Stadtservice in Offenbach testete innovatives E-Lastenrad für die Stadtreinigung

Im Bild (v.l.): Betriebsleiter Heiko Linne, Abteilungsleiter Frank Herzog, Stadtkämmerer Martin Wilhelm und Mitarbeiter Raffaele Pierulli. (Foto: Stadtwerke Offenbach)

Es ist ein auffälliges Gefährt, mit dem der Stadtservice der Stadtwerke Offenbach vorübergehend auf Mülljagd ging: Die Teams aus Stadtreinigung und Grünwesen testeten ein neuartiges vierrädriges E-Lastenrad für den täglichen Einsatz zur Müllbeseitigung am Mainufer, in Parks, in der Innenstadt und im Hafen. Ziel war es, zusätzliche Möglichkeiten für die Stadtreinigung und das Grünwesen zu erkunden sowie Erfahrungen mit neuen Technologien zu sammeln. Erprobt wurde vor allem die Reinigung entlang von Wegen und in Bereichen, die mit herkömmlichen Reinigungsfahrzeugen nur eingeschränkt erreichbar sind.


Das E-Bike mit vier Rädern heißt Fastport und wurde von dem Honda Research & Development-Team entwickelt, das seinen Sitz in Offenbach hat. Die Entwicklungsabteilung war auf die Abteilung Innovation und Technik der Stadtwerke Offenbach zugekommen und hatte gefragt, ob Interesse an einem begleiteten Praxistest der Produktidee besteht. Ursprünglich war das Konzept für Paket- und Lieferdienste entwickelt worden. Die Stadtwerke Offenbach erprobten den Prototyp auf seine Praxistauglichkeit für ihre Aufgabenfelder.

„Das Thema Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfällen, gehört zu den Faktoren, die das Sicherheitsgefühl und die Aufenthaltsqualität in einer Stadt stark beeinflussen“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Deshalb ist es gut, dass der Stadtservice der Stadtwerke neben seinen regelmäßigen Reinigungstouren auch Möglichkeiten testet, mit denen flexibel gereinigt werden kann.“

Für den Stadtservice bietet das E-Lastenrad neue Perspektiven. Da es formal ein E-Bike ist, kann es auch von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gefahren werden, die keinen Führerschein haben. Es ist schmal genug, um auch Wege und Bereiche zu erreichen, die für größere Fahrzeuge nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Gleichzeitig verfügt es über einen Aufbau, in dem unterwegs eingesammelte Abfälle transportiert werden können. Noch ist das Fahrzeug am Markt allerdings nicht verfügbar.

„Wir probieren regelmäßig neue Ansätze und Technologien aus, um unsere Arbeit weiterzuentwickeln, vor allem die Beseitigung von Müll im innerstädtischen Raum. Nicht jede Innovation bewährt sich im Alltag. Trotzdem halten wir die Augen offen und prüfen kontinuierlich, welche Lösungen unseren Mitarbeitenden und der Stadt zugutekommen können. Die Rückmeldungen an unsere Test-Fahrer und die Test-Fahrerin zeigen, dass das Gefährt sehr stark von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wurde und auf großes Interesse gestoßen ist. Unsere Leute selbst waren begeistert von dem Arbeitsgerät“, sagt Heiko Linne, Betriebsleiter der ESO Stadtservice GmbH.

Jede Woche übernahm ein anderer Fahrer oder eine Fahrerin das Fahrzeug, damit der Stadtservice möglichst vielfältige Rückmeldungen sammeln konnte. Das Entwicklungsteam von Honda konzentrierte sich währenddessen auf die technischen Daten des Fahrzeugs. Die beiden Akkus sowie verschiedene Fahreigenschaften wurden online überwacht und werden jetzt ausgewertet.

(Text: PM Stadtwerke Offenbach)