Neuer Auftritt für den Alten Flugplatz Frankfurt

Der neue Infobereich vermittelt Besucherinnen und Besuchern des Alten Flugplatzes viel Wissenswertes. (Foto: Nina Kuschik)

Einheitliche Beschilderung, Informationen zur Geschichte und ein abgestimmtes Design für einen ganz besonderen Ort im GrünGürtel

Der Alte Flugplatz in Frankfurt verändert sich weiter. Ein eigens für den Ort entwickeltes Konzept zielt darauf ab, das über vier Hektar große ehemalige Militärgelände im Frankfurter GrünGürtel als Natur-, Erholungs- und Umweltbildungsort weiter zu stärken. So wurden unter der Regie des Umweltamtes in den vergangenen zwei Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise entsiegelte Baumstandorte und zusätzliche Sitzgelegenheiten. Mit einer einheitlichen Beschilderung, einem neuen Logo, einer eigenen Schrift und einem abgestimmten Farbkonzept erhält der Alte Flugplatz nun auch einen modernen Auftritt.


Neue Gestaltungselemente stärken den Charakter des Ortes

Prägend für das Corporate Design sind vor allem die Landebahn und die Beton-Schollen, die beim Umbau des Geländes Anfang des Jahrtausends entstanden sind, sowie die Farbe Gelb, die an Flughäfen genutzt wird, um Signalwirkung zu erzielen. Demgegenüber steht ein dunkles Blaugrau für sachliche Information.

Mit dem neuen Erscheinungsbild trägt der Ort nun noch einen Zusatz im Namen, der ihn auch überregional erkennbar macht: Alter Flugplatz Frankfurt. Gleichzeitig bleibt er Teil des großen Ganzen: des Frankfurter GrünGürtels.

Die neue Beschilderung erleichtert die Orientierung. Eine fünf Meter hohe Stele im Eingangsbereich wurde neu gestaltet und markiert den Zugang zum Gelände.

Von der Nidda kommend gibt eine Tafel auf dem Steg den Besucherinnen und Besuchern einen Überblick über das Gelände, die Standorte der öffentlichen Toilettenanlagen und Informationen zur Nutzung der Gebäude. Unterschiedliche Grüntöne machen auf einen Blick deutlich, welche Bereiche der Naherholung dienen und wo Natur- und Landschaftsschutz Vorrang haben. Leicht verständliche Piktogramme bitten um Rücksichtnahme und zeigen Verhaltensregeln für diesen besonderen Ort an.

Von der militärischen Nutzung zu Naherholung, Umweltbildung und Naturschutz

Zwischen dem Tower und dem Gebäude des Feuerwehrmuseums wurde ein Informationsbereich neu angelegt und die in die Jahre gekommene Infotafel komplett überarbeitet.

Dort erhält man eine Übersicht über die Geschichte des Ortes in den Niddawiesen, von einem vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gelände zu einem militärisch geprägten Ort, der durch historischen Wandel zu einem Vorzeigeprojekt für die Umnutzung eines Militärstandortes werden konnte.

Eine kurze Chronik stellt die Entwicklung und Geschichte des Ortes dar und setzt sie mit bedeutsamen Ereignissen der Geschichte in Bezug. Mit historischem und aktuellem Bildmaterial werden die Veränderungen über die Jahrzehnte dokumentiert. Dabei wird auch aufgezeigt, wie sich die Artenvielfalt unter Tieren und Pflanzen verändert hat.

Plakate in Schaukästen machen auf die nächsten Veranstaltungen am Alten Flugplatz Frankfurt und im gesamten GrünGürtel aufmerksam. Spazierende erhalten Tipps für Touren in die nähere Umgebung. Die Informationen stehen auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

„Orte der Naherholung in Frankfurt erfüllen im Idealfall vieles: Sie schützen Natur, bewahren Geschichte und ermöglichen Menschen, ihre Umgebung zu entdecken. Der Alte Flugplatz Frankfurt bringt all das zusammen. Die neue Informationstafel macht sichtbar, wie sich das Gelände verändert hat und warum es heute für den Naturschutz so wertvoll ist. Wer mehr erfahren möchte, kann bei den sonntäglichen Führungen der NaturLotsinnen die besondere Landschaft und Geschichte des Geländes näher kennenlernen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima und Umwelt.

Kjell Schmidt, Geschäftsführer des Regionalparks RheinMain und Co-Finanzierer, ergänzt: „Es ist sehr erfreulich, dass nun Schritt für Schritt weitere Bausteine aus dem Gestaltungskonzept zu sehen sind. Die Weiterentwicklung des Alten Flugplatzes Frankfurt ist auch für den Regionalpark bedeutsam, kreuzen sich hier doch Regionalparkrouten mit GrünGürtel-Themenwegen und vernetzen den GrünGürtel mit der Region.“

„Der Alte Flugplatz steht nicht still. Was dort passiert, findet niemals einen wirklichen Abschluss. Natur und Landschaft entwickeln sich weiter, und wir haben noch vieles vor, was wir aus dem Entwicklungskonzept ziehen möchten “, sagt Thomas Hartmanshenn, Leiter der Projektgruppe GrünGürtel im Umweltamt. Als eine der größten Herausforderungen nennt er zudem die notwendige Sanierung der Bestandsgebäude.

Weitere Informationen finden sich unter Alter Flugplatz | Stadt Frankfurt am Main.

(Text: PM Umweltamt Stadt Frankfurt)