
Am 12. September feiern 20 Wasserhäuschen Nachbarschaft, Kultur und echtes Frankfurt-Gefühl
Manchmal braucht es nicht viel, damit sich Frankfurt nach Zuhause anfühlt: Ein vertrauter Ort, ein bekanntes Gesicht, ein kurzer Moment miteinander. Am Samstag, 12. September, stehen die Frankfurter Wasserhäuschen im Mittelpunkt. Rund 20 Wasserhäuschen in verschiedenen Stadtteilen laden von 11 bis 22 Uhr dazu ein, Frankfurt mitten in den Quartieren zu erleben – persönlich, lebendig und nah an den Menschen.
Unter dem Motto „Triff Frankfurt am Häusje“ wird der Wasserhäusje-Tag zu einem Aktionstag für Musik, Kultur und Nachbarschaft. Die einzelnen Wasserhäuschen setzen dabei ihre eigenen Akzente und gestalten den Tag passend zu ihrem Ort und ihrem Umfeld. Unterstützt werden sie bei Bedarf von Paten aus dem Projektteam der Stabsstelle Stadtmarketing, die etwa bei der Organisation oder der Vermittlung von Künstlern helfen können. So entsteht ein dezentrales Fest mit ganz unterschiedlichen Angeboten.
Die Ideen reichen von Livemusik und DJ-Sets über Kinderprogramm und kulinarische Angebote bis hin zu kleinen Nachbarschaftsaktionen. Manche Häuschen setzen auf ein größeres Programm, andere auf eine einzelne Aktion oder auf das, was ihre Stammgäste und die Nachbarschaft besonders mögen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern der Charakter des jeweiligen Häuschens.
Mehr als ein Kiosk
Frankfurts Wasserhäuschen sind weit mehr als Verkaufsstellen. Seit Generationen gehören sie zum Alltag vieler Stadtteile und sind Orte, an denen Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen. Hier treffen sich Nachbarinnen und Nachbarn, Stammgäste und Zufallsbekanntschaften, Jung und Alt.
Manche Häuschen werden seit Jahrzehnten geführt, andere haben sich zu kulturellen Treffpunkten oder kleinen Zentren des Quartiers entwickelt. Sie gehören damit zum unverwechselbaren Stadtbild und zur Alltagskultur Frankfurts.
„Frankfurts Wasserhäuschen sind kleine Orte mit großer Bedeutung für unsere Stadt. Sie gehören seit Generationen zum Alltag in unseren Stadtteilen und schaffen persönliche Begegnung, spontane Gespräche und ein echtes Gefühl von Nachbarschaft. Wo Menschen zusammenkommen und miteinander ins Gespräch kommen, wachsen Zusammenhalt und Verbundenheit und damit auch unsere demokratische Stadtgesellschaft. Der Wasserhäusje-Tag macht diese besondere Frankfurter Tradition stadtweit sichtbar und erlebbar, mitten in den Quartieren und mitten unter den Menschen“, betont Oberbürgermeister Mike Josef.
„Stadtmarketing lebt von den Orten, Menschen und Geschichten, die Frankfurt unverwechselbar machen. Genau dafür stehen unsere Wasserhäuschen: Sie sind authentische Treffpunkte, fest im Alltag ihrer Quartiere verankert und ein Stück Frankfurter Stadtkultur. Mit dem Wasserhäusje-Tag geben wir diesen besonderen Orten eine gemeinsame Bühne und laden dazu ein, Frankfurt auf ganz persönliche Weise zu entdecken. Jedes Häuschen bringt seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte mit – zusammen entsteht ein lebendiges Bild unserer Stadt: vielfältig, nahbar und typisch Frankfurt“, sagt Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing.
Frankfurt am Main an einem Tag entdecken
Der Wasserhäusje-Tag lädt dazu ein, sich auf den Weg durch die Stadt zu machen und dabei unterschiedliche Frankfurter Viertel kennenzulernen. Von Rödelheim über Bornheim, Bockenheim und das Gallus bis nach Sachsenhausen, Seckbach und Riederwald beteiligen sich Wasserhäuschen an der Aktion.
Wer von Häuschen zu Häuschen unterwegs ist, erlebt nicht nur unterschiedliche Programme, sondern auch verschiedene Seiten Frankfurts. Der gemeinsame Nenner: Jedes Häuschen ist ein eigener Treffpunkt und Teil seines Viertels.
Der Besuch des Wasserhäusje-Tags ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Eine Übersicht aller teilnehmenden Wasserhäuschen ist unter wasserhaeusjetag.de abrufbar. Das Programm wird bis Anfang September laufend ergänzt.
Eine Frankfurter Tradition wird weitergeschrieben
Der Wasserhäusje-Tag 2026 knüpft an die Frankfurter Wasserhäuschentage von 2017 und 2021 an. Die früheren Veranstaltungen entstanden aus einer privaten Initiative rund um den Verein „Linie 11 – Wir lieben Wasserhäuschen“ sowie die Wasserhäuschen-Liebhaber und Herausgeber des Wasserhäuschen-Quartetts Hubert Gloss und Boris Borm. 2026 wird der Aktionstag erstmals von der Stabsstelle Stadtmarketing gemeinsam mit den teilnehmenden Betreibern organisiert und dabei von Hubert Gloss und Boris Borm unterstützt. „Längst sind auch die Wasserhäusjer zum Wahrzeichen Frankfurts avanciert. Beliebt bei Einheimischen und Touristen sind sie unentbehrliche Treffpunkte im Quartier für alle“, sagt Gloss. Und Borm ergänzt: „Wer die Gesellschaft verstehen will, muss ans Häuschen gehen.“
Die Stadt schafft den organisatorischen Rahmen, koordiniert den Aktionstag und macht ihn stadtweit sichtbar. Die teilnehmenden Wasserhäuschen sind jeweils selbst Veranstalter und gestalten ihr Programm eigenverantwortlich. Bei Bedarf erhalten sie Unterstützung aus dem Projektteam. Im Mittelpunkt steht damit nicht ein einheitliches Festivalprogramm, sondern das, was die einzelnen Häuschen und ihre Betreiber ausmacht. Der Aktionstag bringt diese unterschiedlichen Orte und ihre Geschichten an einem Tag zusammen. Für das Stadtmarketing ist der Wasserhäusje-Tag deshalb mehr als ein Veranstaltungstermin: Er macht einen Teil der Frankfurter Stadtkultur sichtbar, der unmittelbar in den Stadtteilen und im täglichen Miteinander der Menschen verwurzelt ist.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

