Direkter Draht zur Stadt: Umwelttelefon in Frankfurt stark genutzt

333
(Symbolfoto: Michael Gaida auf Pixabay)

Umweltamt beantwortete 2025 über 3000 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern

„Darf ich den Baum auf meinem Grundstück fällen?“, „Im Naturschutzgebiet liegt Sperrmüll“ oder „Ich möchte gerne eine Rad- und Wanderkarte vom GrünGürtel“ – mit ganz konkreten Anliegen aus ihrem Alltag wenden sich Bürgerinnen und Bürger an das Umwelttelefon der Stadt Frankfurt. Auch im Jahr 2025 zeigt sich: Der direkte Draht zur Verwaltung wird intensiv genutzt und ist für viele Menschen ein wichtiger Service. Über 1250 Anrufe und rund 1200 Anfragen per E-Mail gingen beim Umwelttelefon ein, zusätzlich wurde mehr als 750 Mal Informationsmaterial bestellt.


Das Umwelttelefon ist neben der zentralen Behördennummer 115 ein Instrument, um bürgernah und lösungsorientiert zu Umweltthemen Auskunft zu geben. Ziel ist es, Anliegen möglichst schnell und verbindlich zu klären. Einen Großteil der Fragen beantwortet das fünfköpfige Team direkt. Wenn spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind, werden die Anliegen gezielt an die zuständigen Stellen weitergeleitet – damit Bürgerinnen und Bürger sich nicht selbst durch Zuständigkeiten navigieren müssen.

Umweltamt als gut erreichbare Anlaufstelle für Umweltfragen

Die häufigsten Anfragen 2025 betrafen – wie bereits in den vergangenen Jahren – das Thema Bäume, etwa Baumfällungen und Baumschutz (26 Prozent). Es folgten Fragen zu Abfall (14 Prozent), Arten (13 Prozent), Lärm (9 Prozent) und Wasser (9 Prozent). Die Themen spiegeln dabei auch aktuelle Herausforderungen wider: Im Sommer dominierten Anfragen zu Wespen- oder Hornissennestern, im Herbst Beschwerden über Laubbläser, im Winter Fragen zum Winterdienst. Auch der Hochwasser- und Starkregenschutz beschäftigt viele Menschen zunehmend.

Das Umwelttelefon wurde 1986 nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet, um Sorgen ernst zu nehmen und verlässliche Informationen bereitzustellen. Dieser Anspruch gilt bis heute: Das Umweltamt versteht das Angebot als Teil einer ansprechbaren Stadtverwaltung, die Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten will, um Lebensqualität in Frankfurt zu erhalten und weiter zu erhöhen.

„Das Umwelttelefon wurde aus einer Krise heraus gegründet. Dass es fast 40 Jahre später noch immer intensiv genutzt wird, zeigt: Der Wunsch nach verlässlicher Information, Orientierung und einem offenen Ohr ist geblieben und wichtiger denn je“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Auch in Zukunft steht das Umwelttelefon für konkrete Hilfe ohne Zuständigkeitsdebatten. So verstehe ich eine moderne, ansprechbare Stadtverwaltung.“

Das Umwelttelefon ist montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr unter 069/212-39100 erreichbar. Anfragen per E-Mail können an umwelttelefon@stadt-frankfurt.de gerichtet werden. Zusätzlich hat das Umweltamt zahlreiche Informationen, Vorlagen für Anträge, FAQs, Flyer und Broschüren zu häufigen Themen unter Umweltamt | Stadt Frankfurt am Main bereitgestellt.

Meldungen zu Müll, Straßenschäden oder anderen Problemen können Bürgerinnen und Bürger auch direkt über den Mängelmelder der Bürgerbeteiligungsplattform ffm.de oder über die kostenlose App „ffm.de“ einreichen.

(Text: PM Stadt Frankfurt)