Besonderes Ortswappen in Eppertshausen strahlt wieder

Norbert Anton (r.) hat das Gemälde von Manfred Schmidt an der Hauswand der Eppertshäuser Hauptstraße Nummer 17 aufgefrischt. Bürgermeister Stephan Brockmann hatte die Idee. (Foto: jedö)

Es ist neben einigen Fachwerkfassaden vielleicht die hübscheste Stelle der Eppertshäuser Hauptstraße: die Wand des Hauses Nummer 17, die seit 26 Jahren von einem Gemälde verziert wird. Das Werk zeigt einen Mann, der auf einem Gerüst sitzt und das Eppertshäuser Ortswappen an eine Hauswand malt. Zuletzt verblasste der Hingucker allerdings immer mehr, weshalb Bürgermeister Stephan Brockmann (CDU) die Idee hatte, ihn farblich auffrischen lassen. Genau das hat im Auftrag der Gemeinde nun Norbert Anton getan.


Vor einem Vierteljahrhundert hätte es durchaus Anton selbst der Erschaffer des Gemäldes sein können. Schließlich ist der Eppertshäuser, der seit mehr als drei Dekaden Vorsitzender der großen und aktiven Ortsgruppe des Odenwaldklubs ist, zum einen für seine lokale Verbundenheit und zum anderen für seine Vielzahl von Zeichnungen und Gemälden – vor allem zu Eppertshäuser Ortsansichten – bekannt.

Sein malerisches Können durfte Anton im vorliegenden Fall indes „nur“ als Restaurator beweisen. Denn ursprünglich stammt das Gemälde von Manfred Schmidt. Der Darmstädter, der es im Jahr 2000 anfertigte (wovon bis heute seine Signatur zeugt), war auch als Pianist bekannt. Als solcher spielte er etwa im „Kikeriki-Theater“. In seinem Eppertshäuser Kunstwerk verewigte Schmidt den Malermeister Adolf Bernet, der ein örtliches Unikat seines Metiers war.

Da die Restaurierung mit weiterem Verblassen immer schwieriger und aufwändiger geworden wäre, sah es Verwaltungschef Brockmann an der Zeit, den Glanz des Wappens mit dem Storch für die mittelfristige Zukunft sicherzustellen. Die Kosten für Farbe und Gerüst übernahm die Gemeinde; Norbert Anton steuerte seine Zeit und seine Fähigkeiten unentgeltlich bei und malte in acht Vormittagsschichten. „Sobald die Sonne draufgeknallt hat, habe ich die Biege gemacht“, lacht Anton.

„Es ist schön, wenn Bürger ihre Verbundenheit zum Ort durch ein solches Engagement zum Ausdruck bringen“, lobt ihn derweil Brockmann. Ein bisschen künstlerische Freiheit gönnte sich Anton dann auch noch: Er ergänzte am bisherigen Werk, das hinter einem kleinen kommunalen Grünstreifen zu finden ist, ein eigenes Detail: eine Maus, die auf der linken Leiter des Gerüsts sitzt. Auf eine eigene Signatur verzichtete er hingegen.

(Text: jedö)