Anti-Sticker-Beschichtung für Verkehrsschilder in Darmstadt

(Symbolfoto: Peggy_Marco auf Pixabay)

Nach erfolgreichem Pilotversuch setzt die Wissenschaftsstadt den Schutz künftig dauerhaft ein

Das Mobilitäts- und Tiefbauamt hat ein positives Fazit zum Pilotversuch mit einer sogenannten Anti-Sticker-Beschichtung für Verkehrsschilder gezogen. Da auch in Darmstadt immer wieder Verkehrsschilder mit Stickern beklebt werden, hat das Mobilitäts- und Tiefbauamt in einem Pilotversuch den Einsatz von speziellen Oberflächenbeschichtungen auf Verkehrsschildern gestartet. Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey betont nach der einjährigen Versuchsphase: „Die Beschichtung reduziert die Verschmutzung durch Aufkleber deutlich und trägt dazu bei, den Aufwand für Reinigung und Instandhaltung langfristig zu verringern. Die Stadt wird die Schutzbeschichtung daher künftig dauerhaft einsetzen und bei der Neubeschaffung von Verkehrsschildern grundsätzlich vorsehen.“


„Besonders deutlich zeigt sich der Erfolg an stark betroffenen Standorten, wie etwa im Umfeld des Stadions. Dort mussten Verkehrsschilder in der Vergangenheit regelmäßig, insbesondere nach Fußballspielen, von Aufklebern befreit werden. Auf den entsprechend beschichteten Schildern sind hingegen auch nach Abschluss der Testphase nahezu keine Aufkleber mehr festzustellen. Die Verschmutzung konnte damit erheblich reduziert und teilweise nahezu vollständig verhindert werden“, so Wandrey.

Auch wirtschaftlich rechnet sich der dauerhafte Einsatz dieser speziellen Beschichtung. Zwar fallen bei der Anschaffung zunächst höhere Kosten an, diese stehen aber in einem besseren Verhältnis zu den Kosten der wiederkehrenden Reinigung und Instandhaltung. „Was für einige wie ein harmloser Zeitvertreib oder als spaßige Freizeitbeschäftigung erscheinen mag, verursacht für die Stadt seit Jahrzehnten einen erheblichen Aufwand und Kosten. Besonders problematisch ist es, wenn Aufkleber oder Farbschmierereien die Sichtbarkeit und Lesbarkeit wichtiger Verkehrszeichen beeinträchtigen und dadurch die Verkehrssicherheit gefährdet wird“, so Wandrey weiter.

An untergeordneten Standorten, beispielsweise in Feld- und Waldgebieten, außerhalb geschlossener Siedlungen, kann im Einzelfall auf die zusätzliche Beschichtung verzichtet werden. „Mit der dauerhaften Einführung setzen wir auf eine langfristig wirtschaftliche Lösung, die das Erscheinungsbild der Verkehrsschilder verbessert und den Unterhaltungsaufwand reduziert. Der Pilotversuch hat damit die Grundlage für eine nachhaltige Anpassung der Beschaffungspraxis gelegt“, betont Wandrey abschließend.

Hintergrund

In Darmstadt gibt es rund 30.000 Verkehrszeichen sowie etwa 2.000 Wegweiser. Die genaue Anzahl der verschmutzten oder beschädigten Schilder ist aufgrund der Dynamik des Problems nicht erfassbar. Über den Mängelmelder gehen täglich mehrere Hinweise auf verschmutzte oder beschädigte Schilder ein. Reinigung und Austausch verursachen dabei einen erheblichen Aufwand.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)