Inklusive Fotoausstellung verwandelt Neu-Isenburgs Fußgängerzone in eine Galerie der Begegnungen

(Symbolfoto: Pixabay)

Jugendliche mit Beeinträchtigung zeigen ihre fotografische Perspektive auf ihre Stadt – rund 100 Porträts laden dazu ein, Menschen, Geschichten und Vielfalt neu zu entdecken.

Mit der Ausstellung »Gesichter, Geschichten und Begegnungen« wird die Bahnhofstraße in Neu-Isenburg vom 12. bis 17. August zu einer außergewöhnlichen Freiluftgalerie. Rund 100 Fotografien, entstanden im Rahmen eines inklusiven Fotoprojekts, zeigen die Stadt aus dem Blickwinkel von 24 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Beeinträchtigung. Die Ausstellung macht den öffentlichen Raum zu einem Ort der Kunst, des Austauschs und der Begegnung – frei zugänglich für alle.


Entstanden sind die Arbeiten während eines zweiwöchigen Fotoworkshops in den Osterferien. Unter der künstlerischen Leitung des international ausgezeichneten Fotografen Ferhat Bouda arbeiteten die Teilnehmer*innen mit professionellen Kameras, die durch die Unterstützung von FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH zur Verfügung gestellt wurden. Begleitet von einem interdisziplinären Team aus Kunstvermittlung, Pädagogik und Ehrenamt setzten sich die Teilnehmenden mit Bildgestaltung, Licht und Porträtfotografie auseinander und entwickelten dabei ihre jeweils eigene fotografische Handschrift.

Im Mittelpunkt standen Begegnungen mit Menschen, die das Leben der Stadt prägen: Geschäftsinhaber*innen, Mitarbeiter*innen, Besucher*innen sowie Menschen, die in Neu-Isenburg leben, arbeiten oder ihren Alltag verbringen. Die jungen Fotografierenden traten mit ihnen ins Gespräch und hielten diese Begegnungen in authentischen Porträts fest. So entstanden Bilder, die von Offenheit, Vertrauen und gegenseitigem Interesse erzählen.

Aus mehr als 7.000 Fotografien wurden rund 100 Arbeiten ausgewählt, die nun die Schaufenster entlang der Bahnhofstraße bespielen. Die Ausstellung macht Kunst dort erlebbar, wo das tägliche Leben stattfindet und eröffnet neue Perspektiven auf den öffentlichen Raum als kulturellen Begegnungsort.

Das Projekt versteht Fotografie als Medium der Teilhabe und des Dialogs. Es zeigt eindrucksvoll die Kreativität, das Talent und die Ausdruckskraft junger Menschen mit Beeinträchtigung und macht sichtbar, wie Inklusion durch gemeinsames Erleben und kulturelle Teilhabe gelingen kann.

Das Fotografie Forum Frankfurt realisiert das Projekt im Rahmen von FFF Junior bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit der Initiatorin und Projektleiterin Birgit Schwarz-Hickey, die sich seit vielen Jahren für inklusive Kulturprojekte engagiert. Unterstützt wird das Vorhaben von FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH, dem Rotary Club Frankfurt am Main – International, dem Lions Club Neu-Isenburg, der Stadt Neu-Isenburg, der Euler Gruppe sowie zahlreichen weiteren Förderer*innen, Sponsor*innen und ehrenamtlichen Unterstützer*innen.

Die Ausstellung lädt alle Bürger*innen dazu ein, die Porträts zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und Neu-Isenburg aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Sie setzt ein Zeichen für kulturelle Teilhabe und zeigt, wie Kunst Brücken zwischen Menschen schlagen kann.

Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 15. August, um 13 Uhr mit Live-Musik, Snacks und Getränken statt. Der Eintritt ist frei.

Fotografie Forum Frankfurt

Das Fotografie Forum Frankfurt (FFF) gehört zu den führenden eigenständigen Zentren für Fotografie in Europa. Als Ausstellungsort, Institution und Veranstaltungsforum vermittelt das FFF alle Aspekte von Fotografie. Seit der Gründung im Jahr 1984 wurden über 300 Ausstellungen mit historischen und zeitgenössischen Positionen gezeigt. Das Programm der FFF AKADEMIE umfasst regelmäßige Workshops, Vorträge und Gespräche mit international renommierten Fotograf*innen, Künstler*innen und Expert*innen. Fotografie Forum Frankfurt ist Organisationspartner der internationale RAY Triennale der Fotografie, die in verschiedenen Ausstellungshäusern in Frankfurt/Rhein-Main stattfindet. Weitere Infos unter www.fffrankfurt.org.

Fotografie Forum Frankfurt wird gefördert durch Förderkreis Fotografie Forum Frankfurt e.V., Stadt Frankfurt am Main, Crespo Foundation, Henryk Sznap Stiftung und ABN AMRO Bethmann HAL.

(Text: PM Fotografie Forum Frankfurt)