Wiesbaden: Hecken an Wirtschaftswegen müssen zurückgeschnitten werden

Symbolbild Grünschnitt (Foto: Manfred Richter auf Pixabay)

Eigentümer und Besitzer von Grundstücken, die an städtische Wirtschafts- und Feldwege angrenzen, werden gebeten, ihre Hecken, Sträucher und sonstigen Bewuchs jetzt zu kontrollieren und den erforderlichen Rückschnitt vorzunehmen. Der Rückschnitt sollte jetzt erfolgen und nicht erst dann, wenn die Hecke bereits in den Weg hineinragt. Ziel ist es, die Wirtschaftswege dauerhaft in ihrer erforderlichen Breite freizuhalten und Behinderungen insbesondere für die Landwirtschaft zu vermeiden.


Die Stadt appelliert an die Grundstückseigentümer, ihrer Verpflichtung rechtzeitig und eigenständig nachzukommen. Wer den notwendigen Rückschnitt jetzt vornimmt, hilft dabei, dass Landwirtinnen und Landwirte ihre Felder problemlos erreichen können. Gleichzeitig lässt sich so vermeiden, dass es zu Problemen oder einem ordnungsrechtlichen Verfahren kommt.

Die Wirtschaftswege sind für die Wiesbadener Landwirtschaft von großer Bedeutung. Sie dienen Landwirtinnen und Landwirten als wichtige Zufahrten zu ihren Feldern und landwirtschaftlichen Flächen. Gleichzeitig erschließen zahlreiche Wirtschaftswege auch Höfe und Wohngebäude. Werden die Wege durch überhängende Hecken und Sträucher immer schmaler, können landwirtschaftliche Fahrzeuge behindert werden. Auch Müllfahrzeuge können Grundstücke unter Umständen nicht mehr erreichen oder die Leerung von Abwassergruben kann erschwert oder unmöglich werden.

„Unsere Wirtschaftswege sind für die Landwirtschaft unverzichtbar. Mir liegen die Wiesbadener Landwirtinnen und Landwirte besonders am Herzen. Deshalb hoffe ich sehr auf das Verständnis und die Unterstützung der Grundstückseigentümer. Wer seine Hecke jetzt zurückschneidet, sorgt dafür, dass die Wege frei bleiben und unsere Landwirte ihre Felder problemlos erreichen können. Gleichzeitig ist der rechtzeitige Rückschnitt für die Eigentümer selbst die einfachste und günstigste Lösung“, sagt Verkehrsdezernent Marc Dahlen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 17. Dezember 2025 die Feldwegesatzung entsprechend ergänzt. Danach sind Eigentümer und Besitzer angrenzender Grundstücke verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass durch Bewuchs – insbesondere durch Hecken, Sträucher, Bäume und Stauden – die Benutzung und der Bestand der Wege nicht beeinträchtigt werden.

Das Tiefbau- und Vermessungsamt wird deshalb in Kürze die ersten Grundstückseigentümer und -besitzer anschreiben, bei deren Grundstücken ein entsprechender Bewuchs festgestellt wurde. Zunächst erhalten die Betroffenen im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit, sich zu dem festgestellten Sachverhalt zu äußern und den erforderlichen Rückschnitt vorzunehmen.

Die Stadt setzt dabei zunächst auf Kooperation und Verständnis. „Wir möchten möglichst vermeiden, dass es überhaupt zu einem ordnungsrechtlichen Verfahren kommen muss. Deshalb unser Appell: Bitte kontrollieren Sie Ihre Hecken jetzt und nehmen Sie den notwendigen Rückschnitt vor, bevor der Bewuchs zu einer Behinderung führt“, erklärt Dahlen.

Sollte der Aufforderung nicht nachgekommen werden, können anschließend entsprechende Anordnungen und ein Bußgeldverfahren folgen. Die Feldwegesatzung ermöglicht darüber hinaus, notwendige Maßnahmen im Wege der Ersatzvornahme auf Kosten der Pflichtigen durchführen zu lassen. Die dadurch entstehenden Kosten sind von den Verantwortlichen zu tragen.

Das Tiefbau- und Vermessungsamt bittet daher alle Eigentümer und Besitzer angrenzender Grundstücke, den Zustand ihrer Hecken und Sträucher jetzt zu überprüfen und den notwendigen Rückschnitt zeitnah vorzunehmen. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass der Wirtschaftsweg bis an die Grundstücksgrenze frei bleibt und der Bewuchs nicht in den Verkehrsraum hineinragt.

„Unser Appell ist klar: Bitte schauen Sie jetzt nach Ihrer Hecke und schaffen Sie den notwendigen Platz. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Wiesbadener Landwirtschaft und sorgen gleichzeitig dafür, dass Müllabfuhr, Entsorgungsfahrzeuge und Anlieger ihre Ziele sicher und zuverlässig erreichen können“, sagt Dahlen abschließend.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)