Mehr Verkehr in allen deutschen Städten, aber Frankfurt bleibt stabil – leichte Verbesserung des Staulevels in der Frankfurter Innenstadt
Der Navigationsgerätehersteller TomTom hat seinen Verkehrsindex für 2025 veröffentlicht, ein jährlich erscheinender, internationaler Online-Städtevergleich auf Basis der herstellereigenen Verkehrsdaten. Ausgewertet werden darin die Reise- sowie die Verzögerungszeiten im städtischen Kfz-Verkehr weltweit. Verglichen werden Städte, Regionen und Nationen.
Frankfurt bleibt stabil – trotz wachsender Stadt
Nürnberg, Hamburg und Leipzig haben die staureichsten Innenstädte im deutschen Stau-Index von TomTom, Frankfurts City liegt auf Platz zehn. Betrachtet man nicht nur die Innenstädte, sondern den Großraum, führt Berlin das deutsche Städteranking an, der Großraum Frankfurt am Main belegt den fünften Platz.
Die Stauzeiten in der Frankfurter Innenstadt haben sich leicht verbessert – um 1,7 Prozent auf 42,3 Prozent. Im erweiterten Frankfurter Stadtgebiet blieb das Staulevel mit 37 Prozent auf dem Vorjahresniveau. Und das, obwohl die Stadt wächst, die Einwohner- und Pendlerzahlen steigen, Menschen aus dem Home Office ins Büro zurückgekehrt sind, die Baustellen im vergangenen Jahr um über 20 Prozent zugenommen haben und obwohl zahlreiche Verkehrswendemaßnahmen umgesetzt wurden.
Vergleicht man die Verkehrsdaten mit 2019, spiegelt sich das Wachstum der Stadt nicht im Staulevel wider: Es befindet sich deutlich unter dem Niveau aus der Zeit vor Corona.
Der von TomTom „Staulevel“ genannte Wert zeigt nicht die absolute Reisezeit an, sondern die zusätzliche Zeit, die eine Fahrt aufgrund von Verkehr im Schnitt länger dauert – im Vergleich zu freier Fahrt auf derselben Strecke.
Dass die absolute Zeit, die Autofahrerinnen und Autofahrer im Frankfurter Berufsverkehr auf den Straßen verbringen, laut Tomtom im Vergleich zu anderen Städten relativ hoch ist, ist den eng bebauten, schmalen Straßen der Mainmetropole geschuldet. Außerdem gibt es, anders als in vielen anderen Städten, in der Innenstadt ein flächendeckendes Tempolimit von maximal 40 km/h, um die Luftschadstoffgrenzwerte einzuhalten.
Mehr Verkehr im Spätherbst – geringeres Staulevel im Dezember
Die verkehrsreichsten Monate 2025 waren laut TomTom – wie üblich – Oktober und November. Das Staulevel im Dezember 2025 war trotz Adventsverkehr und Weihnachtsmarkt auf dem Mainkai mit 42 Prozent nicht höher als im Februar oder März 2025 und niedriger als im Dezember 2024.
Stadt Frankfurt bringt zahlreiche Konzepte und Maßnahmen auf den Weg
Da die Straßen nicht mehr und nicht breiter werden, liegt die Lösung, wie im Masterplan Mobilität (SUMP) ausführlich dargestellt, neben Digitalisierungsmaßnahmen nur in der Förderung flächensparsamer Verkehrsmittel. Die Stadt Frankfurt arbeitet mit Hochdruck an verschiedenen Strategien und Maßnahmen:
• Ausbau von Park- & Ride-Stationen mit einem stadtweitern P+R-Konzept sowie neuen Parkplätzen im Hessen-Center und am Bahnhof Niederrad
• Ausbau von Carsharing-Stationen, beginnend mit Stellplätzen im Frankfurter Westen
• Digitalisierung von Ampelanlagen, um den Verkehr – Stichwort „Grüne Welle“ – flüssiger zu machen
• Pilotprojekt für eine intermodale Mitfahr-App, die Unternehmen in der Region ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellen können
• Ausbau des ÖPNV – etwa mit der U4 und der U5, der neuen Gutleutstraßenbahn und mit dem Gesamtverkehrsplan Schiene 2035+. Mit der RTW und dem Straßenbahnausbau nach Neu-Isenburg und Langen denkt die Stadt auch über die Stadtgrenzen hinaus
• Ausbau von Radschnellwegen, die den Pendlern zugutekommen. Und alle, die wirklich aufs Auto angewiesen sind, profitieren von jedem Menschen, der aufs Rad oder den ÖPNV umsteigt
• Organisatorische und strukturelle Optimierungen in der Stadtverwaltung zur Verbesserung der Baustellenkoordination und -kommunikation.
(Text: PM Stadt Frankfurt)


