Wie könnte ein vertrauter Ort in Wiesbaden aussehen, wenn mehr Grün, öffentlicher Nahverkehr oder Barrierefreiheit im Mittelpunkt stehen? Das neue KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ lädt Besucherinnen und Besucher des Zukunftswerks dazu ein, solche Zukunftsbilder selbst auszuprobieren.
Auf dem interaktiven Touchtisch können Besucherinnen und Besucher Bilder von realen Orten in Wiesbaden auswählen und sich diese mithilfe der KI neu vorstellen. Anhand verschiedener Kategorien können Schwerpunkte gesetzt werden: Will ich einen kühlen Ort entstehen lassen? Oder soll an diesem Ort der öffentliche Nahverkehr im Vordergrund stehen? Vielleicht soll der Fokus doch lieber auf Barrierefreiheit liegen? Die KI erzeugt auf dieser Grundlage eine visuelle Vorstellung davon, wie sich der ausgewählte Ort verändern könnte.
Das Tool versteht sich dabei ausdrücklich als visuelles Lern- und Denkexperiment und nicht als konkreter Planungsvorschlag. Es regt die Fantasie an und lädt ein, sich bekannte Orte neu vorzustellen. Es macht spielerisch sichtbar, wie unterschiedlich die Vorstellungen von einem öffentlichen Raum sein können und welche Anforderungen bei der Gestaltung zusammenkommen. Ein sehr grüner Ort ist möglicherweise weniger barrierefrei – wo Platz ist für Busse und Autos, ist es weniger kinderfreundlich – und umgekehrt. So wird deutlich, wie unterschiedlich die Ansprüche an den begrenzten öffentlichen Raum in der Stadt sind.
Diese Einladung zum Ausprobieren schafft einen gemeinsamen Ausgangspunkt für Gespräche über die Komplexität von Stadtgestaltung. Zwischen freier Vorstellung und realen Rahmenbedingungen entsteht ein Spannungsfeld: Das Tool ermutigt zu kreativen Ideen und macht zugleich sichtbar, dass reale Veränderungen viele unterschiedliche Faktoren und Rahmenbedingungen berücksichtigen müssen.
Die Dezernentin für digitale Transformation, Maral Koohestanian, erklärt: „Mit ‚Stadtvisionen Wiesbaden‘ können wir ausprobieren, wie öffentliche Räume für unterschiedliche Bedürfnisse gestaltet werden können: als grüne und kühle Orte, als Spielräume und als Orte der Begegnung. Die verschiedenen Zukunftsszenarien machen erlebbar, wie sich unsere Stadt entwickeln könnte, und laden zum Nachdenken und Mitgestalten ein. Wir freuen uns, wenn viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener diese Gelegenheit zur Beteiligung nutzen.“
Die Landeshauptstadt Wiesbaden will den Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Tool eine Möglichkeit bieten KI-Bildbearbeitung selbst auszuprobieren und gleichzeitig dazu einladen, darüber zu sprechen, wie die unsere Stadt der Zukunft aussehen könnte.
Das KI-Tool kann zu den Öffnungszeiten des Zukunftswerks ausprobiert werden.
Gruppenanfragen können an smartcity@wiesbaden.de gerichtet werden.
(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)

