
Mit mehr als 400 Brustoperationen pro Jahr ist das Langener Brustzentrum ein wichtiger Anlaufpunkt für betroffene Frauen. Als einziges DIN:ISO zertifiziertes Brustzentrum im Kreis Offenbach leistet es zudem einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung.
Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 70.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Umso wichtiger sind die Früherkennung, moderne Behandlungsmöglichkeiten und eine persönliche Begleitung, die auf die individuellen Bedürfnisse jeder Patientin eingeht. Das Team des zertifizierten Brustzentrums der Asklepios Klinik Langen setzt sich deshalb das ganze Jahr über dafür ein, Frauen über Brustgesundheit, Vorsorge und aktuelle Therapieverfahren aufzuklären und ihnen bei gut- und bösartigen Veränderungen der Brust zur Seite zu stehen.
„Brustkrebs ist heute in vielen Fällen heilbar – insbesondere, wenn er früh erkannt wird. Bei rund 90 Prozent unserer Brustkrebsoperationen können wir die Brust erhalten“, erklärt Dr. Krapfl, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Asklepios Klinik Langen.
Vorsorge kann Leben retten
Regelmäßige Untersuchungen helfen, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen. Frauen ab 30 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung der Brust und der umliegenden Lymphknoten durch ihre Frauenärztin oder ihren Frauenarzt. Für Frauen zwischen 50 und 75 Jahren gehört zudem die Mammographie im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms dazu. Mit dieser Röntgenuntersuchung lassen sich auch sehr kleine, noch nicht tastbare Veränderungen entdecken.
Zwar kann Früherkennung Brustkrebs nicht verhindern, sie verbessert jedoch die Chancen, eine Erkrankung rechtzeitig zu diagnostizieren und erfolgreich zu behandeln. „Da die frühzeitige Diagnose die Heilungschancen so enorm beeinflusst, sollten Patientinnen die Vorsorgeuntersuchungen immer wahrnehmen und immer eine möglichst frühzeitige Abklärung anstreben“, so Dr. Krapfl. Sobald eine Frau einen Knoten an ihrer Brust wahrnimmt, sollte sie sich an ihren Gynäkologen wenden. Ob es sich um eine Zyste, einen gut- oder aber einen bösartigen Tumor handelt, erkennt in der Regel schon die Frauenärztin oder der Frauenarzt. Um aber eine sichere Diagnose durch eine mikroskopische Untersuchung erhalten zu können, ist eine Punktion der Veränderung in örtlicher Betäubung nötig. Diese sollte in der Regel in einem zertifizierten Brustzentrum wie dem der Asklepios Klinik Langen durchgeführt werden.
Ablauf der medizinischen Behandlung
Eng vernetzt mit den verschiedenen medizinischen Fachbereichen wie Radiologie, Nuklearmedizin und Psychoonkologie ist das Brustzentrum auf die individuelle abgestimmte Betreuung sämtlicher gutartigen und bösartigen Erkrankungen spezialisiert. „Hier wird die Brust mittels Tastuntersuchung, hochauflösendem Ultraschall, Mammographie und Kernspin-tomographie beurteilt. Es folgt dann eine Diagnose, die neben der Frage: „gut- oder bösartig“, bei bösartigen Tumoren auch klärt, welche Eigenschaften der Tumor hat, und ob neben der Operation auch eine Chemotherapie notwendig sein wird“, erklärt Dr. Krapfl. In allen Fällen wird ganz individuell für die Patientin und mit der Patientin über die Art der Behandlung ent-schieden. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto kleiner ist der operative Eingriff und desto besser sind die Heilungschancen. Wenn aber aufgrund der Eigenschaften des Tumors von Anfang an klar ist, dass eine Chemotherapie nötig ist, wird diese in der Regel schon vor der Operation durchgeführt. Dadurch verkleinert sich der Tumor oft so stark, dass auch die Operation deutlich geringer ausgedehnt ist und bei noch mehr Frauen die Brust erhalten werden kann.
Wann immer möglich, versucht das Langener Ärzteteam, brusterhaltend zu operieren. Nach dem Eingriff wird die Brust bestrahlt, um das Risiko eines erneuten Auftritts von Krebszellen zu minimieren. Studien haben gezeigt, dass durch die Nachbestrahlung eine höhere Sicherheit erzielt werden kann. Die brusterhaltende Operation stellt also kein höheres Risiko für die Bildung eines erneuten Tumors dar. Dafür bedeutet die Brusterhaltung für die meisten Patientinnen ein wichtiges Plus für ihr Selbstbild und damit für die Psyche.
Persönliche Begleitung
„Natürlich ist die Diagnose Brustkrebs immer ein Schock. Für uns ist es daher wichtig, die Ängste der Patientinnen (manchmal auch Patienten) ernst zu nehmen und empathisch aufzufangen und zu begleiten. Brustkrebs kann heute meist geheilt werden, aber der Schock bleibt oftmals fürs Leben“, so Dr. Zahra Ghanaati, Psychoonkologin der Asklepios Klinik Langen. Die einfühlsame und ganzheitliche Behandlung ist dem Langener Team besonders wichtig. Daher lernt der Operateur im Langener Brustzentrum die Patientinnen/en immer persönlich vor der OP kennen und bespricht den OP-Verlauf ganz genau mit ihr. Kein Krebs, und damit auch kein Brustkrebs ist wie der andere. Auch jede Patientin geht anders mit der Diagnose um. Im Brustzentrum gehört die ganz individuelle Betreuung der Patientin ebenso zur Behandlung wie die Therapie des Krebses an sich. „Gerade bei Brustkrebs ist es wichtig, auch die Seele mit zu betreuen. Deshalb nehmen wir uns schon beim ersten Gespräch viel Zeit für die Patientinnen. Neben dem behandelnden Arzt sind daher auch eine Breast-Care-Nurse und eine Psychoonkologin mit dabei. Wir beziehen sehr gerne auch die Partner /Angehörigen mit ein, denn sie sind oftmals eine wichtige Stützte für die Patientinnen-in manchen Fällen benötigen aber auch die Angehörigen Hilfe. Wir sehen es als unsere Aufgabe, sowohl die Patientinnen als auch ihre Angehörigen einfühlsam und individuell zu begleiten“, so Dr. Krapfl.
(Text: PM Asklepios Klinik Langen)
