Überflutungsvorsorge: Wie können sich Frankfurterinnen und Frankfurter auf den Ernstfall vorbereiten?

Gemeinsamer Informationsstand beim Museumsuferfest 2025. (Foto: Eckhard Krumpholz)

Stadt Frankfurt und HochwasserKompetenzCentrum Köln beraten gemeinsam beim Museumsuferfest 2026

Starkregenereignisse treten infolge des Klimawandels häufiger und intensiver auf. Auch in Frankfurt können innerhalb kurzer Zeit erhebliche Überflutungen entstehen – unabhängig von der Nähe zu Flüssen. Nach dem großen Interesse im vergangenen Jahr gibt es deshalb auch 2026 wieder ein städtisches Informationsangebot zur Überflutungsvorsorge beim Museumsuferfest. Von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. August, können sich Interessierte am gemeinsamen Infostand des Umweltamtes, der Branddirektion und der Stadtentwässerung Frankfurt beraten lassen zu Fragen wie: Ist das eigene Zuhause durch Überflutung gefährdet? Wie schützt man sein Heim vor Starkregen oder Hochwasser? Was ist eine Rückstausicherung und wie lassen sich Gebäudeöffnungen gegen eindringendes Wasser sichern? Unterstützt wird der Stand durch das Infomobil des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) Köln.


„Die Stadt arbeitet daran, Frankfurt besser gegen die Folgen von Starkregen und Überflutung zu schützen. Gleichzeitig kann auch jeder Einzelne dazu beitragen, Schäden am eigenen Gebäude zu verhindern. Mit unserem Beratungsangebot helfen wir Hausbesitzer:innen und Grundstückseigentümer.innen, Risiken frühzeitig zu erkennen und passende Schutzmaßnahmen für ihr Zuhause zu treffen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Das Umweltamt bietet vor Ort einen digitalen Überflutungscheck für Grundstücke in Frankfurt an. Mithilfe der Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten wird geprüft, ob und in welchem Umfang das eigene Zuhause potenziell betroffen ist.

Die Stadtentwässerung Frankfurt berät zu Fragen der Grundstücksentwässerung und der Kanalisation sowie zu Maßnahmen einer zukunftsorientierten Regenwasserbewirtschaftung.

Die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Frankfurt demonstrieren praxisnah, was im Ernstfall zu tun ist und wo die Grenzen der Katastrophenvorsorge und -abwehr liegen. „Katastrophenschutz kann nur funktionieren, wenn wir ihn gemeinsam denken und jede und jeder Verantwortung für den Selbstschutz übernimmt“, sagt Florian Ritter, Pressesprecher der Feuerwehr Frankfurt. „Wer sich rechtzeitig vorbereitet und Vorsorgemaßnahmen trifft, schützt nicht nur sich und seine Familie, sondern entlastet im Ernstfall auch die Rettungskräfte.“

Beim HKC-Infomobil wird am Beispiel von verschiedenen Ausstellungsstücken wie einem druckdichten Fenster und Rückstausicherungen anschaulich gezeigt, wie sich Häuser und Grundstücke effektiv gegen Überflutungen sichern lassen. Zusätzlich gibt es konkrete Handlungsempfehlungen – vom richtigen Verhalten vor und während eines Starkregen- oder Hochwasserereignisses bis zu den wichtigsten Schritten danach.

Der Infostand ist am Freitag, 28. August, von 15 bis 19 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, 29. und 30. August, jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet und befindet sich am nördlichen Mainufer zwischen Untermainbrücke und Eiserner Steg.

Ob Grundstücke von Überflutungen bei Starkregen oder Hochwasser betroffen sind, lässt sich auch jederzeit über das Geoportal der Stadt Frankfurt unter Starkregen und Überschwemmungsgebiete prüfen. Weitere Informationen dazu finden sich außerdem unter frankfurt.de/starkregen und frankfurt.de/hochwasser.

Fragen zum Thema können auch per E-Mail an starkregenvorsorge@stadt-frankfurt.de geschickt werden.

(Text: PM Umweltamt Frankfurt)