Neue Mehrzweckhalle in Eppertshausen bleibt abstrakt

Die Eppertshäuser Mehrzweckhalle zählt zu den ältesten Sporthallen im Landkreis und soll einem Neubau mit Sportfläche, Mensa und Betreuungsräumen weichen. Nutznießer wäre insbesondere die Stephan-Gruber-Schule. Wann es zur Umsetzung des Großprojekts kommt, bleibt aber weiter abstrakt. (Foto: jedö)

Bürgermeister spricht im Eppertshäuser Parlament auch über Waschbär-Jagd und Kita-Gebühren

In der ersten Gemeindevertreter-Sitzung nach der Sommerpause hat Bürgermeister Stephan Brockmann (CDU) eine Reihe von Mitteilungen zu Eppertshäuser Dauerbrennern gemacht. Eins der größten erhofften Modernisierungsvorhaben der näheren Zukunft bleibt dabei abstrakt.


Abriss und Neubau der Mehrzweckhalle

Seit vielen Jahren sind ein Abriss und ein moderner Ersatz für die Eppertshäuser Mehrzweckhalle kreispolitisch grundsätzlich Konsens. Nutzer der kreiseigenen Halle, die zu den ältesten Sporthallen im Ladadi zählt, sind die benachbarten Schulen (Stephan-Gruber- und Mira-Lobe-Schule) sowie mehrere Eppertshäuser Vereine, zum Beispiel der Tischtennisclub und die Fastnachtsabteilung der Fußballer.

Entstehen soll nach bisherigen Plänen ein neuer Komplex aus Sportfeld, Mensa und Betreuungsräumen. Daran, dass die Halle ersetzt werden muss, besteht kein Zweifel – auch ob des Wachstums der Eppertshäuser Grundschule sowie ihrer inzwischen vom Kreis organisierten Ganztags-Betreuung. Unter anderem fürs Mittagessen und die Nachmittagsangebote kommuniziert die Schule schon seit Jahren Raumbedarf. Bei der Sportfläche ist etwa die Gruber-Schule zu Abstrichen gegenüber der jetzigen Größe bereit.
Brockmann teilte dem Parlament nun auf SPD-Anfrage mit, das kreiseigene, für den Schul-, Hallen- und Betreuungsräume-Bau zuständige Da-Di-Werk sei derzeit „noch ohne abschließende Bewertung zum Projektverlauf“. Was verklausuliert klingt, ist es auch aus Sicht des Bürgermeisters. Er glaubt sogar: „Der Landkreis hat aktuell Wichtigeres zu tun.“

Hoffnungen auf einen schnellen Neubau der Halle scheinen daher unberechtigt. Bei einer Schulveranstaltung vor drei Jahren hatte Kreis-Schuldezernent Lutz Köhler (CDU) bereits darauf hingewiesen, dass das Projekt zumindest in naher Zukunft nicht realisierbar sei. Er kritisierte damals, dass seine Amtsvorgänger – erst Christel Fleischmann, dann Robert Ahrnt (beide Grüne) – keine Planungsleistungen hinterlassen hätten und die CDU-SPD-Koalition „bei null“ habe anfangen müssen.

Trinkwasser-Spender

Noch in diesem Jahr will die Gemeinde einen weiteren Trinkwasser-Spender installieren, diesmal im Sportzentrum. Brockmann versprach, es werde sich „um ein anderes Modell als das viel kritisierte vor dem Rathaus handeln“.

Waschbären im Ortsgebiet

„Der Waschbär ist in Eppertshausen angekommen, und das in nicht geringer Zahl“, berichtete der Bürgermeister. Es handele sich dabei um „ein invasives Tier, das bejagt werden darf, allerdings nur durch Jagdberechtigte“. Die Gemeinde möchte die Zahl der Waschbären reduzieren und wegen der komplizierten Lage in dicht besiedeltem Gebiet auf professionelle Hilfe zurückgreifen. „Eine jagdberechtigte Person wartet derzeit auf ihre Genehmigung vom Regierungspräsidium“, verriet Brockmann.

Kita-Gebühren

Am 23. September findet das nächste Treffen des Eppertshäuser Kita-Beirats statt. Verwaltungschef Brockmann kündigte an, dass es dabei auch um „eventuelle Gebührenerhöhungen“ gehen könnte. Im Rathaus-Bericht zur kommunalen Finanzsituation im ersten Halbjahr hatte die Gemeinde bereits von Mindereinnahmen aus den Kindertagesstätten geschrieben, die auf eine nicht mehr existierende Vollauslastung der beiden örtlichen Kitas zurückgehen sowie auf Essensgelder, die geringer ausfielen als kalkuliert.

(Text: jedö)