
Auf dem Innovationscampus Offenbach werden die Fortschritte der Erschließungsarbeiten zunehmend sichtbar. Mit dem Ausbau des Innovationsbands nimmt die zentrale Erschließungsachse des künftigen Industrie- und Gewerbestandorts Schritt für Schritt Gestalt an. Gleichzeitig sind entlang der Mühlheimer Straße wichtige Infrastrukturmaßnahmen weiter vorangekommen: Der neue Gehweg ist bereits fertiggestellt. Seit letzter Woche wird der Radverkehr vorübergehend über ihn geführt, damit die Vorbereitungen für die künftige Rechtsabbiegespur auf das Projektgelände beginnen können. Parallel entstehen der neue, parallel zum Gehweg verlaufende Radweg sowie eine zusätzliche Bushaltestelle in Fahrtrichtung Innenstadt.
„Der Innovationscampus erreicht jetzt einen wichtigen Meilenstein seiner Entwicklung. Was lange geplant und vorbereitet wurde, wird nun auf dem Gelände sichtbar. Mit dem Innovationsband, neuen Wegebeziehungen und den weiteren Erschließungsmaßnahmen entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für einen modernen Wirtschaftsstandort. Hier schaffen wir die Voraussetzungen für neue Investitionen, die Ansiedlung zukunftsweisender Unternehmen und zusätzliche Arbeitsplätze in Offenbach“, ordnet Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke den Fortschritt bei der Erschließung ein.
Innovationsband entsteht abschnittsweise
Das Herzstück der Erschließung bildet das sogenannte Innovationsband. Die künftig von Bäumen gesäumte Nord-Süd-Verbindung erschließt das Gelände zwischen Mainstraße und Mühlheimer Straße und verbindet die verschiedenen Bereiche des Innovationscampus miteinander. Neue Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche sollen den Charakter des Innovationsbandes prägen.
Von der Mainstraße aus wurden in den vergangenen Monaten bereits die ersten Baumtröge entlang der künftigen Allee gesetzt und für die Pflanzungen in diesem Herbst und Winter vorbereitet. Die Bäume werden in sogenannte Baumrigolen eingebunden, die Regenwasser aufnehmen und speichern. Auf diese Weise kann Niederschlagswasser auf dem Gelände zurückgehalten und für die Bewässerung der Vegetation genutzt werden. Zwischen den Baumtrögen wurden zudem bereits die ersten Pflasterflächen hergestellt, wodurch die künftige Wegeführung zunehmend erkennbar wird.
Nach aktuellem Planungsstand soll der Abschnitt des Innovationsbands bis zur Dreibogenhalle bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Im anschließenden Bereich zwischen der Dreibogenhalle und dem zukünftigen Inno-Kreisel stehen zunächst weitere Tiefbauarbeiten an. Aktuell wird dort ein weiterer Abschnitt des Regenwasserkanals verlegt, welcher über das Kaskadenwehr in den Main entwässert. Anschließend folgen die oberirdischen Arbeiten an Baumtrögen und Wegeflächen.
„Mit jedem Bauabschnitt wird deutlicher, wie sich der Innovationscampus künftig entwickeln wird. Das Innovationsband verbindet die unterschiedlichen Bereiche des Geländes und schafft gleichzeitig neue Grün- und Aufenthaltsflächen. So entsteht Schritt für Schritt ein Standort, der wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltige Freiräume und eine hohe Aufenthaltsqualität zusammenführt”, sagt Božica Niermann, Geschäftsführerin der INNO Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG.
Anbindung an die Mühlheimer Straße
Parallel dazu wird die verkehrliche Anbindung des Innovationscampus an die Mühlheimer Straße weiter vorbereitet. Der neue Gehweg entlang der Mühlheimer Straße ist bereits fertiggestellt. Seit letzter Woche wird der Radverkehr von der Mühlheimer Straße vorübergehend über den neuen Gehweg geführt. Hintergrund sind die Bauarbeiten für die künftige Rechtsabbiegespur von der Mühlheimer Straße auf das Projektgelände, die Ende September beginnen und eine Sperrung des bestehenden Radwegs erforderlich machen. Gleichzeitig wird der neue Radweg entlang der Mühlheimer Straße hergestellt, der künftig parallel zum Gehweg verlaufen wird. Während der Bauarbeiten kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Maßnahmen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Darüber hinaus wird in Fahrtrichtung Innenstadt eine neue Bushaltestelle errichtet.
Im voraussichtlich zweiten Halbjahr 2027 wird der verkehrliche Anschluss des Innovationscampus an die Mühlheimer Straße vorbereitet. Hierfür wird die Kreuzung Mühlheimer Straße/Untere Grenzstraße ausgebaut. Über konkrete verkehrliche Änderungen, die damit einhergehen, wird die mit der Entwicklung des INNO-Campus beauftragte Stadtwerke-Tochter INNO Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG umfassend und frühzeitig informieren.
Die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH ist im Auftrag der INNO Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG mit der Projektleitung und -steuerung der Baumaßnahmen betraut. Die öffentliche Erschließung des Areals soll nach aktuellem Planungsstand Ende 2027 abgeschlossen sein.
Hintergrund Innovationscampus Offenbach
Über hundert Jahre lang prägte die chemische Industrie Wirtschaft und Stadtbild Offenbachs. Danach lag der Großteil von 2009 bis 2020 als Brache. Im Masterplan Offenbach 2030 entstand 2016 die Idee, ihn zu einem Schlüsselprojekt der Wirtschaftsentwicklung zu machen. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke nahm das Projekt nach seinem Amtsantritt als eines seiner wichtigsten Vorhaben in die Hand. 2019 konnte die Stadt sich nach zehn Jahren als Brache mit Clariant auf einen Kauf einigen. Dadurch entsteht heute auf dem ehemaligen Clariant-Gelände, einer 36 Hektar großen Industriebrache und der größten zusammenhängenden innerstädtischen Entwicklungsfläche in der Metropolregion Rhein-Main, mit dem Innovationscampus Offenbach ein zukunftsweisendes Industrie- und Gewerbequartier.
Strategisches Ziel des Oberbürgermeisters war von Anfang an, dass die Stadt große Flächen in ihren Besitz bringt, um aktiv Gewerbeansiedlungen vorantreiben zu können. Es sollten Unternehmen nach Offenbach geholt werden, die gut bezahlte Arbeitsplätze und dauerhaft Gewerbesteuereinnahmen sichern. Der Innovationscampus stärkt zudem auf Anregung der Planer mit einer neuen innerstädtischen Nord-Süd-Verbindung die Anbindung an den Main für den Rad- und Fußverkehr. Ergänzt wird auch eine neue mögliche Durchwegung von Ost nach West.
Im Auftrag der Stadt Offenbach wird das Areal von der Stadtwerke-Tochter INNO Innovationscampus Offenbach GmbH & Co. KG entwickelt, die dabei auf die langjährige Expertise der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH etwa aus der Entwicklung des Hafenquartiers zurückgreift.
Weitere Infos online unter www.offenbach.de/innovationscampus
(Text: PM Stadtwerke Offenbach)
