Gefahr von Starkregen in Offenbach

Symbolbild Regen (Foto: Giulia Marotta auf Pixabay)

Amt für Umwelt und Klima informiert über Risiken und Vorsorgemöglichkeiten

Auch wenn dieser Sommer bisher von außergewöhnlicher Hitze und Trockenheit geprägt ist, kann plötzlicher Starkregen jederzeit auftreten. Ein einziges solches Ereignis kann bereits schwere Schäden verursachen. Aus diesem Grund ist es für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer wichtig, frühzeitig Vorkehrungen zu treffen, um potentielle Schäden zu reduzieren.


Von Mai bis September ist Starkregen-Saison. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge treten die häufigsten Extremniederschläge im Juli auf. Aber auch im August und Juni häufen sich Überflutungsereignisse in Folge von Starkregen. Zudem beginnen die ersten heftigen Gewitter wegen des voranschreitenden Klimawandels immer früher, in den letzten Jahren setzten die ersten Unwetter des Jahres bereits ab April ein.

Starkregenereignisse können überall auftreten und innerhalb kürzester Zeit große Niederschlagsmengen verursachen. Insbesondere auf stark versiegelten Flächen kann das Wasser nicht schnell genug versickern oder abgeleitet werden. Kanäle können diese plötzlich auftretenden Wassermassen nicht aufnehmen, es kommt zu Überflutungen. Um die Bevölkerung besser über mögliche Gefährdungen zu informieren und die Vorsorge zu stärken hat die Stadt Offenbach bereits 2021 Starkregengefahrenkarten veröffentlicht.

Die Starkregengefahrenkarten zeigen, welche Bereiche im Stadtgebiet bei einem außergewöhnlichen Regenereignis von Überflutungen betroffen sein können. Für die Betrachtung wurde ein Regenereignis mit Starkregenindex 7, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommen kann (circa 58 Liter pro Quadratmeter Niederschlag innerhalb von zwei Stunden), angenommen. Es werden die Bereiche dargestellt, in denen sich das Wasser sammelt. Überflutungstiefen, Fließrichtungen und Fließgeschwindigkeiten sind erkennbar. Die Karten basieren auf umfangreichen Berechnungen, bei denen verschiedene Daten zusammengeführt werden. Grundlage sind unter anderem Informationen über die Geländeform, die Höhenunterschiede, die Beschaffenheit von Flächen sowie mögliche Abflusswege des Wassers. So können Gefährdungen frühzeitig erkannt und geeignete Vorsorgemaßnahmen entwickelt werden.

Starkregenereignisse nehmen im Zuge des Klimawandels zu. „Umso wichtiger ist es, dass wir wissen, wo mögliche Gefahren entstehen können und wie wir uns darauf vorbereiten können“, erklärt Stadträtin und Umweltdezernentin Helena Wolf. „Die Starkregengefahrenkarten sind dabei ein wichtiges und hilfreiches Instrument, um Vorsorge treffen zu können.“ Für Bürgerinnen und Bürger bieten die Karten die Möglichkeit, das eigene Umfeld besser einzuschätzen und zu prüfen, ob das eigene Grundstück oder Gebäude potentiell betroffen sein könnte. Daraus können individuelle Schutzmaßnahmen abgeleitet werden, beispielsweise die Sicherung von Kellerräumen, der Schutz von Gebäudeeingängen oder Tiefgarageneinfahrten oder Aufkantungen bei Kellerfenstern. Die Karten geben allerdings keine punktgenaue Vorhersage, sondern bieten Anhaltspunkte und eine wichtige Orientierung, wo bei extremen Niederschlägen besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist.

Die Stadtverwaltung beschäftigt sich bereits intensiv mit dem Thema Starkregenvorsorge. Hierzu wurde eine Arbeitsgruppe Starkregenvorsorge ins Leben gerufen, in der verschiedene Fachbereiche gemeinsam mit weiteren Beteiligten die Herausforderungen analysieren und konkrete Maßnahmen entwickeln. Ziel ist es, die Auswirkungen von Starkregenereignissen langfristig zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber den Folgen des Klimawandels weiter zu stärken.

Die Starkregengefahrenkarten und die Hinweise zu richtigem Verhalten bei Starkregen und Überflutungen sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.offenbach.de/starkregen. Dort ist auch die Broschüre der Stadt Offenbach zum Thema Starkregen zu finden. Sie enthält wichtige Hinweise und Tipps, wie das Haus gegen Überflutung geschützt werden kann. Der Aufwand und die Investitionskosten sind dabei in der Regel verhältnismäßig.

(Text: PM Stadt Offenbach)