Feuerwehren und THW unterstützen mit der Bürgerschaft das Bewässern hitzegestresster Stadtbäume
Die Trockenheit der vergangenen acht Wochen stellt Darmstadts Stadtbäume weiterhin vor große Herausforderungen. Der aktuelle Regen ist gut und wichtig, dringt aber zunächst nicht in die Bodenschichten der Baumwurzeln vor. Da auch für die kommenden Wochen nur wenig Niederschlag erwartet wird, hat das Grünflächenamt kurzfristig zusätzliche Unterstützung organisiert: Seit vergangener Woche sind nicht nur der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) und eine externe Firma im Einsatz, sondern auch die städtische Rasenpflegekolonne, die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW).
Bereits in den vergangenen Jahren haben insbesondere die Freiwilligen Feuerwehren die Stadt bei der Baumbewässerung unterstützt. „Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem THW ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wir in Darmstadt gemeinsam Verantwortung für unser Stadtgrün übernehmen. Ohne ihren Einsatz wären viele Bäume, besonders an schwierigen Standorten, in größter Not und im schlimmsten Falle nicht mehr zu retten“, betont Grünflächendezernent Michael Kolmer.
Die Berufsfeuerwehr ist seit dem 18. August im Einsatz, unter anderem in der Albert-Schweitzer-Anlage und am Carl-Schenk-Ring. Mit ihren Fahrzeugen mit Wasserbehältern können Flächen bewässert werden, an denen keine Hydranten in der Nähe sind. Besonders in der Albert-Schweitzer-Anlage versickert das Wasser aufgrund der Bodenverhältnisse schnell.
Das THW unterstützt ebenfalls am Kapellplatz und in der Edisonstraße, einem Standort mit besonders trockenen Bedingungen. Ein Absterben der dortigen Buchen würde den Baumbestand verringern und künftige Nachpflanzungen erheblich erschweren.
Die Rasenpflegekolonne ist seit dem 10. August im Einsatz und bewässert unter anderem Bäume im Wolfskehlschen Garten, am Promenadenweg entlang der Rhein-Neckar-Bahn und im Bürgerpark. Parallel dazu wird die reguläre Bewässerung fortgeführt: Rund 1.400 Jungbäume erhalten regelmäßig Wasser, bereits zwölf Wässergänge wurden in diesem Jahr durchgeführt – ein Höchstwert der letzten Jahre. Zusätzlich werden 175 Altbäume an besonders trockenen Standorten versorgt.
Aus der Bevölkerung gibt es große Unterstützung. Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben sich bei der Stadtverwaltung gemeldet und bieten ihre Hilfe an. Beispiele sind hier etwa der Elsa-Brändström-Weg und die Paul-Wagner-Straße. Wer die Stadt beim Schutz der Bäume unterstützen möchte, kann weiterhin selbst zur Gießkanne greifen. Besonders Jungbäume profitieren davon. Wichtig: Nur sauberes, unbelastetes Wasser (Trink- oder Regenwasser) verwenden. Poolwasser oder verunreinigtes Brauchwasser sind ungeeignet.
Die reguläre Baumbewässerung wird voraussichtlich bis Ende September fortgeführt. Insgesamt sind für 2026 18 bis 20 Wässergänge geplant, die etwa 300.000 Euro kosten werden. Sollte die Trockenheit anhalten und die Kapazitäten von Feuerwehr und THW weiterhin verfügbar sein, werden die genannten Standorte noch ein- bis zweimal bis Mitte beziehungsweise Ende September bewässert.
„Jeder Liter und jeder Einsatz zählt. Im Namen der Stadt Darmstadt möchte ich allen Helferinnen und Helfern, ob von der Feuerwehr, dem THW und aus unserer großartigen Bürgerschaft herzlich danken. Gemeinsam stemmen wir diese Herausforderung“, so Kolmer abschließend.
(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)


