Mit BOJA auch jetzt noch einen Ausbildungsplatz finden

(Symbolfoto: Janno Nivergall auf Pixabay)

Das Ausbildungsjahr hat bereits begonnen – aber noch nicht alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben einen Ausbildungsplatz gefunden. Wer bislang leer ausgegangen ist, sollte den Wunsch nach einer Ausbildung aber nicht aufgeben. Ein Einstieg ist nämlich auch jetzt noch möglich: Mit dem Angebot BOJA – die Abkürzung steht für „Bewerberorientierte Jugend- und Ausbildungsakquise“ – unterstützt das Jobcenter des Landkreises Darmstadt-Dieburg die bei ihm registrierten jungen Kundinnen und Kunden dabei, doch noch den passenden Weg in eine betriebliche Ausbildung zu finden. In manchen Betrieben bleiben Stellen nämlich auch nach Beginn des Ausbildungsjahres unbesetzt, andere Ausbildungsplätze werden kurzfristig wieder frei.


“Wir nehmen die jungen Menschen quasi an die Hand”

„Das Besondere dabei ist, dass wir hier eine bewerberorientierte und gleichzeitig auch arbeitgeberorientierte Ausbildungsplatzvermittlung betreiben“, erklärt Sozialdezernentin Christel Sprößler: „BOJA verbindet eine individuelle, intensive Begleitung der jungen Menschen mit der direkten Suche nach passenden Ausbildungsbetrieben. Wir nehmen die jungen Menschen quasi an die Hand und helfen ihnen dabei, einen Betrieb zu finden, der zu ihnen und ihren Interessen passt.“

„Der Ausbildungsstart ist kein Stichtag, an dem alle Chancen vorbei sind“, sagt Christina Brahm, Fachbereichsleiterin der Aktivierenden Hilfe bei der Kreisagentur für Beschäftigung. „Es gibt auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn Betriebe, bei denen noch Ausbildungsplätze frei sind. Mit BOJA möchten wir junge Menschen ermutigen, jetzt aktiv zu werden und ihre Chance zu nutzen.“

Auch für junge Erwachsene

Denn die Gründe, warum es bisher mit einem Ausbildungsplatz nicht geklappt hat, sind vielfältig. Manche Jugendliche sind noch auf der Suche nach dem passenden Beruf. Andere wissen bereits, was sie wollen, benötigen aber Unterstützung bei Bewerbungen oder beim Kontakt zu Unternehmen. Wieder andere haben schon mehrere Bewerbungen geschrieben, aber bislang keine Zusage erhalten. BOJA richtet sich an Schülerinnen und Schüler im letzten allgemeinbildenden Schuljahr sowie an junge Erwachsene bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres, die Leistungen beim Jobcenter beziehen, eine betriebliche Ausbildung aufnehmen möchten und dabei Unterstützung benötigen.

„In einem gemeinsamen Erstgespräch wird deshalb zunächst geklärt, wo die jeweilige Person steht, welcher Unterstützungsbedarf besteht und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Je nach Situation kann die Betreuung intensiver oder stärker auf die konkrete Vermittlung ausgerichtet werden“, erklärt Brahm. Und das zweigeteilt: Die bewerberorientierte Fachkraft des Jobcenters unterstützt beispielsweise bei der beruflichen Orientierung, bei Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgesprächen, Selbstorganisation und der Umsetzung konkreter Bewerbungsschritte. Die arbeitgeberorientierte Fachkraft hingegen sucht parallel nach passenden Ausbildungsstellen, nimmt Kontakt zu Unternehmen auf, klärt Anforderungen und begleitet konkrete Bewerbungsprozesse.

„Das ist eine besondere Stärke von BOJA“, erklärt Stephanie Friedel Fachgebietsleiterin des Arbeitgeberservices. „Wir schauen nicht nur darauf, was der junge Mensch braucht, sondern gehen gleichzeitig aktiv auf Ausbildungsbetriebe zu. Dadurch können wir viel konkreter vermitteln.“

Alternativen zur Ausbildung

Aber auch dann, wenn ein Ausbildungsvertrag nicht kurzfristig noch realisiert werden konnte, lässt das Jobcenter mit BOJA die jungen Menschen nicht ohne Perspektive zurück: Gemeinsam wird überlegt, welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Das kann beispielsweise eine Einstiegsqualifizierung, ein Praktikum oder eine betriebliche Erprobung sein. Auch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst können je nach persönlicher Situation eine sinnvolle Möglichkeit sein. Gleichzeitig kann die nächste Ausbildungsplatzsuche gezielt vorbereitet werden.

Daher appelliert Christel Sprößler an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben: „Nicht aufgeben – jetzt noch einmal durchstarten!“

Wer noch freie Ausbildungsplätz hat, kann sich beim Arbeitgeberservice der Kreisagentur für Beschäftigung Darmstadt-Dieburg melden: telefonisch unter 06151 / 881-5044 oder per E-Mail an Arbeitsmarkt@ladadi.de.

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)