Entrée an der Niederräder Landstraße: Mehr Aufenthaltsqualität am Rennbahnpark
Der Rennbahnpark an der Niederräder Landstraße hat einen neuen Eingang bekommen. Wo früher ein marodes Stallgebäude stand, ist jetzt ein offener Platz entstanden, der den Parkeingang einladender wirken lässt und zugleich an die Geschichte des ehemaligen Rennbahngeländes erinnert.
Sandsteinblöcke mit integrierten Cortenstahl-Elementen markieren den Übergang zur Straße. Eingravierte Pferdemotive greifen die historische Nutzung auf. Vom Haupteingang führen Wege aus großformatigen Trittplatten auf eine neue, mit Naturstein gepflasterte Platzfläche. Sitzgelegenheiten mit Holzauflagen, drei große Sonnenschirme und ein neuer Trinkbrunnen bieten Besucherinnen und Besuchern neue Möglichkeiten, den Platz zu nutzen und eine Pause zu machen.
„Der neue Eingang zeigt, wie viel wir mit einer guten Gestaltung erreichen können. Wir nehmen versiegelte Flächen zurück und schaffen Platz für Bäume, Wiesen und Schatten. So wird aus einem bisher eher funktionalen Zugang ein grüner, einladender Ort. Gerade angesichts zunehmender Hitze ist es wichtig, dass wir solche Flächen klimaangepasst gestalten und mehr Grün in die Stadt bringen. Das macht Frankfurt nicht nur resilienter, sondern auch lebenswerter“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration.
Auch kulinarisch soll der neue Platz künftig belebt werden
Über eine neue Anschlusssäule für Wasser und Strom können dort perspektivisch ein bis zwei Food-Trucks stehen und das gastronomische Angebot im Park ergänzen. Die ersten Food-Trucks werden nach entsprechenden vertraglichen Abstimmungen im kommenden Jahr erwartet.
Ein wichtiger Bestandteil der Neugestaltung ist die bisherige Verkehrssituation am Parkeingang, die sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch vom Ortsbeirat als problematisch bewertet wurde. Bislang parkten Fahrzeuge auf beiden Seiten des Parkeingangs sowohl senkrecht als auch parallel hinter dem Geh- und Radweg sowie entlang der Fahrbahn. Da nur wenige Zufahrten zu den rückseitigen Parkplätzen vorhanden waren, mussten Kraftfahrzeuge den Gehweg überqueren, um die Parkflächen zu erreichen oder zu verlassen. Besonders beim rückwärtigen Ausparken bestand dadurch eine Gefährdung für Fußgängerinnen und Fußgänger. Betroffen waren insbesondere Kinder auf dem Weg zum Park und Spielplatz.
Auch der Radverkehr war von der bisherigen Situation erheblich beeinträchtigt. Der Radweg wurde regelmäßig von ein- und ausparkenden Fahrzeugen gekreuzt und ist zugleich Teil des Schüler-Radnetzes, des Rad-Wegweisungsnetzes sowie des gesamtstädtischen Radhauptnetzes 2035.
Mit der Neugestaltung wurde deshalb die Anordnung der Parkplätze grundlegend verändert. Künftig stehen ausschließlich Parkplätze parallel zum Fahrbahnrand zur Verfügung. Die bislang hinter dem Geh- und Radweg gelegenen Parkplätze wurden auf rund 175 Quadratmetern entsiegelt und anschließend begrünt. Dadurch entfallen die Fahrmanöver über den Geh- und Radweg vollständig. Zusätzlich wurde die Radverkehrsfläche im Fahrbahnbereich auf rund 60 Quadratmetern rot hervorgehoben und die vorhandene Fahrbahnmarkierung wiederhergestellt. Zudem wurde die Fahrbahndecke der Niederräder Landstraße im Bereich des Rennbahnparks auf rund 1050 Quadratmetern erneuert.
Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden durch einfache Veränderungen
„Die Neugestaltung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir mit vergleichsweise einfachen Veränderungen mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden schaffen können. Besonders wichtig ist, dass Kinder auf ihrem Weg zum Park und zum Spielplatz den Geh- und Radweg künftig sicher nutzen können. Gleichzeitig ist hier ein attraktiverer Zugang zum Rennbahnpark entstanden. Dass dabei mehrere Ämter eng und lösungsorientiert zusammengearbeitet haben, macht das Projekt für mich besonders gelungen“, sagt Yannick Schwander, Dezernent für Verkehr, Mobilität und Logistik.
Die entsiegelten Bereiche werden künftig zusammen mit den neu gestalteten Grünflächen das Erscheinungsbild des Entrées prägen. Insgesamt wurden 18 große Solitärbäume – darunter Linden und Vogelkirschen – gepflanzt. Zudem ist eine Schmetterlings- und Wildbienenwiese vorgesehen, die zusätzlichen Lebensraum für Insekten schafft und zur ökologischen Aufwertung des Landschaftsschutzgebiets beiträgt.
Auf die frisch eingesäten Wiesenflächen muss derzeit allerdings noch etwas gewartet werden. Die lange Trockenheit hat verhindert, dass die Samen ausreichend aufgehen. Die Absperrungen sind inzwischen entfernt. Im Herbst soll ein neuer Versuch unternommen werden, die Flächen einzusäen und damit die geplante Wildbienen- und Schmetterlingswiese zu entwickeln.
Ergänzt wird die ökologische Gestaltung durch bereits umgesetzte Artenschutzmaßnahmen. Dazu gehören 14 neue Rauchschwalben-Nisthilfen sowie Fledermausquartiere am verbleibenden Nachbargebäude und auf der Kinderfarm.
Die verkehrlichen und freiraumplanerischen Maßnahmen wurden dabei eng zwischen Grünflächenamt, Straßenverkehrsamt sowie Amt für Straßenbau und Erschließung abgestimmt.
Mit dem neuen Eingangsbereich ist damit ein attraktiver Ort zum Ankommen, Verweilen und Erleben des Rennbahnparks entstanden. Die Neugestaltung verbindet die historische Identität des ehemaligen Rennbahngeländes mit mehr Sicherheit, mehr Grün und einer zeitgemäßen Aufenthaltsqualität.
Im langfristig zu planenden dritten Bauabschnitt soll anschließend das verbleibende Stallgebäude erneuert werden. Vorgesehen sind dabei unter anderem feste öffentliche Toiletten.
(Text: PM Stadt Frankfurt)


