Stadtpolizei Wiesbaden: Hilfelose Frau an Bushaltestelle Luisenstraße angetroffen

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Eingeschaltetes Blaulicht auf einem Polizeiauto. (Symbolfoto: fsHH auf Pixabay)

In der Nacht zum Mittwoch, 21. Januar, hat eine Streife der Stadtpolizei Wiesbaden im Rahmen ihrer regelmäßig in kalten Nächten erfolgenden Ansprachen obdachloser oder hilfloser Personen um 1.26 Uhr im Bereich der Bushaltestelle Luisenstraße eine Frau angetroffen, die erkennbar unter Anzeichen von Unterkühlung litt.


Die Frau wies zunächst Hilfe zurück, nahm im folgenden Gespräch den mitgebrachten Tee an. Da sie jedoch einen desorientierten Gesamteindruck machte, forderte die Streife der Stadtpolizei zur Sicherheit einen Rettungswagen und Unterstützung durch die Landespolizei an.

Die eingetroffenen Rettungskräfte stellten bei der Person eine Körpertemperatur von knapp 34,1° Celsius fest. Diese Temperatur ist zwar bei ansonsten körperlich gesunden Personen nicht automatisch als lebensgefährlich anzusehen, doch gerade bei Menschen, die der Witterung besonders stark ausgesetzt sind, steigt das Risiko eines Erfrierungstods. Nach einhelliger Meinung von Stadtpolizei und Rettungskräften bestand daher unmittelbare Gefahr. Vor Ort herrschte eine Außentemperatur von -3 bis -4 Grad.

Bis zum Eintreffen der Kollegen der Landespolizei etwa um 2.15 Uhr erhielt die Frau im Rettungswagen Gelegenheit sich aufzuwärmen. Danach übernahmen die Kollegen der Landespolizei die weitere sichere Verbringung.

Die Stadtpolizei bedankt sich ausdrücklich bei den Rettungssanitätern des ASB für die schnelle Unterstützung. An die Bürgerinnen und Bürger appelliert die Stadtpolizei erneut: Gerade in kalten Nächten bitte nicht wegsehen. Sollte eine hilflose Person oder eine Person in Gefahr auffallen, wird gebeten, diese anzusprechen oder die Polizei zu verständigen.

(Text: PM Stadtpolizei Wiesbaden)