Spielzeuggewehr lässt Polizei in Neu-Isenburg ausrücken

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Das aufgefundene Spielzeuggewehr. (Foto: PP Südosthessen)

Die Meldung, die am Dienstagnachmittag (20.) am Polizeinotruf einging, klang zunächst sehr ernstzunehmend und trieb den Puls bei den ausrückenden Streifen kurzzeitig in die Höhe. Letztlich wurde der Einsatz aber unter der Rubrik “falscher Alarm” verbucht.


Was war geschehen? Ein aufgeregter Passant hatte den Beamten gegen 15.30 Uhr mitgeteilt, dass ein Mann, halb-maskiert, im Bereich der Bahnhofstraße / Kurt-Schumacher-Straße in Neu-Isenburg mit einem Gewehr auf und ab laufe und damit herumhantiere. Mithilfe der Angaben des Anrufers spürten die loseilenden Streifenbesatzungen kurz darauf einen 33-Jährigen auf, der auf die zuvor abgegebene Beschreibung zutraf und einen medizinische Mund-Nasen-Bedeckung im Gesicht trug. Dabei hatte er ein Spielzeuggewehr, mit dem man kleine Schaumstoffgeschosse verschießen kann. Er habe die Plastik-Knarre in einem Mülleimer gefunden, diese mitgenommen und eben in der Hand gehalten, so die Aussage des Mannes auf Nachfrage der Beamten, was das Ganze auf sich hat.

Dass das Herumgefuchtel bei anderen mitunter Irritationen oder gar Angst auslösen kann, war dem Mann offenbar nicht so recht bewusst. Abgesehen davon, dass er mangels “Munition” gar nicht hätte “schießen” können, hatte die Sache für ihn außer der Personalienfeststellung keine weiteren Konsequenzen. Der Gegenstand wurde erneut entsorgt – diesmal aber endgültig.

(Text: PM PP Südosthessen)