Mit dem dritten Sieg im fünften Rennen am Samstag beim 41. V-Card Triathlon in Viernheim er- reichten die Männer des VfL Münster REA Card Triathlon das erträumte Saisonziel klar. Der Aufstieg in die erste Triathlon Bundesliga ist geschafft. Mit einem Start-Ziel-Sieg beim Mannschaftsrennen rund um das Viernheimer Waldstadion und Waldschwimmbad ließ das Team von Beginn an keine Zweifel daran, was man sich für das Saisonfinale vorgenommen hatte.
Unterstützt von vielen Fans und Athlet*innen ging es um 11:20 Uhr los, mit dem abschließenden Teamrennen. Zuerst stand eine Staffel Schwimmen mit 4 x 350 m auf dem Programm. Hier wartete mit dem Österreicher Jan Hercog, der im letzten Jahr bei Olympia in Paris beim Freiwasserschwimmen am Start war, gleich eine harte Nuss auf Paul Kalmbacher, der für das Münsterer Team das Rennen eröffnete. Mit einem beherzten Schwimmen konnte er den Abstand zum Profi-Schwimmer im Rahmen halten und als Zweiter den nächsten Athleten ins Wasser schicken. Robin Schüssler konnte das erste Stück des Würzburger Vorsprungs wieder wettmachen. Auf ihn folgte Christian Ache, für den nach seinem Europacup-Sieg in der letzten Woche gleich das nächste Highlight auf dem Programm stand. Er konnte den Rückstand dann auf rund 30 m verkürzen. Lukas Bugar, der als letzter Schwimmer des Quartetts ins Becken springen musste, machte dann kurzen Prozess und schwamm das Team an die Spitze des Feldes. Mit 12 Sekunden Vorsprung wechselten die vier Jungs auf die Radstrecke.
Die nächsten 20 Rennkilometer wurden in einem Schnitt von 46 km/h zurückgelegt, und der Vor- sprung auf den Tabellenführer DSW Darmstadt, der als Dritter zum Radfahren gewechselt hatte, wurde weiter ausgebaut. Mit einem Vorsprung von 39 Sekunden auf den Verfolger ging es dann auf die abschließenden 5 Laufkilometer. Hier kannte der Zug vom VfL Münster REA Card Triathlon Team weiter keine Grenzen und drückte unermüdlich aufs Tempo. Das führte dazu, dass Paul Kalmbacher am Ende nicht mehr mitlaufen konnte, was aber nicht weiter schlimm war, da nur vier gestartete Athleten gemeinsam ins Ziel kommen mussten. Die Verfolger vom DSW Darmstadt hatten an die- sem Tag keine Chance, dem entfesselt auftretenden Team aus Münster zu folgen. Unter großem Beifall der Zuschauer lief das Team nach 1:04:08 h ins Ziel und sicherte sich somit mit über einer Mi- nute Vorsprung den dritten Saisonsieg. Als zweites Team folgte der DSW Darmstadt vor dem Team von Ludwigsburg 08 und SG Limbach/Elz.
In der Abschlusstabelle der 2. Bundesliga Süd hieß das am Ende Platz 2, punktgleich mit dem DSW Darmstadt. Entschieden haben es am Ende die Platzziffern: Hier hatten die Darmstädter vier weni- ger auf dem Konto als das Team vom VfL Münster. Da der DSW Darmstadt bereits ein Team in der ersten Triathlon Bundesliga hat, kann er nicht mehr aufsteigen, und es rückt automatisch der nächste Platzierte nach. Das junge Team vom VfL Münster REA Card Triathlon Team hat somit sein Saisonziel erreicht – den Aufstieg in das Triathlon-Oberhaus.
Bei den Damen lief das letzte Rennen der Saison nicht optimal. Bedingt durch das Fehlen einiger Leistungsträgerinnen fehlte die notwendige sportliche Ausgeglichenheit im Team für das Teamrennen. Jemima Möller, Franka Fleckenstein, Lisa Diener und Lina Veith zeigten ein engagiertes Rennen, konnten aber nicht an die Leistungen der letzten drei Rennen anknüpfen. Am Ende des Tages landete das Team auf dem 14. Platz. Am Ende der Saison stand dann aber der größte Erfolg eines Damenteams des VfL Münster REA Card Triathlon Teams: Die Damen belegten den dritten Gesamt- platz hinter den Teams aus Heidelberg und Tübingen.
Mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga der Herren und dem dritten Platz der Damen in der 2. Bundesliga Süd endet die bisher beste Liga-Saison des VfL Münster mit drei ganz großen Ausrufezei- chen. Als der Verein vor 25 Jahren mit der Nachwuchsarbeit im Triathlon begann, war an einen Start im Ligasystem noch gar nicht zu denken. Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich eine Trainings- gruppe, die sich in die Ligen des HTV wagte. Sukzessive entwickelten sich Athlet*innen, Trainer*innen und Teams weiter. Die initiale Zündung, sich Richtung höhere Ligen zu entwickeln, fiel auf eine Klausurtagung des Vereins in Heimbuchental. Hier wurde vor zehn Jahren das Ziel ausgemacht: Wir wollen in die Regionalliga. 2017 war es dann so weit – der VfL Münster gewinnt die erste Hessenliga und wird Hessischer Mannschaftsmeister bei den Herren. Damit war dann 2018 das Ziel Regional- liga erreicht. In der Zwischenzeit entwickelten sich im Verein viele erfolgreiche Jugendliche, die sich im Landeskader etablierten. Mit diesen jungen Athlet*innen etablierte man sich bei den Herren in der Regionalliga. Auch die Damen zogen nach und schafften den Sprung in die Regionalliga. 2022 gewann das Männerteam dann die Regionalliga Mitte und sicherte sich den Aufstieg in die 2. Bun- desliga Süd. Ein Jahr später folgten die Damen ebenfalls in die 2. Bundesliga. Im Jahr 2024 gab es für beide Teams dann das erste Mal Podiumsplätze und man beendet die Saison jeweils im Mittel- feld. Der erste große Erfolg war in diesem Jahr gleich das Auftaktrennen der Damen mit einem zweiten Platz in Freilingen und dem dritten Platz der Männer in Viernheim. Zudem gewinnt Antonia Seemann die Gesamteinzelwertung bei den Frauen. Das Jahr 2025 startet dann mit einem Kälte- schock in Freilingen. Bei eisigen Temperaturen belegten die Männer Platz 3 und waren auf Kurs ihres Saisonziels, die Damen landeten beim Auftakt der Saison auf dem 7. Platz. Rennen Nummer 2: Das VfL REA Card Triathlon Team nimmt Fahrt auf. Der erste Sieg in der 2. Bundesliga für die Herren und ein starker dritter Platz für die Damen. Gleich eine Woche später wieder zwei Podestplätze für Münster: Platz 3 für die Damen und Platz 2 für die Herren. Bei den Finals in Dresden folgte dann ein sehr starker 7. Platz in der Mixed Relay. Nach der kurzen Pause ging es in Nürnberg mit dem Sieg der Herren weiter. Die Damen landeten auf Platz 2. Und in Viernheim kam demzufolge der verdiente Lohn für die zwei jungen Teams aus Münster.
(Text: PM VfL Münster)