gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren gingen rund 100 Stellungnahmen ein. Diese wurden ausgewertet und bei der Finalisierung der Planung berücksichtigt.

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungs- und Informationsinstrument nach dem Wärmeplanungsgesetz. Weitere Informationen finden sich unter der Seite KommunaleWärmeplanung.External Link Der Download-Button führt zu dem Magistratsbeschluss; unter „Frankfurter Wärmeplan“ geht es zum Wärmeportal einschließlich Karten der geplanten Versorgungsgebiete.

(Text: PM Stadt Frankfurt)