Asiatische Tigermücke in Darmstadt

Symbolbild Asiatische Tigermücke (Foto: WikiImages auf Pixabay)

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wurde von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) über den Fund einer Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) im Westen von Darmstadt informiert. Damit reiht sich der Fund in die bislang wenigen Einzelnachweise aus Darmstadt ein, die dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) bisher aus der Bevölkerung gemeldet wurden. Hinweise auf eine etablierte Population der Asiatischen Tigermücke in Darmstadt liegen bislang nicht vor. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich bei den bisherigen Nachweisen jeweils um Einzelfunde.


Die Asiatische Tigermücke ist als potenzielle Krankheitsüberträgerin und Gesundheitsschädling im Sinne des Paragraphen 2 Nr. 12 Infektionsschutzgesetzes bekannt. Sie kann zahlreiche Krankheitserreger übertragen, darunter Dengue- und Zika-Viren. Da Infektionen mit solchen Krankheitserregern in Deutschland bislang meist durch infizierte Reiserückkehrer aus Regionen eingeschleppt werden, in denen diese Krankheitserreger vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch die Asiatische Tigermücke hierzulande derzeit gering. Eine Krankheitsübertragung durch die Asiatische Tigermücke auf Menschen ist grundsätzlich erst möglich, wenn die Mücke den jeweiligen Krankheitserreger zuvor bei einem infizierten Menschen oder Tier aufgenommen hat. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des HLfGP abrufbar: https://hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/asiatische-tigermuecke.

„Das Gesundheitsamt nimmt den Fund sehr ernst, weil die Asiatische Tigermücke eine potenzielle gesundheitliche Gefahr darstellt. Auch wenn die Gefahr einer Übertragung von Krankheitserregern laut Landesgesundheitsamt derzeit gering ist: Wenn wenige Tage nach einem Mückenstich Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten, sollten Betroffene zur Abklärung ihren Hausarzt aufsuchen“, so Gesundheitsdezernent André Schellenberg.

Umweltdezernent Michael Kolmer erklärt: „Aufgrund des Klimawandels und der milden Winter kann sich die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland zunehmend leichter ansiedeln. In zahlreichen südeuropäischen Ländern ist sie bereits etabliert.“

Um der möglichen Entstehung einer Tigermückenpopulation in Darmstadt vorzubeugen, ist es besonders wichtig, der Mücke geeignete Möglichkeiten zur Eiablage zu nehmen. Sie legt ihre Eier bevorzugt in kleinen stehenden Wasseransammlungen ab, etwa in Topfuntersetzern, Tiertränken oder verstopften Dachrinnen.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bittet Bürgerinnen und Bürger daher, folgende Hinweise zu beachten:

• Stehendes Wasser in Untersetzern, Eimern und Gießkannen vermeiden oder regelmäßig vollständig entleeren,

• Wasser in Tiertränken regelmäßig erneuern,

• Regentonnen und Zisternen mückendicht zu verschließen, damit weibliche Tigermücken dort keine Eier ablegen können,

• Dachrinnen regelmäßig von Verunreinigungen befreien.

Auch die Förderung natürlicher Fressfeinde kann dazu beitragen, Mückenbestände zu reduzieren. Dazu zählen unter anderem räuberische Insekten wie Libellenlarven, Wasserkäfer und -wanzen, aber auch Amphibien, Fische, Fledermäuse und Vögel. Die Förderung dieser natürlichen Fressfeinde trägt dazu bei, sowohl die Asiatische Tigermücke als auch heimische Stechmückenarten einzudämmen.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)