Viel zu tun im September für die Stadtpolizei Offenbach

Blick auf die Fahrzeuge der Stadtpolizei. (Foto: Stadt Offenbach / Katja Lenz)

Der September startete für die Stadtpolizei Offenbach mit einer drei Tage andauernden Ruhestörung und einem demolierten Schaufenster. Im Laufe des Monats fasste die Stadtpolizei einen Exhibitionisten und sicherte eine Gruppe aus 150 Musikfans.


Ruhestörungen

Im September meldeten Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 38 Ruhestörungen pro Woche in Gaststätten, Privathäusern und auf öffentlichen Plätzen.

Hilflose Personen

Die Stadtpolizei wird regelmäßig zu hilflos wirkenden Menschen gerufen. Im September waren das zwischen fünf und 18 Personen pro Woche. Einige davon hatten zu viel Alkohol getrunken und waren so in eine hilflose Lage geraten.

Verkehr

Die Verkehrspolizei kontrollierte pro Woche an bis zu 34 verschiedenen Orten die Geschwindigkeit und leitete pro Woche im Schnitt rund 128 Verfahren wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit ein.

Besonders viele Knöllchen wegen Falschparkens gab es in der ersten Septemberwoche, es waren 1.999. Bis zu 36 Fahrzeuge pro Woche wurden aufgrund erheblicher Verkehrsbehinderungen abgeschleppt.

Für die Zulassungsstelle Offenbach wurden 204 Fahrzeuge zur zwangsweisen Abmeldung erfasst. Dies betrifft in der Regel Fahrzeuge, für welche die Versicherung oder die Steuer nicht gezahlt wurde oder die aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr verkehrssicher sind.

Um die Verantwortlichen von Geschwindigkeitsverstößen festzustellen, führte die Stadtpolizei bis zu acht Ermittlungen pro Woche an der jeweiligen Wohnadresse von Fahrzeughalterinnen und -haltern durch oder befragte deren Nachbarschaft.

Streifendienst und Gefahrenabwehr

Anfang September erhielt die Stadtpolizei eine Beschwerde über einen zu lauten Fernseher. Mehrere Anwohner klagten über eine seit drei Tagen andauernde Ruhestörung. Da niemand auf Klingeln und Klopfen reagierte, öffnete ein Schlüsseldienst die Tür. In der Wohnung war niemand.

In derselben Woche ist ein Fahrzeug in Bürgel in ein Apothekenfenster gefahren. Die Stadtpolizei fand vor Ort ein beschädigtes Schaufenster vor. Niemand wurde verletzt. Die Streife der Stadtpolizei sperrte die Straße ab und leitete den Verkehr um.

In der zweiten Septemberwoche meldeten mehrere Zeuginnen und Zeugen aufheulende Fahrzeugmotoren und durchdrehende Fahrzeugreifen am Mainparkplatz. Die Stadtpolizei traf sechs Personen an, die teilweise laute Musik hörten und tanzten. Ein Mann ließ den Motor aufheulen und die Reifen seines Fahrzeugs durchdrehen. Dabei entwickelte sich Rauch. Einen Führerschein konnte der Mann nicht vorlegen und ein Atemalkoholtest ergab 1,0 Promille.

Ebenfalls in der zweiten Septemberwoche bat das Polizeirevier um Unterstützung bei einem Exhibitionisten in der Nähe des Cinemax. Eine Streife der Stadtpolizei fasste den bereits mehrfach polizeilich bekannten Mann anhand einer Personenbeschreibung.

Die Stadtwache erhielt in der dritten Septemberwoche einen Anruf von einem Mann, der sagte, dass eine seiner Schwestern die andere Schwester körperlich angegriffen und mit einem Messer bedroht habe. Sie leide unter Schizophrenie. Wegen einer vorherigen Nachricht des Gesundheitsamts war bereits bekannt, dass die Frau aggressiv ist. Die Stadtpolizei prüfte ihren Zustand und brachte sie in eine Klinik.

Ebenfalls in dieser Woche kam eine Mitarbeiterin einer Schule auf die Wache. Sie erzählte von einer Schülerin, die gesagt habe, ihre Mutter wolle sich in der kommenden Nacht etwas antun. Die Stadtpolizei fand den Namen der Schülerin heraus und sendete eine Streife der Landespolizei zu ihrer Adresse. Im Gespräch mit der Schülerin und ihrer Mutter stellte sich heraus, dass die Schülerin in der Schule über einen Horrorfilm gesprochen hatte.

In der letzten Septemberwoche meldeten mehrere Zeuginnen und Zeugen eine Gruppe von 150 Menschen auf dem Parkplatz Mainvorgelände, die laut Musik abspielten. Mehrere Streifen der Stadt- und Landespolizei sicherten den Ort. Sie fanden heraus, dass die Menschengruppe Fans von einem Musiker waren und seine Musik gemeinsam hören wollte. Wie es zu dieser Veranstaltung gekommen war, konnte nicht geklärt werden.

Das Stadtgesundheitsamt bat die Stadtpolizei in derselben Woche um Hilfe bei einem aggressiven Mann. Dieser war seiner Schwester zufolge stark abhängig von Betäubungsmitteln. In der Vergangenheit habe sie ihn mit einem Messer oder einer Machete bewaffnet vorgefunden. Eine Streife der Stadtpolizei begleitete das Stadtgesundheitsamt und die Schwester zu einem Hausbesuch, hielt sich dabei aber versteckt. Der Mann reagierte aufgebracht und ließ niemanden in seine Wohnung. Die Streife musste jedoch nicht eingreifen.

Aufenthaltsermittlungen

Die Stadtpolizei musste auch im September zwischen drei und 23 Aufenthaltsermittlungen pro Woche durchführen. Hierbei geht es in erster Linie um die Überprüfung ehelicher Lebensgemeinschaften und um Fälle, in denen dringende behördliche Post aufgrund fehlender Briefkästen oder Klingeln nicht zugestellt werden konnte.

Hintergrund

Die Stadtpolizei gehört zum Offenbacher Ordnungsamt und berichtet auf dem städtischen Internetauftritt unter www.offenbach.de/stadtpolizei wöchentlich über ihre Einsätze. Darüber hinaus gibt sie einmal im Monat über den Presse-Newsletter einen Überblick über die Einsätze im vorherigen Monat. Im Monatsbericht kann nur eine gekürzte Auswahl der Einsätze aufgenommen werden. Wer sich für die ausführlichen Wochenberichte interessiert, kann alle unter www.offenbach.de/stadtpolizei-berichte nachlesen.

Mehr zur Erreichbarkeit der Stadtpolizei: www.offenbach.de/stadtpolizei-kontakte

(Text: PM Stadt Offenbach)