
Bürgermeister Kößler eröffnet traditionsreiche Veranstaltung
Insgesamt 70 Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaften heute noch die landwirtschaftlichen Flächen in der Mainmetropole – und hier werden diese erlebbar gemacht: Am gestrigen Dienstag, 1. September, öffnete die 48. Berger Tierschau am Frohngrundweg in Bergen-Enkheim ihre Tore. Die traditionsreiche Veranstaltung bringt die Frankfurter Landwirtschaft mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen und gibt Einblicke in die facettenreiche Arbeit der heimischen Landwirtinnen und Landwirte.
Als letzte verbliebene Tierschau in Frankfurt hat die Berger Tierschau eine besondere Bedeutung für die Stadt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Nils Kößler, neuer Bürgermeister und Dezernent für Wirtschaft, Recht und Innovation. Zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller aus Frankfurt präsentierten ihre Tiere und landwirtschaftlichen Produkte und gaben den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, unmittelbar mit den Erzeugerinnen und Erzeugern ins Gespräch zu kommen.
Die Vielfalt der Frankfurter Landwirtschaft wird dabei sichtbar, denn sie ist weit mehr als beispielsweise der Kräuteranbau für die Grüne Soße oder der Anbau von Äpfeln für den „Ebbelwoi“: Zu sehen sind unter anderem Milchkühe aus Bergen-Enkheim, Tiere aus der Schweinezucht in Harheim sowie Simmentaler Rinder aus Nieder-Erlenbach. Damit zeigt die Berger Tierschau, wie vielfältig die Landwirtschaft in Frankfurt aufgestellt ist und welchen Beitrag sie zur regionalen Versorgung und zum Leben in den Frankfurter Stadtteilen leistet.
„Die Berger Tierschau macht sichtbar, was viele Menschen im Alltag nicht unmittelbar wahrnehmen: Frankfurt ist auch eine Stadt der Landwirtschaft“, sagte Kößler. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte erzeugen hier vor Ort hochwertige regionale Produkte, kümmern sich um die Tiere und die Landschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stadtgesellschaft und erinnern uns daran, dass auch eine Finanz- und Wirtschaftsmetropole wie die Unsere nicht im luftleeren Raum existieren kann. Die Berger Tierschau schlägt eine Brücke zwischen dem Zentrum und den Stadtteilen und schafft auch Bewusstsein für die Belange des ländlichen Raumes.“
Kreislandwirt Matthias Mehl sagte: „Bei der Berger Tierschau kommen Menschen, Tiere und Landwirtschaft zusammen – und genau das macht ihren besonderen Charme aus. Für viele Frankfurterinnen und Frankfurter ist es eine schöne Gelegenheit, Landwirtschaft einmal unmittelbar zu erleben und mit den Menschen dahinter ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich, dass diese Tradition in Frankfurt weiterlebt.“
Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, ergänzte: „Frankfurt lebt von einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur – und dazu gehört natürlich auch die Landwirtschaft. Als Wirtschaftsförderung haben wir deshalb nicht nur die großen Branchen und Unternehmen im Blick, sondern unterstützen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Akteure unserer Stadt. Die Berger Tierschau macht sichtbar, welchen Beitrag die Frankfurter Landwirtschaft leistet: Sie bringt regionale Erzeugnisse und moderne landwirtschaftliche Arbeit mit den Menschen in unserer Stadt zusammen. Damit schafft sie Verständnis für die Bedeutung einer starken regionalen Landwirtschaft und verbindet unterschiedliche Teile der Frankfurter Wirtschaft. Für einen attraktiven und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Frankfurt ist diese Vielfalt ein wichtiger Bestandteil.“
Die Berger Tierschau – eine lange Tradition im Herzen Frankfurts
Die Berger Tierschau ist tief in der Geschichte Frankfurts verwurzelt und blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Jahr 1728 wurde sie im Gemeindebuch erstmals als „Berger Viehmarkt“ erwähnt. Nachdem Bergen-Enkheim 1974 nach Frankfurt eingemeindet wurde, entwickelte sich der Viehmarkt zur „Viehschau“, bei der nicht nur lokale, sondern auch überregionale Aussteller und Züchter ihre Tiere und Produkte präsentierten. Die Stadt Frankfurt unterstützt die Veranstaltung seit jeher mit finanziellen und organisatorischen Mitteln. Im Jahr 2011 wurde die Veranstaltung schließlich in „Berger Tierschau“ umbenannt, wobei der Fokus auf der Präsentation von Frankfurter Ausstellern und Erzeugerbetrieben liegt.
(Text: PM Wirtschaftsförderung Frankfurt)
