Wo Frankfurt zuhause ist: Ein Tag voller Erinnerungen und Begegnungen am Häusje

Ausgelassene Stimmung auch noch nach Sonnenuntergang bei Snack FM in Seckbach. (Foto: Holger Menzel)

Wasserhäusje-Tag verbindet Kindheitserinnerungen, Nachbarschaft und echtes Frankfurter Lebensgefühl

Was für ein Tag für Frankfurt: Bei bestem Wetter wurde der Wasserhäusje-Tag zu einem großen Fest für die kleinen Kultorte der Stadt. Rund 20 Wasserhäuschen in 14 Stadtteilen beteiligten sich am Aktionstag am Samstag, 12. September, und boten ihren Gästen ein vielfältiges Programm aus Musik, Kultur, Genuss und Begegnung. Auf die Beine gestellt wurde der Wasserhäusje-Tag von der Stabsstelle Stadtmarketing gemeinsam mit den Betreiberinnen und Betreibern der Wasserhäuschen.


Unter dem Motto „Triff Frankfurt am Häusje“ ging es dabei nicht nur zum eigenen Lieblingshäuschen. Viele Besucherinnen und Besucher machten sich auf den Weg von Häusje zu Häusje, entdeckten neue Stadtteile und kamen miteinander ins Gespräch. Rund 80 Programmpunkte sorgten für einen abwechslungsreichen Tag – von Livemusik und DJ-Sets über Yoga, Zumba, Punk, Schlager, Hip-Hop und Electro bis hin zu Kinderprogramm, Schnitzeljagden, Zauberei, Comedy und Fußballaktionen. Dazu kamen zahlreiche kulinarische Angebote.

Ein Stück Kindheit am Häusje

Besonders wurde der Wasserhäusje-Tag dort, wo aus einem Fest persönliche Geschichten wurden. Viele Besucherinnen und Besucher erzählten von ihrer Kindheit und davon, wie sie früher mit ihren Eltern zum Wasserhäuschen gelaufen sind. Manche erinnerten sich an Süßigkeiten, Getränke oder die berühmte „gemischte Tüte“, andere an die Menschen, die hinter der Theke standen.

Immer wieder fiel dabei auch der Begriff „Jösthäuschen“ – eine Bezeichnung, unter der viele Frankfurterinnen und Frankfurter die Wasserhäuschen aus ihrer Kindheit kennen. Alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, Familiengeschichten erzählt und so manche Begegnung begann mit einem Satz wie: „Weißt du noch, damals …?“ Die vielen persönlichen Geschichten machten deutlich, wie tief diese kleinen Häuser im Gedächtnis der Stadt verankert sind. Sie sind nicht nur Teil des Frankfurter Stadtbildes, sondern für viele Menschen auch ein Stück persönlicher Geschichte.

Jedes Häusje mit seinem eigenen Charakter

Jedes Wasserhäuschen setzte eigene Akzente. Das Programm wurde von den Betreiberinnen und Betreibern direkt vor Ort gestaltet und spiegelte die jeweiligen Viertel und ihre Menschen wider. Unterstützt wurden sie dabei vom Projekt-Team der Stabsstelle Stadtmarketing sowie den Wasserhäuschen-Botschaftern Boris Borm und Hubert Gloss, die sich seit Jahrzehnten für die Wasserhäuschen-Kultur engagieren und bereits 2017 einen Wasserhäuschentag initiierten.

So entstand kein einheitliches Festivalprogramm, sondern ein vielfältiges Bild der Frankfurter Wasserhäuschen-Kultur: Jedes Häusje war anders, und gerade darin lag der besondere Reiz des Aktionstags.

„Der Wasserhäusje-Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Frankfurter Identität in diesen kleinen Häusern steckt. Wasserhäuschen gehören zu unserer Stadtgeschichte und prägen bis heute das Gesicht unserer Stadtteile. Sie stehen für eine bodenständige, offene und nachbarschaftliche Seite Frankfurts und sind damit ein wichtiger Teil unserer Marke Frankfurt. Wenn Menschen aus der ganzen Stadt zusammenkommen, ihre Erinnerungen teilen und gemeinsam feiern, wird genau diese Identität lebendig. Deshalb möchte ich den Wasserhäusje-Tag künftig alle zwei Jahre stattfinden lassen und damit eine besondere Frankfurter Tradition dauerhaft stärken und sichtbar machen“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

„Gestern war Frankfurt am Häusje zu erleben: vielfältig, herzlich, bodenständig und voller Geschichten. Die Menschen sind losgezogen, haben neue Wasserhäuschen entdeckt, gemeinsam gefeiert und miteinander gesprochen. Genau das macht unsere Wasserhäuschen aus. Sie sind authentische Treffpunkte mitten im Quartier und ein Stück Frankfurter Stadtkultur“, sagt Eduard M. Singer, Leiter der Stabsstelle Stadtmarketing.

Ein voller Erfolg: Frankfurt trifft sich am Häusje

Über den ganzen Tag zogen Menschen von Häusje zu Häusje, entdeckten neue Orte und nutzten sogar das Wasserhäuschenquartett, um die nächste Station zu bestimmen. Vor vielen Wasserhäuschen bildeten sich lange Warteschlangen, manche Produkte waren bereits im Laufe des Tages ausverkauft. Viele glückliche Gesichter, volle Plätze und Gespräche bis in den Abend machten deutlich, wie groß die Begeisterung war. Der Wasserhäusje-Tag 2026 war ein voller Erfolg und hat gezeigt: Die Wasserhäuschen sind keine Orte aus einer vergangenen Zeit. Sie sind lebendige Treffpunkte, an denen sich Nachbarschaft und Frankfurter Lebensgefühl bis heute verbinden. „Triff Frankfurt am Häusje“ – die Einladung gilt deshalb auch über den Aktionstag hinaus.

(Text: PM PP Frankfurt)