Lesefest „Open Books“ zur Frankfurter Buchmesse

Stellten das Programm des städtischen Lesefests „Open Books“ 2026 vor: Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Sonja Vandenrath, Leiterin von „Open Books“. (Foto: Alexander Englert)

145 Veranstaltungen mit Schwerpunkt auf Ehrengast Tschechien

Das Lesefest „Open Books“ präsentiert zur Buchmesse bei 145 Veranstaltungen rund 200 Autorinnen und Autoren mit ihren neuen Büchern aus knapp 90 Verlagen. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Ehrengast Tschechien mit seiner Hauptstadt Prag, die zugleich Partnerstadt Frankfurts ist.


Von Dienstag, 6., bis Samstag, 10. Oktober, findet rund um den Römer zum 18. Mal das Lesefest „Open Books“ zur Frankfurter Buchmesse statt. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei – bis auf die Eröffnung mit dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) am Dienstag, 6. Oktober. Zur großen Eröffnungsgala kommen die Trägerin oder der Träger des Deutschen Buchpreises 2026, der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff, die Historikerin Andrea Wulf und der Schriftsteller Ingo Schulze. Weitere Höhepunkte bilden der traditionelle Lesungsreigen „Literatur im Römer“ mit seinem jüngeren Ableger „Debüts im Römer“, das Kinderprogramm „Open Books Kids“, der Frankfurt-Abend in der Volksbühne zum Abschluss von „Open Books“ sowie ein vielfältiges Programm zum diesjährigen Gastland Tschechien.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, sieht dem diesjährigen Lesefest der Stadt Frankfurt mit großer Freude entgegen: „‚Open Books‘ bringt auch in diesem Jahr wieder die neuen Bücher des Herbstes in die Stadt. Das Programm beeindruckt mich sehr, spiegelt es doch die Vielfalt und die Qualität des Buchmarktes, der die Menschen zum Lesen bringt. Bevor Sie sich für Ihre Bücher des Herbstes entscheiden, haben Sie bei ‚Open Books ‘ die Möglichkeit, sich einen persönlichen Eindruck von den Autorinnen und Autoren zu verschaffen. Besonders freut mich, dass wir im Rahmen des tschechischen Gastlandauftritts einen Prag-Abend haben werden, der unserer schönen Partnerstadt an der Moldau eine große Bühne bietet.“

Sonja Vandenrath, Leiterin von „Open Books“, ergänzt: „Ein starkes Sachbuchprogramm und die wichtigsten Titel der deutschsprachigen Literatur zeichnen auch in diesem Jahr das Lesefest ‚Open Books‘ aus. Dass wir mit einem hohen Niveau ein sehr breites Publikum erreichen, das freut mich ganz besonders. Zum großen Abschlussabend in der Volksbühne stellen wir mit Miriam Carbe, Arthur Becker und Martin Piekar drei herausragende Autor:innen aus Frankfurt vor.“

Bei „Open Books“ wirken in diesem Jahr unter anderem folgende Autorinnen und Autoren mit: Charlotte Link, Martin Suter, Frauke Brosius-Gersdorf, Helga Schubert, Elke Heidenreich, Jan Weiler, Cornelia Funke, Shida Bazyar, Yáng Shuāng-zǐ, Düzen Tekkal, Eva Menasse, Meron Mendel, Saba-Nur Cheema, Leh-Wei Liao, Angelika Klüssendorf, Lukas Bärfuss, Edgar Selge, Reinhold und Diane Messner, Olaf Sundermeyer, Carolin Emcke, Dana Vowinckel, Lutz Seiler, Nele Neuhaus, Omid Nouripour, Ahmad Mansour, Ruth-Maria Thomas sowie der diesjährige Friedenspreisträger Philipp Sands.

Von „Literatur im Römer“ bis zu Kinderbüchern in DNB und Struwwelpeter Museum

Teil von „Open Books“ ist auch wieder die Veranstaltungsreihe „Literatur im Römer“ mit sechzehn herausragenden Romanen des Herbstes, der „Römerliste“. Am Mittwoch, 7. Oktober, moderieren Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau und Andreas Platthaus von der Frankfurter Allgemeine Zeitung, am Donnerstag, 8. Oktober, führen Cécile Schortmann von 3sat und Jan Drees vom Deutschlandfunk durch den Abend. Ergänzt wird dieses traditionelle Format um die „Debüts im Römer“, bei dem am Freitag, 9. September, acht Erstlingswerke vorgestellt werden, moderiert von Carolin Callies und Tilman Strasser.

Bei „Open Books Kids“ findet zum zweiten Mal am Freitag, 9. Oktober, ein „Bilderbuchtag“ im Struwwelpeter Museum statt, erweitert um eine Mini-Lyrik-, Mini-Stempel- und Mini-Upcycling-Werkstatt. In der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) erwartet junge Leserinnen und Leser unter anderem Cornelia Funke, der erste Kindercomic von Jörg Mühle und eine Lesung von Marcus Pfister mit Original-Puppen aus dem Kinofilm der Augsburger Puppenkiste.

Das Gastlandprogramm in diesem Jahr

Auch das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse Tschechien ist bei „Open Books“ mit namhaften tschechischen Autorinnen und Autoren vielseitig vertreten – unter anderem mit Jáchym Topol, Alice Horáčková, Jaroslav Rudiš, Štěpánka Jislová, Magdalena Rutová und Iva Procházková. Als Reverenz an die Frankfurter Partnerstadt Prag gibt es einen Abend in der Evangelischen Akademie mit Petr Borkovec, Teresa Semotamová sowie dem Frankfurter Lyriker und Soundpoeten Dirk Hülstrunk.

Autorinnen und Autoren lesen wie immer rund um den Römer

Die Lesungen und Veranstaltungen von „Open Books“ 2026 finden wie gewohnt in der Frankfurter Innenstadt rund um den Römerberg statt. Mit dabei sind wieder die Römerhallen, die Volksbühne im Großen Hirschgraben, der Frankfurter Kunstverein, die Evangelische Akademie Frankfurt, das Haus am Dom, das Historische Museum Frankfurt und die Katharinenkirche. Erneut beteiligen sich auch das Freie Deutsche Hochstift/Frankfurter Goethe-Haus, die Galerie Heussenstamm, das Struwwelpeter Museum sowie das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt. In der Deutschen Nationalbibliothek im Nordend finden traditionell die Eröffnung und das Kinderprogramm statt.

Neue und bereits etablierte Kooperationen

Traditionell ist bei „Open Books“ der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Katharinenkirche mit der Reihe „Zwischen Zeilen“ vertreten, bei der namhafte Autorinnen und Autoren Literatur aus Kriegs- und Krisengebieten lesen – darunter der diesjährige Friedenspreisträger Philipp Sands im Gespräch mit Karl Schlögel. Weitergeführt wird außerdem die Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rahmen derer das neue Buch „Die Empörungsfalle“ von Meron Mendel und Saba Nur Cheema vorgestellt wird. Die fünf Nominierten für den Schweizer Buchpreis werden wie schon in den Vorjahren wieder am Samstagabend, 10. Oktober, lesen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Einzige Ausnahme bildet die Eröffnungsveranstaltung am Dienstag, 6. Oktober, in der Deutschen Nationalbibliothek. „Open Books“ wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt veranstaltet.

Das vollständige Programm und alle Informationen gibt es unter openbooks-frankfurt.de. Fotos und weitere Materialien können per E-Mail an openbooks-kulturamt@stadt-frankfurt.de angefragt werden.

Büchertische und Buchhandlungen

Der Verkauf der vorgestellten Bücher ist ein wichtiger Teil des Lesefestes „Open Books“. Die beteiligten Buchhandlungen sind autorenbuchhandlung marx & co, Buchhandlung Die Wendeltreppe, Buchhandlung Schutt, Karl Marx Buchhandlung, Buchhandlung Sachsenhausen erlesen, Buch & Wein, Buchhandlung Eselsohr und Buchhandlung an der Paulskirche.

(Text: PM Stadt Frankfurt)