Mit dem augenzwinkernden Kampagnenmotto „Terminal 11 – The sky is de Himmel“ hoben die Elf Babscher bei ihrer Prunksitzung in der Mehrzweckhalle an der Josef-von-Eichendorff-Schule endgültig ab. Das närrische Terminal war bestens besetzt, der Flugplan straff – und nach fast fünf Stunden stand fest: Diese Reise hatte reichlich Turbulenzen, aber nur im positiven Sinn. Als Kapitän führte Sitzungspräsident Sebastian Leinweber gewohnt wortgewandt, humorvoll und schlagfertig durch den Abend.
Zuvor jedoch betrat Vorsitzender Andreas Murmann eine beinahe leere Bühne, um das Publikum auf den bevorstehenden Höhenflug einzustimmen – mit einer Bordansage statt Reim. Mit „Pomp and Circumstances“ folgte der große Einzug der Aktiven – inklusive Tollitäten, Bürgermeister Manuel Friedrich im Elferrat und einer Bordansage statt Reim. Danach war Anschnallen zwecklos: Die neue Babbscher-Hymne „Bei den Babbschern zuhaus’“, gesungen von Stephanie Schneider, Katja Kilian, Simon Schulz und Leinweber selbst, brachte den Saal sofort auf Betriebstemperatur. Tänzerisch starteten die Blue Dragonflies mit einem Gardetanz im Marschstil zu „Eiskönigin“-Klängen. Die Bannergarde beeindruckte mit vierfarbigen Fahnen, Akrobatik und einer musikalischen Weltreise samt Drachenkopf.
Büttennachwuchs Janne Schultz berichtete mit 16 Jahren bereits zum vierten Mal launig „Vom Reden Schreiben“. Die Blue Stars zeigten einen Polka-Gardetanz zu „The Greatest Showman“, unterstützt von Kindercomtesse Greta Röhrig. Politisch wurde es mit Andreas Murmanns gereimtem Protokoll, das die Absurditäten von Welt und Bund aufspießt. Zum 12.Mal stand er in dieser Rolle in der Bütt. Die Blue Little Wings entführten nach Paris, ehe die Blue Diamonds als „Diamond Agencies“ auf Diebestour gingen. Nachtwächter Steffen Bogdahn leuchtete pointiert dunkle Ecken der Lokalpolitik aus – vom Hitmarktparkplatz bis zum Wahlkampf. Als Gastgruppe erzählte Cupiditas von der SKG Rodgau eindrucksvoll die Geschichte eines Waldbrands zwischen Zerstörung und Hoffnung.
Nach der Pause erklang erneut die Babbscher-Hymne, bevor die Blue Magic Teens in neuen Kostümen mit kraftvoller Gardepolka überzeugten. Comtessen und Barone stimmten gemeinsam „Ohne Fassenacht kann ich nicht sein“ an.Laut wurde es mit den Nodebabbschern, der größten Aktivengruppe des Vereins. Lukas Kreher und Michael Schmitt philosophierten als Marktgemüse „Lauch und Rettich“ über Verkehr und Bürgermeisterwahl. Die Häuser Gretchen hoben mit einer Nordpol-Rettungsmission ab, inklusive umjubelten Gastauftritt des Bürgermeisters. Anne und Liese (Michael Möser und Oliver Murmann) gingen musikalisch verstärkt auf Weltreise – ein Programmpunkt mit Fernsehbonus. Die Blue Blizzards sorgten mit ihrem Schautanz „Puppen“ für Gänsehaut, das DEB-Rudel tanzte sich als Asterix, Obelix und Wikinger in die Herzen des Publikums. Die Glamour Girls der Stadtgarde Offenbach reisten durchs schwarze Loch in fremde Galaxien, ehe die Rodaupiraten einmal um die Welt segelten und feststellten: Hessen ist doch am schönsten.
Zum Finale durfte das Babbscher-Lied „In Obertshausen“ nicht fehlen. Rund 190 Aktive hatten gezeigt, dass dieser närrische Flug nicht nur sicher, sondern vor allem äußerst unterhaltsam gelandet ist.
(Text: ah)


