
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr war für die Organisatoren schnell klar: Die Obertshausener Gesundheitstage sollen keine einmalige Veranstaltung bleiben. Am vergangenen Wochenende ging die Gesundheitsmesse nun in ihre zweite Runde – mit einem abwechslungsreichen Programm, rund 40 Ausstellenden und zahlreichen Möglichkeiten, sich zu informieren, auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Aus den Erfahrungen der ersten Veranstaltung hatten die Verantwortlichen einige Veränderungen übernommen. So wurde in diesem Jahr auf die Aula verzichtet. Stattdessen konzentrierte sich das gesamte Angebot auf ein Schulgebäude. Das sorgte für kurze Wege und eine kompakte Atmosphäre, in der Besucherinnen und Besucher die unterschiedlichen Angebote bequem erkunden konnten.
Bürgermeister Manuel Friedrich würdigte bei der Eröffnung vor allem das starke Netzwerk hinter der Veranstaltung. Die Idee zu den Gesundheitstagen sei an einem „runden Tisch“ entstanden und anschließend gemeinsam von Bürgerschaft und Verwaltung verwirklicht worden. Sein Dank galt insbesondere den acht Mitarbeitenden des Fachdienstes Soziale Leistungen, die an der Organisation beteiligt waren. Hervorgehoben wurden dabei die beiden Organisatorinnen Lena Exner und Rachel Hoffmann.
Dass Gesundheit viele Facetten hat, zeigte sich auch bei den rund 40 teilnehmenden Institutionen und Anbietern. Neben Optikern, Hörgeräte-Akustikern und Krankenkassen waren zahlreiche Vereine vertreten. Auch die Gastgeberin, die Georg-Kerschensteiner-Schule, brachte sich aktiv ein. Als zertifizierte gesundheitsfördernde Schule setzte sie einen Schwerpunkt auf das Thema Ernährung und zeigte, wie Gesundheitsförderung bereits im Schulalltag verankert werden kann. Auch informative Impulsvorträge gehörten zum Programm. Dabei wurden unter anderem die neue Selbsthilfegruppe ME/CFS & Long Covid vorgestellt und Fragen rund um Ernährung thematisiert. Der Vortrag „Mogelpackung Mahlzeit: Wie unsere Lebensmittel die Nährstoffe verlieren“ warf einen kritischen Blick auf die Qualität und Zusammensetzung unserer täglichen Nahrung. Wer nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden wollte, hatte ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten. Das Angebot reichte von Muskelentspannung und Selbstmassage über Functional Training und Übungen zur Muskelstärkung bis hin zu einem vegetarischen Kochkurs unter dem Motto „Clean Eating“. Damit verband die Veranstaltung Information mit praktischen Anregungen für den Alltag.
Für einen besonders schwungvollen Auftakt sorgten Grundschülerinnen und -schüler der Waldschule Hausen. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Stefanie Grohnert präsentierten sie eine Body-Percussion-Aktion mit Klatschen, Stampfen und rhythmischen Bewegungen und luden das Publikum zum Mitmachen ein. Die Waldschule ist für das Programm „Bewegung & Wahrnehmung“ zertifiziert. Bewegung gehört dort fest zum Schulalltag – vom gemeinsamen Bewegungslied im Morgenkreis bis zu weiteren Bewegungsangeboten.
Erster Stadtrat und Sozialdezernent Michael Möser betonte, die Gesundheitstage machten eindrucksvoll deutlich, „wie vielfältig Gesundheit sein kann“. Neben Beratung und Information gehe es ebenso um Begegnung und Austausch. Genau darin liege ein weiterer Wert der Veranstaltung: Sie stärke nicht nur das Wissen über Gesundheit, sondern auch den Zusammenhalt in der Stadt.
Organisiert wurden die Gesundheitstage hauptsächlich von Rachel Hoffmann und Lena Exner vom Kommunalen Integrationsmanagement für Teilhabe und Vielfalt der Stadt Obertshausen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen Ausstellenden, Referierenden, Kooperationspartnern und Sponsoren. Ein besonderer Dank ging an Hören+Optik Schölzel, Pegels und DaPiero sowie an Holger Bischoff vom Stadtmarketing für die Unterstützung bei den Drucksachen.
Die zweite Auflage der Gesundheitstage zeigte damit erneut: Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie bedeutet Bewegung, Ernährung, Prävention, Beratung, Teilhabe und vor allem ein gutes Miteinander. Die zahlreichen Angebote und Begegnungen machten die Veranstaltung zu einem Treffpunkt, an dem Gesundheitswissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch erlebt werden konnte.
(Text: ah)

