Fechenheimer Netzwerk für Alleinerziehende ist offiziell eröffnet

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Teilnehmerinnen des Fechenheimer Netzwerks für Alleinerziehende. (Foto: Jugend- und Sozialamt Stadt Frankfurt am Main)

Alleinerziehende haben es schwer. Sie tragen die Verantwortung für die Erziehung des Nachwuchses und das Einkommen des Haushalts allein. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie Einkaufen, Haushalt, Hausaufgaben, Freizeitplanung und vieles mehr, was bei gemeinsamer Elternschaft häufig geteilt werden kann. Daraus ergeben sich eine hohe Verantwortung sowie wenig Zeit im Alltag. Soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe können vor diesem Hintergrund kaum aufrechterhalten werden. Am Dienstag, 27. Januar, ist das Fechenheimer Netzwerk für Alleinerziehende offiziell eröffnet worden – mit unterschiedlichen Angeboten, um den Alltag leichter zu meistern.


„Mit diesem Projekt setzt sich die Stadt Frankfurt aktiv gegen soziale Ungerechtigkeit ein. Denn wir schaffen hier Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben – eine der Grundaufgaben guter Sozialpolitik“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit.

Nanine Delmas, Leiterin des Jugend- und Sozialamtes, sagt: „Wir wollten unbedingt etwas für Alleinerziehende auf die Beine stellen, sonst können ihnen soziale Isolation und Vereinsamung drohen, da sie im Alltag dauerhaft höher belastet sind als andere“.

Ein Projektpartner ist die Diakonie Frankfurt und Offenbach. „Unser Quartiersmanagement in Fechenheim hat von Anfang an seine Expertise in das Projekt einfließen lassen und steht als Kooperations- und Ansprechpartner zur Verfügung. So können Alleinerziehende schnell und unkompliziert einen Zugang zum Angebotsnetzwerk im Stadtteil finden“, sagt Diakoniepfarrer Markus Eisele.

In Fechenheim leben überdurchschnittlich viele armutsgefährdete Alleinerziehende. Das Projekt „Neue Wege in der Sozialplanung zur Armutsbekämpfung in Frankfurt am Main“ hat deshalb die Lebenssituation der Alleinerziehenden in Fechenheim untersucht. Dabei haben die Frankfurt University of Applied Sciences und verschiedene Projektpartner herausgefunden, dass sich Alleinerziehende ein Netzwerk wünschen: ein Netzwerk, das soziale Kontakte, gegenseitige Unterstützung, kostenfreie Angebote und gemeinsame Freizeitgestaltung ermöglicht.

Deshalb gibt es jetzt einen kostenfreien wöchentlichen Treff sowie regelmäßige Informationsveranstaltungen zu dringlichen Themen für Alleinerziehende. Zudem werden Beratungsgespräche, Exkursionen, kreative Workshops und familienfreundliche Ausflüge angeboten.

Das Fechenheimer Netzwerk für Alleinerziehende ist zudem in das stadtweite Bündnis gegen Kinder- Jugendarmut eingebunden. Daran beteiligt sind das Frauengesundheitszentrum, die Diakonie Frankfurt Offenbach und das Jugend- und Sozialamt Frankfurt. Für weitere Informationen über das neue Netzwerk können sich Interessierte an Quartiersmanager Nikolaos Tsakmakis per E-Mail an nikolaos.tsakmakis@diakonie-frankfurt-offenbach.de oder telefonisch unter 069/24751496912 wenden.

(Text: PM Jugend- und Sozialamt Stadt Frankfurt am Main)