Hundesport-Verein Obertshausen blickt stolz auf vier Jahrzehnte

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Vorführung der Wettkampfmannschaft. (Foto: ah)

Vielleicht wissen manche Bürger von Obertshausen nicht, wo der Verein für Schutz- und Gebrauchshunde (VSGO) zu finden ist, und die Adresse Rembrückerweg 94 wird oft auch nichts sagen. Aber viele kennen das Remedy, das im Vereinsheim des VSGO beheimatet ist. Nach der zweitägigen Jubiläumsfeier dürfte der Verein mehr Menschen bekannt sein.


Mit einem Festwochenende zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins hat die lokale Hundesportgemeinschaft gemeinsam mit Politik, Vertretern der Stadt und des Vereinsrings einen Blick zurück auf eine ereignisreiche Entwicklung geworfen. Im Mittelpunkt stand der Wandel des Vereins von einer kleinen Gründungsidee 1985 zu einer breit aufgestellten Institution des Hundesports mit inzwischen etwa 100 Mitgliedern. Die 1. Vorsitzende Kerstin Müller eröffnete am Samstag das Festprogramm: „Heute feiern wir vier Jahrzehnte Hundesport. Dies umfasst eine Vielzahl verschiedener Angebote rund um den Hundesport.“
Der Verein bietet nach wie vor Turnierhundesport, Rallye-Obedience, Obedience, Begleithundeausbildung, Gruppenarbeit, Spürhundesport – und vor allem Spiel und Spaß mit dem Hund. Dass der Verein gelungen gewachsen sei, betonte sie mit den Worten: „Vor 40 Jahren hat alles begonnen. Eine kleine Gruppe Gleichgesinnter gründete 1985 den Verein. Seitdem haben wir gemeinsam viel erreicht.“

Zu den Meilensteinen der Entwicklung zählte Müller unter anderem den Bau des Vereinsheims, in dem jetzt das Remedy zu finden ist, in den frühen 1990er-Jahren. Eine „große Herausforderung“ war die Sanierung der Biergartenterrasse Anfang dieses Jahres sowie die langjährige und schöne Zusammenarbeit mit dem Pächter Markus Straße. Die Rede hob zudem die starke Gemeinschaft hervor: „Eine starke Gemeinschaft, in der jeder Hund, egal welcher Rasse oder Größe, willkommen ist und jeder Mensch Unterstützung findet.“ Zu den Werten des Vereins gehören Respekt, Fairness, Freude am Training und die liebevolle Verantwortung für die Vierbeiner. Ein Dank ging an Gründerinnen und Gründer, Übungsleiter, Trainer, Helferinnen und Helfer, Vorstandsmitglieder und deren Familien – „ohne eure Unterstützung wäre dieses Jubiläum nicht möglich“.

Der Tag der offenen Tür am Sonntag, so kündigte Müller an, beginne um 11 Uhr mit Vorführungen, Kaffee und Kuchen sowie einem Jedermann-Hunderennen. So bleibe der Verein nicht stehen, sondern gewinne neue Mitglieder und Hundebesitzer – ein zentrales Anliegen in der Perspektive für die kommenden Jahre: „Lasst uns dankbar zurückblicken. Und zugleich optimistisch in die Zukunft schauen, dass ein Vereinsleben weiterhin möglich ist und auch weiterhin von öffentlicher Hand unterstützt wird. Mögen die nächsten Jahre ebenso erfolgreich, fair und fröhlich sein wie die bisherigen.“

Bürgermeister Manuel Friedrich lobte in seiner Ansprache das Remedy als fest verankerten Bestandteil der Stadt und betonte die Verbundenheit zwischen VSGO und der Obertshausener Bevölkerung. Er wies zudem auf die Bedeutung des Ehrenamts und der Teamarbeit hin und würdigte die Arbeit der Vorstände: „Es braucht immer auch ein Team drumherum. Die Vorstandsarbeit wird auch natürlich immer schwerer. Es ist schön zu sehen, welche Bindung auch da zwischen dem Hund und den Menschen aufgebaut wird, das ist eine wunderbare Sache. Und das Weitere ist, dass darüber hinaus bei so einem Hundeverein ja nicht nur die Ausbildung, die Übung da wichtig ist, sondern ja auch der Sport. Und da kann man auch sagen, auch sportliche Erfolge hat die VSG vorzuweisen, Jahr für Jahr und dazu sage ich, hier lebt ein rundum gelungener Verein.“

Carsten Müller, Erster Kreisbeigeordneter, hob die positive Bilanz des Vereins hervor und betonte die enge Verbundenheit mit dem Hundesport sowie der Bevölkerung. Er gestand schmunzelnd, dass er selbst inzwischen Hundebesitzer ist und die gemeinsame Arbeit schätze.

Der Landtagsabgeordnete Christoph Mikuschek zog eine Parallele zwischen dem 40-jährigen Jubiläum des VSGO und gesellschaftlichen Veränderungen – „die Leidenschaft, den Verein nach vorne bringen, die sich gegenseitig zu unterstützen“ bleibe gleich. Er sprach von der Bedeutung einer starken Gemeinschaft, die den Hundesport und die Bindung zur Bevölkerung über vier Jahrzehnte gestärkt habe. Auch der erste Vorsitzende des Vereinsring Obertshausen, Jürgen Weber, gratulierte dem VSGO und überreichte eine Urkunde zur Anerkennung der langjährigen Mitarbeit bei gemeinsamen Veranstaltungen; ein symbolischer Beleg für die enge Zusammenarbeit in der Gemeinde.

Nach dem Bieranstich durch Bürgermeister Friedrich, den er mit zwei Schlägen bewältigte, ging es mit der Band „CoolRoxx“ bis in den späten Abend hinein weiter. Am Sonntag war dann das Gespann Hund und Mensch an der Reihe und es zeigte das breite Spektrum des Vereins: Hunderennen für Jedermann, Gruppenübung, Rally Obedience, einen beeindruckenden Auftritt der Wettkampfgruppe und als Krönung am Ende eine Vorführung im Turnierhundesport (THS).

Für Hunde ab dem sechsten Monat bietet der Verein eine umfassende Grunderziehung an. In den regelmäßigen Trainingseinheiten lernen Mensch und Hund gemeinsam, verschiedene Kommandos korrekt auszuführen, darunter „bei Fuß gehen“, „Sitz“ und „Platz“, aber Vorsitzende Kerstin Müller betonte: „Obwohl hier Grunderziehung erfolgt, so haben wir auch eine Begleithundegruppe, sind wir keine Hundeschule, sondern ein Hundesportverein!“.

(Text: ah)