Die Stadtpolizei Wiesbaden zieht nach Abschluss der diesjährigen Rheingauer Weinwoche vom 14. bis 23. August eine positive Bilanz.
Trotz zeitweise sehr hohen Besucheraufkommens und erheblicher wetterbedingter Beeinträchtigungen verlief das Traditionsfest auf dem Schlossplatz und dem Dern’schen Gelände aus ordnungsbehördlicher Sicht überwiegend ruhig. Größere sicherheitsrelevante Störungen wurden nicht festgestellt. Die Zusammenarbeit mit der Landespolizei, dem Veranstalter und den Rettungskräften verlief während der gesamten Veranstaltung reibungslos.
„Die Rheingauer Weinwoche zeichnet sich durch ein friedliches und kooperatives Publikum aus“, erklärt der Abteilungsleiter der Stadtpolizei, Peter Erkel. „Auch bei hohem Besucheraufkommen und während der wetterbedingten Unterbrechungen verhielten sich die Gäste überwiegend ruhig und verständnisvoll. Dadurch konnten die erforderlichen Maßnahmen vor Ort in der Regel ohne größere Beeinträchtigungen für den Veranstaltungsbetrieb umgesetzt werden.“
Erfreulicherweise wurden keine Diebstähle, Körperverletzungen oder andere tätliche Übergriffe registriert. Neben der Präsenz auf dem Veranstaltungsgelände bildete die Verkehrsüberwachung im unmittelbaren Umfeld einen weiteren Einsatzschwerpunkt. An den beiden Festwochenenden stellte die Stadtpolizei insgesamt 71 Verstöße gegen straßenverkehrsrechtliche Vorschriften fest und ahndete diese entsprechend. Ein Schwerpunkt lag im Bereich Bahnhofstraße / Luisenstraße, wo allein 52 Verstöße registriert wurden.
Ein weiterer Einsatzschwerpunkt lag im Bereich der Personenbeförderung. Besondere Sorge bereitete der Stadtpolizei dabei die hohe Zahl der Fälle, in denen Fahrdienstleister trotz bestehender Zufahrtsbeschränkungen versuchten, in den Veranstaltungsbereich einzufahren. Insgesamt wurden dabei 1.533 Einfahrtversuche registriert. Die Vielzahl der erforderlichen Zurückweisungen zeigt, dass die bestehenden Verkehrsregelungen von einem erheblichen Teil der Fahrdienste nicht beachtet wurden. Gegen zwei Taxifahrer wurden aufgrund festgestellter Verstöße in der Friedrichstraße Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Auch die Wetterlage stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Während ein Gewitter am ersten Samstag die Veranstaltung nur kurzzeitig unterbrach, führte eine schwere Unwetterwarnung mit Sturmböen am Mittwochabend, 19. August, zum vorzeitigen Abbruch der Veranstaltung. Die anschließende Räumung des Veranstaltungsgeländes verlief trotz starken Regens geordnet und ohne größere Zwischenfälle.
Auf dem Veranstaltungsgelände setzte die Stadtpolizei die geltende Marktordnung durch. Gegen störende Personen und illegale Bettler wurden Platzverweise ausgesprochen. Am Eröffnungstag wurde zudem ein alkoholisierter Randalierer aus dem Rathaus verwiesen. Am ersten Samstag unterstützten Einsatzkräfte der Stadtpolizei die Landespolizei bei der Festnahme eines Tatverdächtigen nach einem versuchten Warendiebstahl an einem Weinstand. Darüber hinaus wurden zwei Ruhestörungen im Innenstadtbereich beendet. Eine nicht genehmigte Musikgruppe in der Kirchgasse musste ihr Spiel nach einer Aufforderung durch die Einsatzkräfte beenden.
Neben den ordnungsbehördlichen Maßnahmen leisteten die Streifen der Stadtpolizei auch mehrfach Unterstützung in besonderen Situationen. Am ersten Sonntag wurde eine verwirrte ältere Dame angetroffen. Die Einsatzkräfte veranlassten eine medizinische Versorgung und konnten die Frau nach weiteren Ermittlungen in einer Notunterkunft unterbringen.
Die Stadtpolizei Wiesbaden bedankt sich beim Veranstalter für die gute Zusammenarbeit und Koordination sowie bei der Landespolizei, den Rettungskräften und den weiteren beteiligten Stellen. Auch den Besucherinnen und Besuchern gilt der Dank für das überwiegend kooperative Verhalten während der Veranstaltung.
(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)

