Kriminelle erbeuten Bankkarten samt Geheimnummern in Weiterstadt

(Symbolfoto: Jonas Augustin auf Unsplash)

Kriminelle haben am gestrigen Mittwochnachmittag (26.) zwei Senioren aus dem Weiterstädter Stadtteil Braunshardt mit einer Betrugsmasche um ihre Bankkarten samt Geheimnummer gebracht. In einem Fall wurden im Nachgang mehrere Hundert Euro abgehoben.


Ersten Erkenntnissen zufolge meldeten sich die bislang unbekannten Täter gegen 15 Uhr und 16.20 Uhr bei den lebensälteren Herren und gaben sich als Bankmitarbeiter aus. In den folgenden Gesprächen machten sie den Angerufenen weis, dass es zu betrügerischen Abbuchungen von ihren Konten gekommen sei. Zudem teilten sie mit, dass ein Mitarbeiter vorbeikommen und die Bankkarte sicherheitshalber abholen werde. Durch geschickte Gesprächsführung erfuhren die Täter im Rahmen des Telefonats auch die jeweilige Geheimzahl.

Ein Mittäter erschien daraufhin an der Anschrift der Senioren und holte die Bankkarten ab. Mit einer der Karten wurden im Nachgang mehrere Hundert Euro abgehoben, bevor der Schwindel aufflog, die Karte gesperrt werden konnte und die Polizei informiert wurde.

Bei dem Abholer soll es sich um einen etwa 20 Jahre alten Mann mit schwarzen, lockigen und längeren Haaren gehandelt haben. Er soll einen dunkleren Teint gehabt haben und weder Bart noch Brille getragen haben. Bekleidet war er mit einem schwarzen Polohemd. Laut Zeugenaussage sprach er akzentfreies Deutsch.

Zeugen, denen der Beschriebene aufgefallen ist oder die weitere Hinweise haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06151/969-41310 beim 3. Polizeirevier oder unter der Rufnummer 06151/969-0 bei der Kriminalpolizei in Darmstadt zu melden.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Hinweise: “Lassen Sie sich am Telefon nicht auf die Herausgabe von Bankdaten oder persönlichen Daten ein. Seien Sie bei Anrufen, in denen es um Überweisungen oder sensible Bankdaten geht, immer misstrauisch. Sobald Zweifel aufkommen, sollten sich Betroffene Rat bei Angehörigen holen und die Polizei informieren. PIN- oder TAN-Nummern sollten niemals an Dritte weitergegeben werden. Auch nicht am Telefon oder per E-Mail. Echte Bankmitarbeiter fragen nicht nach Nummern oder Passwörtern. Wenn derartige Daten abgefragt werden, ist davon auszugehen, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt. Echte Bankmitarbeiter holen nie einzelne EC- oder Kreditkarten an der Wohnanschrift ab. Sobald auffällige Abbuchungen bemerkt werden, sollten Geschädigte schnellstmöglich ihre Bank informieren, damit von dort möglicherweise noch ein Überweisungsrückruf veranlasst werden kann.”

(Text: PM PP Südhessen)