Frühzeitige und verlässliche Beratung hilft, finanzielle Krisen zu bewältigen und soziale Teilhabe zu sichern
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich den Jahresbericht der städtischen Schuldner- und Insolvenzberatung für 2025 zur Kenntnis genommen, aus dem hervorgeht, dass die Nachfrage nach Unterstützung durch die Beratungsstelle auch im letzten Jahr gestiegen ist. Der Bericht führt 2.234 Beratungen auf, das sind 169 mehr als im Vorjahr. Ein weiterer Aspekt: Schulden und Überschuldung sind ein gesamtgesellschaftlich relevantes Thema und können Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen treffen.
Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz betont die Bedeutung der seit 1985 bestehenden Beratungsstelle: „Wenn immer mehr Menschen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer finanziellen Situation suchen, ist eine gut erreichbare und verlässliche Schuldnerberatung unverzichtbar. Überschuldung kann soziale Teilhabe gefährden, persönliche Krisen verschärfen und zum Wohnungsverlust führen. Deshalb ist sie ein zentraler Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge. Wir wollen durch frühzeitige Hilfe Stabilität schaffen und Wege zurück zu einer selbstbestimmten Lebensführung eröffnen.“
Mit Beratung, Präventionsarbeit und Vernetzung konnte die Schuldner- und Insolvenzberatung auch 2025 zahlreichen Menschen helfen, ihre finanzielle Situation zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Der Jahresbericht führt auf, dass 1338 Kontakte sich auf Beratungen mit dem Ziel der Schuldenregulierung bezogen, in 555 Fällen erfolgte eine so genannte Kurzberatung mit dem Schwerpunkt auf Krisenintervention durch finanzielle Existenzsicherung und Aufklärung hinsichtlich des Zwangsvollstreckungsschutzes. Eine telefonische oder E-Mail-Beratung fand in 341 Fällen statt. Außerdem wurden 245 Bescheinigungen über den erhöhten Pfändungsfreibetrag bei Kontopfändungen ausgestellt.
Bürgermeisterin Akdeniz betont den gesellschaftlichen Nutzen der Schuldner- und Insolvenzberatung: „Je früher Menschen diese Unterstützung erhalten, desto eher lassen sich Krisen stabilisieren und schwerwiegende soziale Folgen wie der Verlust von Wohnung oder Arbeitsplatz verhindern. Damit sichern wir gesellschaftliche Teilhabe und Perspektiven in schwierigen Lebenslagen. Gleichzeitig ist eine frühe Schuldnerberatung eine kluge Investition in die Zukunft: Sie reduziert die Abhängigkeit von Sozialleistungen, stärkt die soziale Stabilität unserer Stadt und hilft langfristig, Folgekosten zu vermeiden und unsere sozialen Sicherungssysteme zu entlasten.“
Dazu ergänzt Larissa Gregarek, die neue Leitung der Schuldner- und Insolvenzberatung: „Die Auslöser für finanzielle Probleme können ganz individuell sein und jede und jeden von uns treffen. Unser Team unterstützt die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger dabei, den Überblick zurückzugewinnen und die Finanzen wieder zu ordnen. Wer Fragen hat oder Hilfe braucht, kann sich jederzeit bei uns melden. Wir schauen uns Ihre Situation gemeinsam an und finden Schritt für Schritt einen Weg aus der Krise.“
Kontaktdaten:
Amt für Soziales und Prävention
Abt. Schuldner- und Insolvenzberatung
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt
Telefon: 06151 13-3496
E-Mail: schuldnerberatung@darmstadt.de
(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)


